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Über uns

Die Bibliothek/Mediathek im historischen Overstolzenhaus ist eine wissenschaftliche Spezialbibliothek.

Als Hochschulbibliothek unterstützt sie die Lehre, Forschung und die künstlerische Arbeit an der Kunsthochschule für Medien.  


Darüber hinaus richtet sie sich an alle, die professionelles Interesse an zeitgenössischer Kunst, Photographie, Film und Fernsehen, sowie Kunst-, Medien- und Kulturtheorie haben.

Das Team

Wir kooperieren

Die Bibliothek/Mediathek ist regional und überregional vernetzt und Mitglied in folgenden Arbeitsgemeinschaften:

KölnBib


Kooperation von 13 Kölner Bibliotheken für einen schnelleren Zugang zu Literatur und Medien im  Kölner Katalog.

www.koelnbib.de


Arbeitsgemeinschaft der Kunst- und Museumsbibliotheken - AKMB


Kooperation von 260 deutschsprachigen Kunst- und Museumsbibliotheken mit dem Ziel der Koordinierung und Optimierung zentraler Arbeitsgebiete. Herausgabe der Zeitschrift "AKMB-News". 

www.akmb.de


Arbeitsgemeinschaft der Filmbibliotheken


Koordination und Informationsaustausch für die deutschen Filmbibliotheken. Teilnahme der KHM Bibliothek am Verbundkatalog Film.

Arbeitsgemeinschaft der Kunst- und Musikhochschulbibliotheken NRW


Forum für die vom Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen betreuten Bibliotheken.


Netzwerk Mediatheken


Die Bibliothek/Mediathek ist Mitglied im "Netzwerk Mediatheken", das die Erschließung und Bereitstellung audiovisueller Quellen und Materialien als bedeutendes Kulturgut für Wissenschaft, Forschung, Lehre und Kunst verfolgt. Das Netzwerk nutzt und verknüpft kulturell-wissenschaftliche Angebote und Dienstleistungen von deutschen Archiven, Bibliotheken und Museen, Dokumentationsstellen und Forschungseinrichtungen. 

www.netzwerk-mediatheken.de


Verband der Bibliotheken NRW - vbnw


Der vbnw hat das Ziel, die Position der Bibliotheken im Land zu stärken und die Weichen für die Entwicklung eines leistungsfähigen Bibliothekswesens zu stellen.

www.bibliotheken-nrw.de


Deutschen Bibliotheksverband - dbv


Der Verband hat bundesweit ca. 2.100 Mitglieder. Sein Anliegen ist es, die Wirkung von Bibliotheken in Kultur und Bildung sichtbar zu machen und ihre Rolle in der Gesellschaft zu stärken.

www.bibliotheksverband.de/



Das Overstolzenhaus

Das Overstolzenhaus

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Typus

Bürgerlich romanischer Steinbau, mit auffälliger Fassade (z. B. Doppelarkadenfenster und mächtiger Stufengiebel).

Sechs Etagen und fünf Achsen: hoher, zweischiffiger, flachgedeckter Keller, zwei Wohngeschosse und vier Speichergeschosse.

Ursprüngliche Funktion: Repräsentationsgebäude der Patrizierfamilie Overstolz, die durch Tuchhandel zu Reichtum und großen Besitztümern gelangte

Lage

Rheingasse 8, damals im südlichen Vorstadtviertel „Oversburg" (somit in unmittelbarer Nähe zum Rhein bzw. dem damaligen Hafen)

Historische Daten

Um 1230-1260: Erbauung (genaue Datierung nicht möglich).

1255: Erstmalige Erwähnung des Anwesens in den kölner Schreinsbüchern (Grundbücher des Mittelalters); Blithildis (vermutlich die Bauherrin), Tochter von Gottschalk Overstolz, der als der Stammvater der Familie gilt, überlässt ihrem Sohn Johannes ihren Besitz.

1337: Erwerb durch Eberhard Hardefust; zeitweilige Angliederung beider Nachbarhäuser Nutzung des Gebäudes für die folgenden Jahrhunderte größtenteils unklar.

1833: Tafelwerk des Hauses erscheint in „Denkmale der Baukunst am Niederrhein vom 7. - 13. Jh." von Sulpiz Boisseree.

1837: Bauunternehmer Anton Mayrhofer plant die Übername mit Abriss und Neubau des Gebäudes.

