Experimentelle Informatik

Die Experimentelle Informatik an der KHM fragt nach den grundlegenden Voraussetzungen und Möglichkeiten heutiger Entwurfs- und Produktionsverfahren.
Insbesondere wird die Rolle von Informationsprozessen und deren Zusammenspiel mit Materialprozessen untersucht. Wo treten überhaupt Informationen und Algorithmen auf, wie werden sie erzeugt, kommuniziert, verarbeitet und in planungs- und Herstellungsabläufe integriert? Wie spielt die menschliche Vernunft und Wahrnehmung mit physischen Materialen zusammen und wie werden sie durch semiotische Prozesse vermittelt?
Kurz: auf welche Weise bedingen sich Vernunft und Artefakt und welche Rolle spielen dabei die Zeichen? Die Tatsache, dass bisher keine allgemeine Wissenschaft der Artefakte existiert, die über reine Fragen des Machens, also des „Know-how“ hinausgeht, wird als eine der Hauptursachen dafür betrachtet, dass unsere Gesellschaft die Technik intellektuell nie wirklich gemeistert hat. Nicht das technische „Gewusst-wie“ steht deshalb im Zentrum unseres Denk- und Experimentieransatzes, sondern Überlegungen zu den Bedingungen der Möglichkeit herstellenden Handelns und die Frage, unter welchen Maßgaben wir unsere daraus resultierenden Technologien überhaupt entwickeln und betreiben wollen?
Der Zugang zu diesem Fragenkomplex erfolgt grundsätzlich experimentell. Mit Hilfe von Artefakten, kleinen Aufbauten und prozessorientierten Installationen wird das Feld Poietischer Handlungen künstlerisch-praktisch untersucht und kritisch reflektiert.

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