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Neuerwerbungen

Dies ist eine Auswahl interessanter Neuerwerbungen für Juli  2017. Die vollständige Monatsliste  finden Sie im Katalog.

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni










Thomas Demand, The dailies

Kaldor Public Art Project #25 ; [... on the occasion of the 25th Kaldor Public Art Project "Thomas Demand: The Dailies" at the Commercial Travellers’ Association, Sydney, 23 March - 22 April 2012]

The color out of space

Notatki z podziemia : sztuka i muzyka alternatywna w Europie Wschodniej 1968 - 1994

... towarzysząca wystawie: "Notatki z podziemia. Sztuka i muzyka alternatywna w Europie Wschodniej 1968-1994", 22.09.2016 - 15.01.2017, Museum Sztuki, ms², Ogrodowa 19, Łódź

Medienphilologie : Konturen eines Paradigmas

Die Beiträge untersuchen Medien und Akteure einer vergangenen und gegenwärtigen philologischen Kultur. Seit der Entstehungszeit der Philologie und ihrer Institutionalisierung im 19. Jahrhundert sind philologische Operationen in zeitgenössischen Mediensystemen verankert: Forschungs- und Bildungsanstalten wie Universitäten, Bibliotheken, Archive, Museen oder Schulen produzieren das Erkenntnisinteresse der Philologie: Texte. Die Philologie im klassischen Sinn ist Sammlung, Editierung, Kommentierung und Archivierung textueller Artefakte, um sie für potenzielle Leserinnen und Lesern verfügbar zu machen. Die Beiträgerinnen und Beiträger setzen sich zum Ziel, diesen Kompetenzbereich der Philologie kritisch zu hinterfragen. Sie machen nicht lediglich Texte, sondern auch Medien und Akteure einer vergangenen und gegenwärtigen Kultur zu Gegenständen des Erkenntnisinteresses, wie z. B. Manuskripte, Bild- und Tonträger sowie digitale Datensätze.

Leibniz’ Lager : eine Sammlungswelt in Fotogrammen

[Ausstellung Renate Heyne, Floris Neusüss "Leibniz’ Lager - eine Sammlungswelt in Fotogrammen", 11. Dezember 2016 - 5. März 2017, ZKM Lichthof 1+2] Wie hätte es ausgesehen, Leibniz’ Lager? Welche Objekte hätte der Universalgelehrte in einer eigenen Wunderkammer verortet? Die Künstler Renate Heyne und Floris Neusüss wagen das Gedankenspiel, Leibniz habe seinen Traum von einer Sammlung mit Objekten und Artefakten verwirklichen können und begonnen, alles in einem Lager zu archivieren. Leibniz’ Lager besteht allerdings nicht aus einer Sammlung manifester Objekte. Die Künstler haben ein »Theater der Natur und Kunst« in Form von Fotogrammen erschaffen, sind durch die Sammlungen von 15 Museen gereist und haben die Bestände aus Natur, Antike, Wissenschaft und Kunst im wahren Sinne des Wortes abgelichtet. Denn Fotogramme sind die Resultate eines direkten Abbildverfahrens, bei dem durch die Einwirkung von gerichtetem Licht auf fotosensibles Trägermaterial unmittelbare Abbilder entstehen. Wie positive Schatten erscheinen Tierkörper, Skulpturen oder Pflanzen in diesem Katalog und laden zu einem Rundgang durch die Sammlungsgeschichte westeuropäischer Museen ein.

Kunst/Fernsehen

Die Entgrenzungsbestrebungen der Nachkriegsmoderne und der Einzug des Fernsehens in die Privathaushalte verlaufen ab 1960 nicht mehr parallel. Sie weisen entscheidende Berührungen und Verschränkungen auf, die ihr vermeintlich antagonistisches Verhältnis unterwandern. Entsprechend nutzte man das Medium nicht länger nur zur Berichterstattung über Kunst, sondern nahm es verstärkt als Schauplatz und Gegenstand künstlerischen Arbeitens wahr. Der Band fragt nach dem sich stetig wandelnden Stellenwert des Fernsehens als Ort künstlerischer Intervention. Im Blickpunkt stehen Auseinandersetzungen mit fernseh-typischen Formaten, die fasziniert oder kritisch anerkennen, dass die Gegenwart nicht ohne die Bild- und Erzählsprache des Fernsehens und seine sozialen Funktionen zu denken ist. Neben Beispielen aus Video und Performance Art versammelt der Band auch solche der Performing Arts, weil sich namhafte Komponisten und Theatermacher ebenfalls darum bemühten, für ihre Kunst eine dem Fernsehen angemessene Form zu finden.

Hello, Robot.

Design zwischen Mensch und Maschine ; [... anlässlich der Ausstellung "Hello Robot. Design zwischen Mensch und Maschine" ; Vitra Design Museum: 11. Februar bis 14. Mai 2017, MAK: 21. Juni bis 1. Oktober 2017, Design museum Gent: 27. Oktober 2017 bis 15. April 2018 ...]

Machine learning : the new AI

Empathie im Film : Perspektiven der Ästhetischen Theorie, Phänomenologie und Analytischen Philosophie

Denkweisen des Spiels : Medienphilosophische Annäherungen

Gibt es eine spezifische Medialität des Spiels, die es sinnvoll macht, das Verhältnis jeden Ereignisses zu seiner Umgebung als Spiel zu beschreiben? In welcher Weise können Technik, Spiel und Ästhetik neu gedacht werden? Immer dann, wenn Technik mit mechanischen Bewegungen verbunden wird, sehen wir sie im Gegensatz zum Spiel. Wenn Technik jedoch mit Ästhetik assoziiert wird, taucht das Spiel als Teil der Technik auf. Spiel bringt Dinge in Relation und verändert sie dadurch. Wenn Materie als rhythmische Bewegung gedacht wird und Spiel auf Wiederholung basiert, rückt der Spielbegriff ins Zentrum einer medienwissenschaftlichen Auslegung der relationalen Beschaffenheit von Zeit und Raum. Vor dem Hintergrund der Aktualität, welche die Spieletheorien von Huizinga und Caillois in den Game Studies erlangten, unternimmt der vorliegende Band eine medienphilosophische Befragung des Spielbegriffs. Er behandelt dabei das Spiel unter Bezugnahme auf Fragen der Neuen Materialismen und wirft zugleich einen neuen Blick auf das Spiel in der Psychoanalyse.

Filmmontage : Ein Lidschlag, ein Schnitt : die Kunst der Filmmontage

Das Ende der Informationskontrolle - digitale Mediennutzung jenseits von Privatheit und Datenschutz

Nutzerinnen und Nutzer digitaler Medien haben immer weniger Möglichkeiten der Daten- und Informationskontrolle. Hacker, IT-Unternehmen, Geheimdienste, Datenbroker, Technikentwickler etc., aber auch das aufkommende Internet der Dinge, Big Data oder intransparente Algorithmen treiben den Kontrollverlust voran. Vormals voneinander separierte Informationskontexte – Intimes, Privates, Öffentliches, Institutionelles etc. – gehen allmählich ineinander über. Hier setzt Thilo Hagendorff an: Er stellt innovative Mediennutzungsstrategien vor, die den Kontrollverlust erwarten oder sogar vielmehr fest mit ihm rechnen – und sich nicht auf verletzliche Privatheitsnormen oder unzuverlässige Datenschutztechnologien verlassen.

