Grundsätze der Kunsthochschule für Medien Köln zur Vermeidung von Demütigung, Diskriminierung, sexueller Belästigung, Gewalt und Machtmissbrauch

Die Kunsthochschule für Medien Köln fördert die gleichberechtigte Zusammenarbeit von allen Geschlechtern auf allen Funktions- und Handlungsebenen in Studium, Lehre, Kunst, Forschung, Technik und Verwaltung. Sie tritt aktiv gegen Machtmissbrauch, jedwede Art der Diskriminierung und Benachteiligung, sexuelle Belästigung und Gewalt gegenüber Studierenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Lehrenden ein.

Diskriminierungen, sexualisiertes Verhalten und Gewalt stellen eine Verletzung des Persönlichkeitsrechtes dar, die die Kunsthochschule für Medien Köln insgesamt massiv beeinträchtigen. Sie schaffen ein einschüchterndes, stressbeladenes und entwürdigendes Arbeits- und Studienumfeld und können zu ernsten psychischen und physischen Beeinträchtigungen führen.

Diskriminierungen jedweder Art sowie jegliche sexuelle Belästigung und sexualisierte Gewaltanwendung sind an der Hochschule und im außerhochschulischen dienstlichen Umgang untersagt. Alle Mitglieder und Angehörigen der Hochschule – seien sie mit Bildungs-, Qualifizierungs- und Leitungsaufgaben in Lehre, Forschung, Studium oder mit Technik und Verwaltung befasst – sind in ihren Arbeits- und Fachbereichen dafür verantwortlich, dass die Persönlichkeitsrechte von Menschen und deren individuelle Persönlichkeitsgrenzen respektiert und gewahrt sowie sexuell diskriminierendes Verhalten und Gewaltanwendung unterbleiben bzw. abgestellt werden. Verstöße gegen diese Grundsätze werden nicht toleriert.

Machtmissbrauch oder Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen am Arbeitsplatz, im Studium wie im Umgang mit Ressourcen unter Androhung und/oder Realisierung persönlicher oder beruflicher Nachteile bzw. unter Zusage von Vorteilen wird als besonders schwerwiegend bewertet.

Emotionen und die Suche nach Identität können Gegenstand künstlerischer Arbeit und damit wesentlicher Bestandteil der Lehre sein. Dies zählt zu den Charakteristika eines künstlerischen Studiums. Die dabei entstehenden Näheverhältnisse erfordern einen besonders sensiblen Umgang mit diesen Themen. Dies muss immer auch im Lichte der grundgesetzlich garantierten Kunst-, Wissenschafts- und Lehrfreiheit betrachtet werden.

Sämtliche Angehörige und Mitglieder der Hochschule sind dazu aufgefordert, an der Gestaltung eines Arbeits- und Studienumfeldes mitzuwirken, das Raum für künstlerische Entfaltung bietet, von gegenseitiger Achtung, Respekt und Toleranz geprägt ist und dazu ermutigt, Konflikte offen anzusprechen. In der Kunsthochschule für Medien Köln ist kein Platz für Benachteiligung, Diffamierung, Demütigung, Diskriminierung, sexuelle Belästigung oder Gewalt.


[verabschiedet durch den Senat der KHM am 13.07.2018]

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