1838: Johann Peter Weyer (damaliger Stadtbaumeister) setzt sich für die Rettung des Gebäudes ein und Mayerhofers Antrag auf Hauserweb wird durch den Kölner Rat abgelehnt.
Kauf des Overstolzenhauses durch die Stadt Köln und Restauration unter Leitung Weyers.
Das Gebäude wird zu einem wichtigen Monument der Kölner Baukunst, dessen Erhalt aus rein historischem Interesse etwas völlig Neues ist. Michael Welter übernimmt die Malerei der Innenräume.

Das Gebäude wird sehr populär; in dieser Zeit entsteht auch die Bezeichnung „Tempelhaus" (nachweislich gibt es keine Bezüge zu den Templern, die Bezeichnung bezieht sich auf die Monumentalität und Ausstattung des Gebäudes).

Weyer ändert die für die Romanik typische asymmetrische Erdgeschoss-Einteilung in fünf identische rechteckige Fenster unter Rundbogenblenden mit eingestellten Säulchen und einem separaten Eingang links des Gebäudes. Weyer lässt die Oculi oberhalb der Doppelarkadenfenster im ersten Obergeschoss zur besseren Innenraumnutzung zumauern.

Nach 1842: Vollendung der Restaurierung und Nutzung als Handelskammer.

1944-1948: Starke Beschädigung und völliges Ausbrennen durch Kriegseinwirkung; erhalten bleiben Teile des Kellers, des Erdgeschosses und der ersten Etage.

1955: Wiederauf- und Ausbau nach dem Krieg als Kunstgewerbemuseum.
Veränderungen: Symmetrische Gliederung des Erdgeschosses aus dem 19. Jh. wird mit vorheriger Fenstergestaltung kombiniert; Wiederöffnung der Oculi; Arkaden des Hauptgeschosses werden mit einer Glaswand hinterfangen. Bau niedrigen Anbaus (Foyer und Verwaltungsräume) anstelle des separaten Eingangs. Freilegung Wandnische mit Malereien (Ende 13. Jh., Turnierszene) bei Installationsarbeit.

Seit 1990: Sitz der Kunsthochschule für Medien KHM



Interpretationsansätze


Architektonisches Beispiel eines vornehmen und reichen, bürgerlichen, romanischen Profanbaus wie es, durch Abbildungen belegt, in Köln eine beachtliche Anzahl gegeben hat. Das Overstolzenhaus gilt in der Literatur als „das vornehmste und reichste, erhaltene Beispiel eines Bürgerbaus in Deutschland".

Repräsentationsbau einer Kaufmannsfamilie des Mittelalters: Das Wappen der Overstolzen spiegelt interessanterweise die Fassadengliederung wieder; die in Horizontale und Vertikale gegliederten Turnierkragen (gängige Beizeichen in Wappenschildern mit drei, vier oder fünf Lätzen) auf dem Wappen spiegeln die axiale Fensteranordnung der Fassade; das Streben einer Bürgerfamilie sich dem Adel gleichzusetzen wird durch Wappen und Gebäude verdeutlicht.

Fünfachsige Fassadengliederung verweist auf Bezüge sakraler Architektur; fünffache Fensternischen oder Kapellenkränze in der Hauptapsis romanischer Kirchen (Beispiel in Köln: St. Andreas, St. Georg, St. Kunibert, St. Maria im Kapital, St. Severin).

Rekonstruktion Weyers im 19. Jh. und Rekonstruktion des Gebäudes nach dem Krieg bleiben für den Betrachter offensichtlich (z. B. mit den verblendeten Fenstern im Erdgeschoss, oder den romanisierenden Figurenkapitellen der Säulchen in den Doppelarkadenfenstern des ersten Obergeschosses).

Das Overstolzenhaus fungiert heute als Medium, dass den Charakter vergangener Zeiten vermittelt. Dieser Ansatz wird durch die aktuelle, sehr gelungene Nutzung als Sitz der Kunsthochschule für Medien Köln bestätigt.

Quelle: Seminar Sommersemester 2008 Christina Brysch Universität zu Köln


Direkt zum Katalog:

Öffnungszeiten

in der vorlesungsfreien Zeit:
Mo - Do: 10.00 - 16.30 Uhr
Fr: 10.00 - 15.00 Uhr


Vorlesungszeit:
Mo - Do: 10.00 - 20.00 Uhr
Fr: 10.00 - 17.00 Uhr





Kontakt

Overstolzenhaus

Rheingasse 8

50676 Köln

Fon:+49 - (0)221 - 20189 - 160

Fax:+49 - (0)221 - 20189 - 109
bibliothek@khm.de


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