Der Untergrund des Denkens - eine Philosophie des Unbewussten

Unser Bewusstsein ist das größte Rätsel der Wissenschaft: Wir bestehen aus Milliarden von Molekülen, die weder denken noch fühlen können – und doch machen sie zusammen unsere Persönlichkeit und unser subjektives Erleben aus. Das Unbewusste ist ebenso rätselhaft; was dort passiert, kann niemand so genau sagen. Nicht einmal die Forscher, die es wissen müssten: Psychologen und Neurowissenschaftler. Wie bestimmen unbewusste Eindrücke, Wünsche und Informationen unser Denken, Fühlen und Handeln? Die gute Nachricht: Nietzsche und Freud hatten unrecht – wir sind die Herren im eigenen Haus, auch wenn wir manchmal nicht wissen, wer im Keller umherschleicht. Die schlechte Nachricht: Wir überschätzen unseren Einfluss und reden uns manchmal fälschlicherweise ein, wir hätten gute Gründe für unsere Taten. Der Philosoph Philipp Hübl entlarvt den Mythos von der Macht des Unbewussten – er zeigt, wie Vernunft und kontrollierte Aufmerksamkeit uns vor Manipulation schützen. Ein ebenso grundlegendes wie provozierendes Buch

Pieter Hugo, Between the devil and the deep blue sea

... anlässlich der Ausstellung "Pieter Hugo. Between the Devil and the Deep Blue Sea", Kunstmuseum Wolfsburg, 19. Februar bis 20. Juli 2017

Orient : zur (De-)Konstruktion eines Phantasmas

Der Orient ist als kulturelle Antithese eine Projektionsfläche europäischer Denkweisen und Phantasmen. Besonders in der französischen und frankophonen Literatur und Kunst ist er seit dem 19. Jahrhundert ein allgegenwärtiges Thema. Die Beiträge des Bandes machen diese Konstruktionen des Orients in ihrer Komplementarität und in der medialen Differenz von bildender Kunst und Literatur sichtbar. Als ein interdisziplinärer Beitrag zur Orientalismus-Debatte werden die literarischen und künstlerischen Werke des sogenannten Orientalismus nicht länger einer versatzstückhaften Ideologiekritik durch Wissenschaft unterzogen. Vielmehr wird gezeigt, dass einem Teil dieser Werke die Dekonstruktion des Orients als ästhetische Praxis bereits selbst eingeschrieben ist.

Kunst, Wissenschaft, Natur : zur Ästhetik und Epistemologie der künstlerisch-wissenschaftlichen Naturbeobachtung

Künste und Wissenschaften sind sich näher gekommen – besonders in ihrer Verwendung von Medientechnologien und im Einsatz von ästhetischen Praktiken. Doch wissenschaftliche Erkenntnisse sehen sich nicht nur in ihrer Vermittlung mit ästhetischen Fragen konfrontiert, sondern bereits in der Erforschung eines Gegenstands. Die Künste ihrerseits haben sich in jüngeren Disziplinen wie der Bio- oder Eco-Art auf die Naturwissenschaften zu bewegt. Die Beiträger_innen des Bandes untersuchen die erkenntnistheoretischen und ästhetischen Bedingungen, Möglichkeiten und Probleme, die sich zeigen, wenn Kunst und Wissenschaft in Kooperation treten und neue Wahrnehmungsformen der Natur schaffen. Mit Beiträgen von Marcus Maeder, Jeanine Reutemann, Hannes Rickli, Andreas Rigling und Yvonne Volkart.

Die Lust zu gehen : weibliche Flanerie in Literatur und Film

Ob sie ihrer Arbeit oder einem anderen Erledigungsdrang nachgeht – zumeist zeugen die entschlossenen Schritte der mobilen Frau auf den Straßen moderner Metropolen von der Anständigkeit ihres Ziels. Doch hält sie nicht genau und erst recht nicht immer an ihrem Kurs fest. Wo zieht es die mobile Frau hin, wenn sie, vom routinierten Weg abschweifend und oft in geradezu exzentrischer Selbstvergessenheit, die großstädtischen Eindrücke auf sich einströmen lässt? Wo weilt sie, wenn sie keinem bürgerlichen Zwang entgegenschreitet? Welche Bilder unsittlicher Weiblichkeit lässt sie entstehen – und wie unterscheidet sich die Flaneurin vom Flaneur? Diesen und anderen Fragen nachgehend, zielen die Beiträge des Bandes darauf ab, die flanierende Frau durch einschlägige Literatur- und Filmsichtungen als eigenen Wahrnehmungstopos der Moderne zu entdecken.

Destruktive Charaktere : Hipster und andere Krisenphänomene

Planetarische Perspektiven : Raumbilder im Zeitalter der frühen Globalisierung

Spuren - Erzeugung des Dagewesenen

Das bessere Leben

Ulrich Peltzer hat einen großen Zeitroman geschrieben. Was hält unsere undurchschaubare Welt zusammen: Träume, Geldströme, Gott oder der Teufel? Im 20. Jahrhundert diskutierten, lebten und kämpften junge Menschen an amerikanischen Universitäten, in Frankfurt und Moskau für eine gerechte Ordnung, für eine bessere Zukunft. Doch die Utopien sind in Terror umgeschlagen. Wir leben in einer radikal kapitalistischen Welt, unsere Gegenwart scheint undurchschaubar. Was ist aus unseren Utopien, Sehnsüchten und Träumen geworden? Aus ehemaligen Revolutionären sind Manager geworden, Akteure der Wirtschaft. Sie sind involviert in globale Geschäfte zwischen Mailand, Südamerika und China, ihre Deals sind dubios. Haben sie alles verraten? Was heißt es heute in dieser Welt, gut zu leben? Was wäre das bessere Leben?

Ich will, ich kann : Moderne und Selbstoptimierung

Ein unbekanntes Kapitel aus der Geschichte der Erfolgsbilanzen und Leistungsideologien.Kleinere Denker gibt es, die wie Katalysatoren wirken:Wo die großen Gelehrten ein Werk besitzen, das eine intensive Beschäftigung begründet, fungieren die kleineren als Vermittler und Scheider. Deshalb lässt sich an ihnen leichter ermessen, wie sich einzelne Gedanken zu Theorien fügen und Theorien zu intellektuellen Bewegungen. Eine solche Gestalt war Broder Christiansen (1869–1958): Er war ein Schüler Heinrich Rickerts und kam aus dem Neukantianismus, wandte sich dann aber, wie so viele andere seiner Generation, dem Vitalismus und einer praktisch verstandenen Lebensphilosophie zu – und geriet von dort in die Graphologie, in die sprachliche Stillehre und schließlich in eine seltsam gottlose Mystik. Christiansen mag ein Sonderling gewesen sein und dabei nicht einmal sehr originell. Doch sein Einfluss war gewaltig: Er war einer der ersten Lehrer der Selbstoptimierung. Auf ihn können Ideologien des 'self-growth' bis auf den heutigen Tag zurückgeführt werden.

Digitale Körperinnenwelten : endoskopische 3D-Animationen zwischen Medizin und Populärkultur

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Verbindung von 3D-Animationen in der Medizin und in der Populärkultur. Vornehmlich am Beispiel der virtuellen Endoskopie wird die Wechselseitigkeit von Wissenschaft und Populärkultur im Sinne einer erkenntnistheoretischen Verschränkung verhandelt. Inwiefern basieren die Strategien der Visualisierung und das ‚Sehen‘ im Kontext der virtuellen Endoskopie auf ständigen Rückbezügen vor allem zum Film (auch zum Computerspiel)? Inwiefern zeigt sich dies auch gerade bei aktuellen Tendenzen angesichts der Verbessung der virtuellen Endoskopie durch Verweise auf professionelle Designs aus populärwissenschaftlichen Fernsehdokumentationen (z. B. der BBC)?

Spaces of commoning : artistic research and the utopia of the everyday

[With contributions by Berhanu Ashagrie Deribew ...]

Sisters! : Making films, doing politics

Wasserbilder als filmische Denkfiguren : eine Reflexionstheorie filmischer Bildlichkeit

The fourth industrial revolution

Working conditions : the writings of Hans Haacke

Kino Frauen Experimente

Eine längst fällige Rekonstruktion der Geschichte eines unge-wöhnlichen Frauenkinoprojekts in der Schweiz: die nationalen Frauenfilmtage. Mit der Gründung des Vereins Frauenfilmtage Schweiz etablierte sich ab 1989 ein feministischer nationaler Kino- und Kulturanlass, der KinobesucherInnen während 15 Jahren einen umfassenden Einblick in das Filmschaffen von Frauen ermöglichte. Statt ein zentral organisiertes Frauen-filmfestival wie in anderen Ländern, organisierten die Schweizer Kinofrauen die Frauenfilmtage zeitgleich in Städten und länd-lichen Ortschaften der vier Sprachregionen der Schweiz

Die Welt in der wir leben

.. anlässlich der Ausstellung ’Die Welt in der wir leben, Hörner/Antlfinger und das Interspezies-Kollektiv CMUK’, 13. Mai - 16. Juni 2016 ... kjubh Kunstverein e.V., Köln

What is a people?

Der Kunstlehrer Jacotot : Jacques Rancière und die Kunstpraxis

Es handelt sich bei dem vorliegenden Buch um die erste umfassende Einführung zu Rancières ästhetischem Denken und seiner Relevanz für die Kunstpraxis. Jacques Rancière hat die Frage der Gleichheit in den Mittelpunkt der Kunstbetrachtung gestellt und damit international gerade an Kunsthochschulen Furore gemacht. Volkmar Mühleis widmet sich eingehend Rancières ästhetischem Denken und befragt es erstmals kritisch im Rahmen der Kunstpraxis. Dabei zeigt sich zum einen die besondere Qualität von Rancières Ansatz für den Kunstdiskurs – der stets die Freiheit, aber kaum ihre Bedingung, die Gleichheit, verhandelte –, zum andern aber auch seine Schwächen. So operiert Rancière mit einem medialen Begriff, der kaum den Anforderungen technologischer Kritik heutzutage standhält. Wenn er ästhetische Erfahrung in Anspruch nimmt, ohne zu klären, was Erfahrung hier im Einzelnen heißt, so verbleibt er seinem emanzipatorischen Gedankengut nach in einer rationalistischen Tradition. Mit Blick auf die Schriften von Bernard Stiegler, Bernhard Waldenfels und Käte Meyer-Drawe zeigt Volkmar Mühleis, wie diese besondere Qualität von Rancières ästhetischem Denken auf ganz andere Art die gegenwärtige Debatte bereichern kann.

Touch the reality : rethinking keywords of political performances

Public servants : art and the crisis of the common good

Was für Lebewesen sind wir?

Noam Chomsky gilt als der Begründer der modernen Linguistik und als einer der Gründerväter der Kognitionswissenschaften. Zugleich ist er einer der meistgelesenen politischen Denker der Welt. Dieses Buch ist die philosophische Summe seines Lebens: Erstmals führt er alle seine großen Themen zusammen und begibt sich auf die Suche nach dem Wesen des Menschen. Chomsky nimmt seinen Ausgang bei der Sprache. Diese ist für ihn ein angeborener Mechanismus, der ein keineswegs zwingendes Muster aufweist und unser Denken bestimmt. Wir alle denken gemäß diesem Muster – und daher können wir auch nur das wissen, was die menschliche Sprache zu denken erlaubt. Einige Geheimisse der Natur könnten uns deshalb für immer verborgen bleiben. Zugleich eröffnet die Sprache aber eine kreative Freiheit; uns ist ein Freiheitsinstinkt gegeben, der uns gegen Herrschaft aufbegehren und eine freie Entfaltung suchen lässt. In der libertären Tradition von Alexander von Humboldt, John Stuart Mill und Rudolf Rocker zeichnet uns Chomsky als anarchische Lebewesen, die nach einer Assoziation freier Menschen streben.

Gregor Schneider, Wand vor Wand

anlässlich der Ausstellung "Gregor Schneider, Wand vor Wand" in der Bundeskunsthalle in Bonn, 2. Dezember 2016 - 19. Februar 2017

Stasis : der Bürgerkrieg als politisches Paradigma

In diesem vorletzten Band der ›Homo-Sacer‹-Reihe untersucht der weltweit bekannte und renommierte Philosoph Giorgio Agamben den Bürgerkrieg als politisches Paradigma. Zwei zentrale Momente der Geistesgeschichte stehen dabei im Mittelpunkt: Im ersten Teil widmet er sich dem griechischen Begriff der 'stasis', der die Spaltung der polis in rivalisierende, gewalttätige Gruppen bezeichnet, während er im zweiten Teil eine furiose Interpretation von Hobbes' ›Leviathan‹ und dessen berühmten Frontispiz vorlegt, und zwar aus theologischer Perspektive. Eine spannende und wichtige Diskussion eines Begriffs, der sich für das politische, philosophische und juridische Denken als zentral erweist.

Electronic superhighway : from experiments in art and technology to art after the internet

... on the occasion of the exhibition "Electronic Superhighway, 2016 - 1966", Whitechapel Gallery, London, 29 January - 15 May 2016

Kritische Kollektivität im Netz : Anonymous, Facebook und die Kraft der Affizierung in der Kontrollgesellschaft

Lob des Müßiggangs

Brillante Texte von überraschender Aktualität Von den Vorteilen der Muße, den sozialen Aspekten der Architektur über die Licht- und Schattenseiten von Kommunismus und Kapitalismus bis zur Frage nach dem Wesen der Seele oder dem Verhältnis von Menschen und Insekten reichen die geistvollen Betrachtungen des großen Philosophen. Sie sind von überraschender Aktualität und regen dazu an, dogmatische Auffassungen immer wieder kritisch zu hinterfragen.

A day in the life of the brain : the neuroscience of consciousness from dawn till dusk

Neurologie - Bewußtsein - Hirnforschung

Sprachen des Sammelns : Literatur als Medium und Reflexionsform des Sammelns

Seit ihrer Entstehung widmet die Literatur dem Sammeln eine große Aufmerksamkeit: Sie nimmt Methoden, Gegenstände, Protagonisten und Institutionen ins Visier und reflektiert, modifiziert oder subvertiert dabei wissenschaftliche Sammlungsobjekte und -strukturen. Sprachen des Sammelns vereint Studien aus Literatur-, Kunst- und Kulturwissenschaft ebenso wie Beiträge von Schriftsteller/innen und Künstler/innen, in denen ein erweiterter Literaturbegriff zum Tragen kommt. Inwiefern kann Sprache selbst als eine Form der Sammlung verstanden werden? Lässt sich die Funktion einer Sammlung analog zur Sprache denken? In vier systematischen Abschnitten wenden sich die Beiträge der Beschreibbarkeit von Dingen und der Sprachdinglichkeit zu, sie untersuchen Dynamik und Statik von Ordnungsstrukturen, befragen den Menschen als Sammlungssubjekt und -objekt und widmen sich demjenigen, was als Abjekt, Rest oder Abfall aus der Sammlung wieder herausfällt.

NeoRealismo - la nuova immagine in Italia 1932 - 1960

Auf 350 Seiten versammelt der Bildband zahlreiche fotografische Positionen aus den Jahren 1932 bis 1960. Der Autor Giuseppe Pinna zeichnet die Entwicklung des fotografischen Neorealismo nach, Gian Piero Brunetta verfolgt den langen Weg des neorealistischen Kinos und Bruno Falcetto schreibt über den Neorealismus in der Literatur. Ein umfangreiches Kurzlexikon mit über hundert Einträgen zu Fotografen, Fotojournalisten, Fotokritikern, Zeitschriften und Ausstellungen macht den aufwändig gestalteten Fotoband zu einem Standardwerk der dokumentarischen Fotografie.

Tata Dada : über das wahre Leben und die himmlischen Abenteuer des Tristan Tzara

Tristan Tzara ist eine der Schlüsselfiguren der vielleicht einflussreichsten Avantgarde-Bewegung des 20. Jahrhunderts: Dada. Tzara wurde am 16. (oder 17. oder 14 oder 28.) April 1896 als Samuel Rosenstok in einer rumänischen Provinzstadt geboren. Zwanzig Jahre später schuf er unter neuem Namen mit Marcel Janco, Hugo Ball, Richard Huelsenbeck, Hans Arp und anderen im Züricher Cabaret Voltaire durch eine Reihe von chaotischen Performances Dada. Mit Tzara als treibender Kraft entwickelte sich Dada innerhalb weniger Jahre zu einem Sammelplatz für junge Künstler aus Paris, New York, Barcelona, Berlin und Buenos Aires, zu einer internationalen Bewegung, die die Kunst für immer verändern sollte. Marius Hentea zeichnet Tzaras Kindheit und Jugend in Rumänien detailliert nach, würdigt ausführlich die Verdienste seiner Dada-Jahre und rekonstruiert die oft überraschenden und abenteuerlichen Aktivitäten aus der Zeit nach Dada. Hentea legt mit TATA DADA nun die erste Biografie dieses wegweisenden Künstlers, Dichters und Aktivisten vor.

Walk through walls : a memoir

Denken hören - Hören denken : Musik als eine Grunderfahrung des Lebens

„Das künstlerische Denken, das auf dem Denken der Sinne beruht, stellt sich seine Zeichen – in der Musik also: seine Klänge – nicht vor, sondern lebt unmittelbar in ihnen, badet, watet, schwimmt in ihrer Materie und gestaltet aus ihr neue geistige Lebensformen. Ich nenne das Musikdenken das ‚flüssige Denken‘“ – so Hans Zender in einer programmatischen Äußerung. Im Hintergrund seines vielschichtigen kompositorischen Werks stehen grundlegende philosophische Fragen: Wie ist das Verhältnis von Logos und Mythos? Was bedeutet Wahrheit in der Kunst? Wo liegen die Grenzen der Rationalität? Wie hängen Glaube und Liebe, Leere und Schweigen, Sagbares und Unsagbares zusammen?

Daniele Tamagni, Gentlemen of Bacongo

preface by Paul Smith

Cristóbal Hara, Ein Spanier zuviel

Die Musik und das Unaussprechliche

Constantin Luser, Musik zähmt die Bestie

.. anlässlich der Ausstellung "Constantin Luser. Musik zähmt die Bestie", Kunsthaus Graz, Universalmuseum Joanneum, 26. Februar - 1. Mai 2016

Kunst und Wissenschaft 4 : Experimentelle Kunst

Inszeniert! : Spektakel und Rollenspiel in der Gegenwartskunst

... anlässlich der Ausstellung "Inszeniert! Spektakel und Rollenspiel in der Gegenwartskunst", Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, München (19. August - 6. November 2016) Fiktion und Inszenierung bestimmen seit jeher unsere Realität. "Die ganze Welt ist Bühne / Und alle Frauen und Männer bloße Spieler" heißt es schon bei Shakespeare. Auch heute ist das komplexe Verhältnis von Schein und Sein ein zentrales Thema zeitgenössischer Kunstwerke. Dabei sind die Strategien und Perspektiven unterschiedlich. Die Künstler setzen sich mit der Bühne als kulturellem und illusionistischem Raum auseinander, thematisieren die Rolle des Betrachters und stellen grundlegende Fragen nach Identität und Rollenmustern.

How to collaborate? : questioning togetherness in the performing arts

Dominique Gonzalez-Foerster, 1887 - 2058

publ. to coincide with the exhibition at the Centre Pompidou, Galerie sud, 23 September 2015 - 1 February 2016, and at K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, 23 April - 7 August 2016

Distant reading

Wer über Weltliteratur sprechen und globale Literaturgeschichte ernst nehmen will, kommt längst um Franco Moretti nicht mehr herum. Die mit seinem Namen verbundenen quantitativen und empirischen Verfahren versprechen nicht nur, die Beschränkungen individueller Lektürehorizonte zu überschreiten, sondern auch den eurozentrischen Zugang zur Literatur endgültig zu verabschieden. Die Schlüsseltexte seines Programms liegen nun auch in deutscher Sprache vor.Franco Moretti hat sich mit dem Schlagwort des distant reading weltweit einen Namen gemacht als Vorreiter einer quantitativen und statistischen Erforschung von Literatur. Dabei werden im Gegensatz zum herkömmlichen close reading, das wenige Texte detailliert und unter qualitativen Gesichtspunkten betrachtet, riesige Textmengen herangezogen.

Die Sprachen des Materials : Narrative, Theorien, Strategien

Materialien erzählen Geschichten und tragen so zur Aussagekraft von Produkten bei. Designer, Designwissenschaftler, Materialforscher, Kulturhistoriker und Medientheoretiker untersuchen das Verhältnis zwischen Material und Gestaltung sowie die Bedeutungen von Materialien.

[Un]erwartet

die Kunst des Zufalls ; 24.09.2016 - 19.02.2017, [Kunstmuseum Stuttgart]

Der montierte Mensch : eine Figur der Moderne

Der Traum des montierten Menschen ist der Entwurf einer technischen Welt, der das 20. Jahrhundert nachhaltig geprägt hat.Ein technisches Zeitalter ist angebrochen, konstatiert man unisono zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Und so träumt man von einem neuen, einem technischen Menschen, der zuallererst neu zu erschaffen, zu konstruieren sei. Die Montage ist in den 1920er und 1930er Jahren dasjenige Verfahren, das von den Fabriken über die Kinos bis hin zu den Zeitschriften und dem Alltagsleben genau dieser Aufgabe dient. Es findet sich in allen Feldern der Technik und Ästhetik, versteht sich als visuelle Alphabetisierung, Psycho- und Medientechnik und zugleich auch als Vermittler zwischen den politischen Extremen. Taylorismus und Fordismus, aber auch Reflexologie, Arbeitswissenschaft und Psychotechnik sind die Strategien einer Neukonstruktion des Menschen und der Gesellschaft in den Vereinigten Staaten, in Europa, aber auch im revolutionären Sowjetrussland. Zwischen Utopie und Dystopie pendelnd wird das Leben in einer technischen Welt entworfen. Der montierte Mensch, dessen Geschichte hier nachgezeichnet wird, hat jene des 20. Jahrhunderts in entscheidender Weise geprägt.

Zelko Wiener, Zwischen 0 und 1

Kunst im digitalen Umbruch ; [Ausstellung, 5.7. - 1.10.2016, MUSA, Wien]

Surveillance and film

Reenactments : Medienpraktiken zwischen Wiederholung und kreativer Aneignung

Reenactments als Medienpraktiken des Wiederaufführens, Nacherlebens und Reaktualisierens sind nie »bloße« Wiederholungen dokumentierter oder fiktionaler Ereignisse, sondern stets kreativ-produktive Medienaneignungen, die ihrerseits neue mediale Formen schaffen. Am Beispiel von Verfahren der bildenden Kunst, des Theaters und des Films, anhand populärkultureller Praktiken der Geschichtsaneignung und des Literaturtourismus und anhand von Reinszenierungen in der Alltagsinteraktion geht der Band der Frage nach, welche Bedeutung dem Rekurs auf mediale Repräsentationen (Filme, Bücher, Computerspiele) zukommt. Mit Beiträgen aus der Ethnologie, der Kultur-, der Medien-, der Geschichts- und der Literaturwissenschaft sowie der Linguistik.

Recomposing art and science : artists-in-labs

Oh so pretty : punk in print 1976 - 1980 ; the Mott Collection

A compelling visual portrait of a time, place, and subculture that raised a middle finger to modern society Oh So Pretty: Punk in Print 1976-80 is an unrivalled collection of visually striking ephemera from Britains punk subculture. It presents 500 artefacts - 'zines,' gig posters, flyers, and badges - from well-known and obscure musical acts, designers, venues, and related political groups. While punk was first and foremost a music phenomenon, it reflected a DIY spirit and instantly recognizable aesthetic that was as raw and strident and irrepressible as the music. As disposable as the items in this book once were, together they tell a story about music, history, class, and art, and document a seismic shift in society and visual culture.

Karolin Klüppel, Kingdom of girls

Hokusai : a life in drawing

Leibniz’ Philosophie : über die Einheit von Metaphysik und Wissenschaft

Findings on light

Dock of learning : Design von, als & jenseits von Wissen

Vorträge im Rahmen des Symposiums "Port of Knowledge" ; [eine Dokumentation des Symposium am 2. und 3. Juli 2014 an der Muthesius Kunsthochschule, Kiel]

Von der Schwierigkeit, vernünftig zu sein

Vom Eigensinn der Dinge : für eine neue Perspektive auf die Welt des Materiellen

William Kentridge, Thick time : Installationen und Inszenierungen

[... anlässlich der Ausstellung "William Kentridge: Thick Time, Installationen und Inszenierungen", 21. September 2016 - 15. Januar 2017, Whitechapel Gallery, London ; 16. Februar - 18. Juni 2017, Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk ; 29. Juli - 5. November 2017, Museum der Moderne Salzburg

Slow cinema

Sensing place : mediatising the urban landscape ; zur medialen Durchdringung des urbanen Raums

Was bedeutet es, wenn soziale Onlineplattformen und Geoinformationsdienste ihre Daten zusammenlegen? Wie verändert sich unser Verhalten, wenn wir per Smartphone abrufen können, welche Freunde sich gerade in der Nähe befinden? Wie lassen sich Sensoring- und Monitoring-Daten für die Planung urbaner Infrastrukturen nutzen? ‹Sensing Place› untersucht die mediale Durchdringung des urbanen Raums und fragt nach den Auswirkungen der Überlagerung von physischem Stadtraum und virtuellem Informationsraum. Elf künstlerische Positionen und vier theoretische Beiträge befassen sich mit den Auswirkungen dieser Verschmelzung auf unsere Wahrnehmung.

Seien wir realistisch : neue Realismen und Dokumentarismen in Philosophie und Kunst

Dokumentarische Kunstpraktiken haben derzeit Hochkonjunktur, ob in Fotografie, Film, Theater, performativen Kunstexperimenten oder Literatur. Über einen »neuen Realismus« wird in der Philosophie ebenso wie in der künstlerischen Produktion diskutiert. Ein postkonstruktivistischer Realismus misstraut der Repräsentation, weiß um die Gemachtheit der Darstellung und will auf die Selbstreflexivität künstlerischer Praktiken nicht verzichten. Doch weder ist den gegenwärtigen Realismen das Begehren nach unmittelbarer Wirklichkeitserfahrung fremd, noch verzichten sie auf Wirklichkeitskritik und politische Intervention. Immer wieder geht es um die Herstellung einer Berührung mit Wirklichkeit und einer Wirklichkeit der Berührung, des Affekts – in der Einflechtung des ›Rohmaterials‹ ins Artefakt, der Restitution einer Erfahrung im Reenactment oder der Arbeit mit Zeugen und ›Experten des Alltags‹ in Film und Theater.

»Wo aber Gefahr ist, wächst/Das Rettende auch […]« : Philologie als Rettung

Susanne Kriemann, P(ech) B(lende) : library for radioactive afterlife

... anlässlich der Ausstellungen von Susanne Kriemann "Pechblende (Prolog)" im Prefix Institute of Contemporary Art, Toronto und "Pechblende (Kapitel 1)" in der Schering Stiftung, Berlin

Lisa Hoffmann, Meersucht : an Bord der MV Atlantic Companion

Ausstellung an der Muthesius Kunsthochschule, 23.6. - 10.7.2016

Gutes böses Geld - eine Bildgeschichte der Ökonomie

... anlässlich der Großen Landesausstellung des Landes Baden-Württemberg "Gutes böses Geld. Eine Bildgeschichte der Ökonomie", 5.3. - 19.6.2016 ; eine Ausstellung der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden in Kooperation mit Casino Baden-Baden, Stadtmuseum Baden-Baden und Theater Baden-Baden

Röntgenblick und Schattenbild : Genese und Ästhetik einer neuen Art von Bildern

Sung Soo Koo, Photogenic drawings : ... in conjunction with the ILWOO photography prize 2010

| Highly aesthetic, artificially made images of flowers—a commentary on our concept of nature? | Recipient of the Ilwoo Photography Award 2011

Pop : ein Panorama der Gegenwart

Von Helene Fischer bis zu Sunn O))), von den Waldschraten des Neo-Folk bis zum queeren Pop von Antony, vom Männlichkeitskult des Hip-Hop bis zum Minimal-Technorausch im Berliner Berghain: Popmusik ist die wichtigste Kunstform der Gegenwart, keine andere reagiert so direkt und schnell auf die Verfassung unserer Zeit. Jens Balzer liefert eine Gegenwartsdiagnose des Pop: einer Musik, die das rasende Tempo der digitalisierten Kultur spiegelt, das Glück und die Qual endloser Möglichkeiten, die Sehnsucht nach Ruhe ebenso wie den Wunsch, dem Leben erst richtig Fahrt zu geben. Jeder Künstler erschafft sich seine eigene Welt zwischen Sound und Performance, sanften Klängen und schrillem Trash, Minimalismus und Größenwahn. Doch wie finden wir uns in dieser Vielfalt künstlerischer Welten zurecht? Was unterscheidet guten von schlechtem Pop? Und was verrät er uns über die Zeit, in der wir leben? Der renommierte Popkritiker Jens Balzer ist stets ganz nah dran, ob als Konzertbesucher, tanzend im Club oder in der Begegnung mit Künstlern und Bands. In diesem Buch skizziert er Strömungen, Charaktere, Trends und Konstellationen der letzten zehn Jahre und lässt so ein energiegeladenes Panorama des aktuellen Pop entstehen – der so viel mehr ist als nur Musik.

Fabrizio Plessi, Digital wall

Kunstausstellung der Ruhrfestspiele Recklinghausen 2016, Kunsthalle Recklinghausen, 4. Mai - 7. August 2016

Taryn Simon, Paperwork and the will of capital

Neighborhood technologies : media and mathematics of dynamic networks

Material, Experiment, Archiv : Experimentalfilme von Frauen

Film als Material erscheint in Zeiten umfassender technischer Umrüstungen auf Digitalität in neuem Licht; als materieller Speicher von Leben, als rhythmisiertes Produkt von Bewegung, als Ästhetik, als Technologie. Im Band werden­­ all diese Aspekte aufgegriffen im Blick auf eine besondere Filmsammlung in Deutschland, die die Arbeiten von Filmemacherinnen aus den 1980er Jahren archiviert; eine Zeit, in der Frauen verstärkt ‚Hand anlegten’: Weibliche Subjektivität, Sexualität, Wahrnehmung und Geschichte drückt sich aus im filmischen Material und erlaubt neue Fragen nach dem Verhältnis von Materiellem zu Immateriellem.

Im Banne der roten Hexe : Kino als Lebensmittel

Decolonizing nature : contemporary art and the politics of ecology

Das Erhabene im Kinofilm

Das Erhabene im Kinofilm : Ästhetik eines gemischten Gefühls / von Jihae Chung Die Untersuchung versucht das Filmisch-Erhabene als eine Beschreibungseinheit für gegenwärtige Kinofilme zu etablieren, die operationalisierbar ist und damit interpretatorische Willkürlichkeit zu vermeiden hilft. Die Untersuchung geht von einer Grundannahme aus, dass die Erfahrungspotenziale des Filmisch-Erhabenen neben seiner thematischen Entfaltung bereits in den formalen Dimensionen eines Filmtexts, das heißt, in seinen audiovisuellen wie narrativen Strukturen eingeschrieben sind. Um das Filmisch-Erhabene als solches identifizieren zu können, wurde eine umfangreiche Zuschreibungssystematik entwickelt, welche anhand einiger Filmanalysen exemplifiziert worden ist. Angesprochen werden sollen damit Filmtheoretiker, die neue Lesarten und ein operationalisierbares Ana-lyseraster des Filmisch-Erhabenen benötigen, Filmemacher, die nach erhabenheitsbezogenen ästhetischen Möglichkeiten suchen und schließlich die Filmzuschauer, die bereit sind, sich verschiedene Rezeptionsstrukturen des Filmisch-Erhabenen anzueignen und zugleich ihr bisher unverbalisierbar gemischtes, dennoch evidentes Gefühl bei der Filmrezeption ergründen wollen.

What urban media art can do : why when where & how?

Esther Stocker, Verrückte Geometrie

Die Auflösung und Zerlegung exakter Formen ist für Esther Stocker Ausgangspunkt von Malereien, Fotoarbeiten, Installationen und Interventionen an Fassaden. Ihre Arbeiten entwickelt sie als System geometrischer Zeichen- und Rastersysteme in Schwarz-Weiß-Grau. Diese erweitert sie auch in die dritte Dimension und verändert durch künstlerische Eingriffe Raum und Architektur, wobei bewusste Störungen und optische Brüche einen wichtigen Bestandteil bilden. Das Kunstbuch dokumentiert das umfangreiche Schaffen der in Wien lebenden Künstlerin mit einem Schwerpunkt auf dem malerischen Werk und den raumgreifenden Installationen. Ergänzt wird es durch einen kunsthistorischen Essay von Karine Tissot und ein vertiefendes Gespräch, das Günther Oberhollenzer mit der Künstlerin geführt hat.

Music mit Wurzeln im Äther : Interviews mit und Essays über sieben amerikanische Komponisten

Freibeuterschriften : Aufsätze und Polemiken über die Zerstörung des Einzelnen durch die Konsumgesellschaft

Körper, Tod und Technik : Metamorphosen des Kriegsfilms

Kriegsfilme nehmen uns mit: in Zeit und Raum, indem sie uns an die Schauplätze historischer Konflikte und militärischer Auseinandersetzungen versetzen, vor allem aber emotional, indem sie uns zu Zeugen technifizierter Gewalt, körperlicher Verstümmelung und kollektiven Sterbens machen. Thomas Elsaesser und Michael Wedel zeichnen den grundlegenden ästhetischen Wandel des Hollywood-Kriegsfilms in der jüngeren Vergangenheit nach. Ausgangspunkt ihrer Betrachtung ist jener historische Moment, an dem er eine doppelte Metamorphose durchläuft. Ende der siebziger Jahre nämlich erfolgt eine reflexive Brechung, die kritisch mit der ästhetischen Form des Genres umgeht und nach seiner Verstrickung in die Wahrnehmung und Realität des Dargestellten fragt. Zugleich transformiert es sich immer intensiver zu einem »body genre«, in dem eine über sinnliche Ansprache vermittelte Darstellung von Kriegsgeschehen als Reflexion am Körper, mit dem Körper geschieht. In prägnanten Einzelanalysen spannen die Autoren einen Bogen von Francis Ford Coppolas Apocalypse Now (1979) über Steven Spielbergs Saving Private Ryan (1998) bis hin zu aktuellen Beispielen des Genres, um die ästhetischen Prämissen und kulturellen Resonanzen dieses Wandels bis in die Gegenwart hinein offenzulegen. Wie gehen Kriegsfilme mit ›Geschichte‹ und traumatischen gesellschaftlichen Ereignissen um? Wie nehmen sie mediale Diskurse auf und verwandeln sie in ein ›affektives Gedächtnis‹? Inwiefern spiegelt sich in ihnen die neue Qualität asymmetrischer militärischer Antagonismen und heterogener Formen von ›Gemeinschaft‹ in einer globalisierten Welt? Was schließlich sagen sie über eine Kultur aus, die sich in diesen Filmen Instrumente schafft, um die tödliche Gewalt moderner Militärtechnik, die Grenzen und Entgrenzungen subjektiven Körperempfindens ästhetisch auszutesten – auf der Seite der auf der Leinwand handelnden und leidenden Figuren ebenso wie auf der der Zuschauer im Kino?

Im Medium erklingt die Zeit : technologische Tempor(e)alitäten und das Sonische als ihre privilegierte Erkenntnisform

Der hörbare Klang ist nur die Spitze des Eisbergs komplexer Zeitverhältnisse, die im Spektrum des Sonischen kundtun. Es ist ein ebenso temporales wie auratisches Feld, das sich von der Akustik über Klang und Rhythmus, Schwingung und Frequenz bis hin zur elaborierten dramaturgischen Zeitordnung des Musikalischen aufspannt. Die Argumentation des vorliegenden Bandes ist jedoch keine musikwissenschaftliche, sondern verficht eine genuin medientheoretische These: In ihrer physikalischen, technischen und symbolischen Prozessualität sind Klangweisen der zeitlichen Dynamik operativer Medientechnologien, nämlich ihren Oszillationen und Algorithmen, wesensverwandt.

Ulu Braun, Formation der Wesen

Ulu Braun zählt zu den renommierten Videokünstlern einer jüngeren Generation. Mit seinen Videocollagen hat er innerhalb der Videokunstszene ein neues Genre etabliert. Dabei verwendet er selbst gedrehtes Material sowie Found Footage, welche in einem komplexen Verfahren zu neuen Szenarien zusammengebaut werden. Braun wurde u.a. mit dem Deutschen Kurzfilmpreis "Bester Experimentalfilm" (2013) ausgezeichnet. Die Publikation gibt einen Einblick in sein jüngeres Schaffen. Sie entstand im Kontext dreier Ausstellungen, die in den Kunstvereinen Ludwigshafen, Bochum und Konstanz 2013/2014 gezeigt wurden.

Art in the making : artists and their materials from the studio to crowdsourcing

Angelika Arendt, Skulptur & Zeichnung

Die Künstlerin Angelika Arendt widmet sich einem Oeuvre, das schon die alten Meister faszinierte, und zeigt Tusche als zeitloses Stilmittel. Ihre filigranen Zeichnungen führen uns quer durch das Bild, man versinkt und verliert sich darin, bis man wieder aus dem Labyrinth von Linien herausfindet. Es ist die Vielfältigkeit der Strukturen und Ebenen, die auf Papier zum Ausdruck gebracht werden. Arendts Skulpturen stellen physisch dar, was vorher zeichnerisch umgesetzt wurde: das Herauswachsen der Linien, Formen und Farben in den Raum. Dieser Katalog zeigt ihre aktuellen Arbeiten, die wie das Medium selbst zeitlos bleiben. ....... anlässlich der Ausstellung "Angelika Arendt - Falls Ihr Keine Augen im Kopf habt - Skulptur & Zeichnung", 07.03.-05.04.2014, C & K Unterwegs Galerie, Berlin.

An der Oberfläche : On surfaces

von Rodin bis De Bruyckere ; die Oberfläche als Bedeutungsträger in der Skulptur ; [... anlässlich der Ausstellung "An der Oberfläche_On Surfaces. Von Rodin bis De Bruyckere. Die Oberfläche als Bedeutungsträger in der Skulptur", 2. Juli bis 23. Oktober 2016, Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum - Zentrum für internationale Skulptur, Duisburg]

Michael Venezia, Painting

[... anlässlich der Ausstellungen "Michael Venezia - Versionen", Kunstverein Heilbronn, 6. Februar - 29. Mai 2016 ; "Michael Venezia - Versions", Häusler Contemporary Zürich, 10. Februar - 30. April 2016

Tierethik zur Einführung

Kinomagie : was geschah wirklich zwischen den Bildern?

[die Sammlung Werner Nekes] ; [Ausstellung im Metro Kinokulturhaus Wien vom 6. Oktober 2015 bis 30. März 2016]

Im Zwischenraum der Bilder : der Film als Experimentalfeld der Pop Art

In den sechziger Jahren wird der Film für viele bildende Künstler zur Ausdrucksform der Gegenwart. In welchem Verhältnis stehen die Filmexperimente zum künstlerischen Gesamtwerk, welchen Bedingungen unterliegt die Arbeit zwischen den Institutionen Kunst und Kino? In einer exemplarischen Auswahl werden Filme von europäischen und amerikanischen bildenden Künstlern vorgestellt, die im weiteren Umfeld der Pop Art verortet werden können. Untersucht werden neben den Filmen und den Umständen ihrer Produktion und Aufführung auch die Wechselbeziehungen zwischen filmischen und künstlerischen Praktiken. Diese gegenstandsbezogene historische Darstellung ist eingebettet in grundlegendere theoretische Fragestellungen hinsichtlich der intermedialen Verfasstheit der popkulturellen Wende in der Kunst und ihrer bildwissenschaftlichen Konsequenzen.

Die Körper des Kinos : für eine fröhliche Filmwissenschaft ; Annette Brauerhoch zum 60. Geburtstag

Cy Twombly - Drawings : 1972 - 1979

Control : digitality as cultural logic

Alicia Paz, The garden of follies

... anlässlich der Ausstellung "Alicia Paz. The Garden of Follies" im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg, 29. November 2015 bis 6. März 2016

Ästhetik des Drastischen : Welterfahrung und Gewalt im Horrorfilm

Writing the comedy movie

When the machine made art : the troubled history of computer art

The autobiography of video : the life and times of a memory technology

Art history for filmmakers : the art of visual storytelling

Osram seven screens

Die SEVEN SCREENS sind eine einzigartige lichttechnologische Plattform für wechselnde Kunstprojekte in München. Mit dem künstlerischen Konzept einer variierenden Bespielung im Rahmen eines anspruchsvollen Formates stellen sie ein Unikum der Kunst im öffentlichen Raum dar. Tagtäglich passieren bis zu 30 000 Menschen das Kunstprojekt, das so zu einem viel beachteten Wahrzeichen der bayerischen Landeshauptstadt geworden ist. Seit 2006 werden im halbjährlichen Wechsel Projekte präsentiert, die spezifisch auf die räumliche Situation reagieren. In den vergangenen fünf Jahren realisierten bereits neun international renommierte Künstler Arbeiten für die sieben LED-Stelen am Firmenhauptsitz des Leuchtmittelherstellers OSRAM. In ihren Projekten reizen die Künstler das formale und ortsspezifische Spannungsfeld der Lichtstelen mit erzählerischen, abstrakten und interaktiven Ansätzen aus.

Bernhard Leitner, Skizzenbuch Notation Ton-Räume

Hacking habitat : art of control ; art, technology and social change

System Pop

Der hörbare Raum : Entdeckung, Erforschung und musikalische Gestaltung mit analoger Technologie

Raum ist ein zentraler Aspekt der elektroakustischen Musik und findet in diesem medialen Genre im Vergleich zu historischen Musikgattungen anders und neuartig Verwendung. Seit Beginn der um 1950 begründeten Gattung entstanden zahlreiche spezielle Raumklanggeräte für diese Musik, teilweise mit aktiver Beteiligung der Komponisten. Die Geräte und ihre Technologie prägen damit auch die Musik.

Architectural robotics : ecosystems of bits, bytes, and biology

Theorien der Literatur- und Kulturwissenschaften : eine Einführung

Bernd Stiegler stellt die wichtigsten Theorien für die Literatur- und Kulturwissenschaften von Friedrich Schleiermacher bis W.J.T. Mitchell vor. In knappen Porträts bietet er eine Einführung in Hermeneutik, Psychoanalyse, Dekonstruktion, Gender Studies und weitere Theorien, die für die Geisteswissenschaften von Bedeutung sind. Zu jeder Theorie wird auf einschlägige Texte verwiesen.

Auf den Spuren ökologischen Bewußtseins : eine Analyse des Gesamtwerks von Gregory Bateson

“They only see what they want to see” : Geschichte des unzuverlässigen Erzählens im Spielfilm

Durch Filme wie Fight Club oder The Sixth Sense ist unzuverlässiges Erzählen zur Jahrtausendwende in der Filmwissenschaft ebenso in den Blickpunkt gerückt wie beim Publikum. In diesem Zusammenhang bleibt jedoch häufig verborgen, dass unzuverlässiges Erzählen im Spielfilm fast so alt ist wie das Kino selbst. Geschichte des unzuverlässigen Erzählens im Spielfilm liefert eine filmhistorische Untersuchung des Phänomens erzählerischer Unzuverlässigkeit anhand von mehr als 200 relevanten Filmen aus der Zeit zwischen 1895 und 2000. Diese Untersuchung zeigt auf, dass unzuverlässiges Erzählen auf einer geringen Zahl von Erzählmustern basiert, welche im Laufe der Zeit Veränderungen unterworfen sind. Ein zweiter Analyseschritt weist nach, dass From und Häufigkeit von unzuverlässigem Erzählen sowohl durch Innovationen in der filmischen Aufführungs- und Auswertungspraxis als auch durch gesamtgesellschaftliche Faktoren beeinflusst werden. Im Anhang erfolgt eine systematisierte Auflistung relevanter Filmbeispiele mit Verweisen auf ihre Behandlung in der weiteren Forschungsliteratur.

The nutshell technique : crack the secret of successful screenwriting

Sound : an acoulogical treatise

Peter Jackson

NO-ISBN : on self-publishing

Ein Buch über Bücher, die aus der Reihe fallen und sich dem internationalen System des Warenaustauschs entziehen. Ein Register, das 1.800 Veröffentlichungen auflistet, sie alle kursieren ohne ISBN-Index, sind auf Papier gedruckt und jüngeren Datums. Ein Verzeichnis von Mikro- und Fanzinemessen aus vier Kontinenten, ein Abriss der Mediengeschichte, Manifeste der zeitgenössischen Avantgarden. Dazwischen Texte zum internationalen Boom an Künstlerbüchern, verfasst von Akteuren des Selbstverlegens. Dieser erste, reich illustrierte Reader wurde von einem Herausgeberteam zusammengestellt, das Konzeptkunst, Medienphilosophie und Kulturwissenschaft auf sich vereint. So bietet es eine Navigationshilfe, um sich ein neues, bislang unbekanntes Terrain zu erschließen. NO-ISBN versammelt eine kurze Mediengeschichte vom Buchdruck bis in die elektronische Gegenwart, ein Register der NO-ISBN, ein Verzeichnis der Kunstbuch- und Fanzinemessen, Manifeste der historischen und aktuellen Avantgarden sowie Texte zu Künstlerbüchern und dem Phänomn des Selbstpublizierens.

Ich

.. anlässlich der Ausstellung "Ich", Schirn Kunsthalle Frankfurt, 10. März - 29. Mai 2016

Harmonograph : a visual guide to the mathematics of music

Gay directors, gay films? : Pedro Almodóvar, Terence Davies, Todd Haynes, Gus Van Sant, John Waters

Bild und Interface : zur sinnlichen Wahrnehmung digitaler Visualität

Völlig neue Bild- und Erfahrungswelten versprechen die jüngsten Produkte der Medienindustrie ihren Usern. Euphorisch investieren Google, Microsoft und Co. Unsummen in digitale Medientechnologien wie Virtual-Reality-Displays. Jeder Blockbuster muss in 3D gedreht werden. Entwicklungen wie diese verdeutlichen nicht nur den hohen Stellenwert, der sowohl der technologischen Seite als auch den ästhetischen Strategien visueller Medien zukommt. Sie werfen auch eine Reihe von Fragen auf: Wie adressieren multimodale Medienarrangements die Sinne der Rezipienten? Welche Rolle spielen Technologie und Wahrnehmung bei der Modellierung von Bildwirkungen?

Animation cinema workshop : film, video, digital ; from motion to emotion

Hanan al-Cinema : affections for the moving image

Motion graphics : animations & logos

Kunst und Dorf : künstlerische Aktivitäten in der Provinz

Gayle Chong Kwan, Giulia Giannola, Invisible twinning

Invisible Twinning befasst sich mit dem Thema 'Gesundheit' als Gleichgewicht gesellschaftlicher und persönlicher Ebenen und der Art und Weise, wie Menschen Ressourcen in der Stadt teilen. Anhand inoffizieller Städtepartnerschaften, die die vielfältige Bevölkerung Berlins widerspiegeln, untersucht das Projekt die Tradition innerstädtischen Gartenbaus, und untersucht die unterschiedlichen Nutzungen der geernteten Früchte und Gemüse. Die Publikation Invisible Twinning erscheint im Rahmen der Asien-Pazifik-Wochen 2011 am Haus der Kulturen der Welt in Berlin.

Interactive architecture

Peter Fischli, David Weiss, How to work better :

on the occasion of the exhibition "Peter Fischli, David Weiss: How to Work Better", Solomon R. Guggenheim Museum, New York, February 5 - April 20, 2016 ; Museo Jumex, Mexico City, June 9 - September 17, 2016

Facing forward : art & theory from a future perspective

The project ’Facing Forward’ started with a collaboration between five institutions: the Stedelijk Museum Amsterdam, the Amsterdam School for Cultural Analysis at the University of Amsterdam, De Appel arts centre, W139, the Stedelijk Museum Bureau Amsterdam and the art magazine Metroplis M. Having previously organized the lecture series and publications ’Right About Now: Art & Theory in the 1990s’ (2005/2006) and ’Now is the Time: Art & Theory in the 21st Century’ (2008/2009), the organizing committee decided to take the final step in this timeline and turn its attention to the far horizon. Informed by a shared interest in the role that history, speculation, and utopianism play in the field of contemporary art and design (as well as the larger context of global, socio-economic and political developments), a selection of seven themes emerged from the conversations of the initial organizers. These would eventually shape the seven lecture and discussions events - collected in this volume of essays - publicized under the banner Art & Theory From a Future Perspective. A great number of internationally renowned speakers were invited to reflect on the proposed themes during often sold-out events, which were presented at the Oude Lutherse Kerk in Amsterdam in 2011/2012. Yet, however compelling our desire as organizers to go beyond the framework of contemporary events and the current interest, well-nigh obsession, with history, it is obviously an illusion to think that we can escape the past by means of a turn towards the future.

Ex-formation

Erzählstimmen im aktuellen Film : Strukturen, Traditionen und Wirkungen der Voice-Over-Narration

Die Voice-Over-Narration wurde bislang nur als unbedeutendes Erzählphänomen des Films betrachtet und daher kaum untersucht. Dies mag an der scheinbaren Dominanz liegen, welche die Stimme eines Erzählers über die visuelle Narration eines Films auszuüben vermag. Jedenfalls trug dieser Umstand unter anderem dazu bei, dass die Voice-Over-Narration lange als ein inadäquates Behelfsmittel für den Film angesehen wurde. Im klassischen Erzähl-Kino wurde die Voice-Over-Narration zur Bestätigung des visuellen Geschehens eingesetzt. Sie dient dazu Rückblenden ein- oder auszuleiten, Übergänge zwischen einzelnen Handlungssequenzen zu schaffen oder zeitliche und räumliche Wechsel deutlich zu machen. Erzählstimmen können dem Zuschauer aber auch einen tieferen Einblick in die Gedankenwelt der Figuren ermöglichen und so zu einer maßgeblich subjektivierten Erzählperspektive führen. Gleichzeitig üben Erzählstimmen eine grundlegende Faszination auf den Zuschauer aus, da sie ihm das Gefühl vermitteln, von jener Stimme direkt angesprochen zu werden. Die Voice-Over-Narration verbindet das filmische Erleben des Sehens und Hörens, indem sie jene beiden maßgeblichen Informationsebenen parallel zueinander aktiviert und so miteinander, nebeneinander oder gar gegeneinander positioniert. Die komplexe Synergie aller Aspekte des filmischen Erlebens und Wahrnehmens treten in einem Film, in dem Erzählstimmen verwendet werden besonders deutlich zum Vorschein, da Bild und Ton als gleichwertige, sich gegenseitig bereichernde Partner verstanden werden. Demzufolge verbinden sich in der Voice-Over-Narration, mittels einer technischen und ästhetischen Koppelung, das Bild und die ursprünglichste Form der Erzählung – die orale Narration - zu einem ästhetisch-narrativen Tanz, der besonders häufig im aktuellen Film wahrgenommen werden kann.

Das andere Fernsehen?! : Eine Bestandsaufnahme des »Quality Television«

Schon seit 1996 wird in der Literatur- und Medientheorie mit dem Begriff des »Quality Television« (QTV) gearbeitet, der reguläres TV von dem »anderen« und besseren Fernsehen zu trennen sucht - ähnlich wie später »Art TV«, »Prestige TV« oder »Auteur Series«. Was genau sich hinter diesen Termini verbirgt, bleibt dabei oft im Vagen. Lassen sich konkrete Distinktionsmerkmale (kontroverse Themen, Kinoästhetik, Mehrfachcodierungen oder narrative Komplexität) festmachen? Sollte man einen engen und einen weiten QTV-Begriff verwenden, wobei letzterer auch bisher eher ausgeschlossene Formate wie Sitcoms beinhaltet? Oder hat der Ausdruck den Gegenstand überlebt, den er zu beschreiben sucht? Die Beiträge des Bandes geben Antworten.

Anticipatory systems : philosophical, mathematical, and methodological foundations

Das befremdliche Überleben des Neoliberalismus

Interactive architecture

Labor der Phantasie : Texte zu Literatur- und Wissensgeschichte

Materiality

Via Lewandowsky, Hokuspokus

erscheint anlässlich der Ausstellung "Via Lewandowsky. Hokuspokus", 3. Oktober 2015 - 31. Januar 2016, in der Kunsthalle zu Kiel und dem Museum der bildenden Künste Leipzig, 14. Februar - 29. Mai 2016

Ada Lovelace : die Pionierin der Computertechnik und ihre Nachfolgerinnen

Ada Lovelace schrieb 1843 das weltweit erste Programm für eine informationsverarbeitende Maschine.

The orientation of future cinema : technology, aesthetics, spectacle

Ästhetik der Materialität

Die 4. Revolution : wie die Infosphäre unser Leben verändert

Luciano Floridi, einer der weltweit führenden Informationstheoretiker, zeigt in seinem meisterhaften Buch, dass wir uns nach den Revolutionen der Physik (Kopernikus), Biologie (Darwin) und Psychologie (Freud) nun inmitten einer vierten Revolution befinden, die unser ganzes Leben verändert.

Die bezifferte Welt : wie die Logik der Finanzärkte das Wissen bedroht ; Postdemokratie III

Bio art : altered realities

Die Exklusive : zur Politik des ausgeschlossenen Vierten

Animierte Wunderwelten : eine Ausstellung und Publikation des Museum für Gestaltung Zürich

Prozessieren : die dritte, vernachlässigte Medienfunktion

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Mo - Do: 10.00 - 20.00 Uhr
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