Netze

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'Great things don't happen in tiny little increments.

All you geniuses, you're just modifying algorithms.’ [Lip, Shamless US]

Netze dominieren unsere Wirklichkeiten. Der tägliche Umgang mit Technologie vernebelt den Blick auf die radikalen Veränderungen, die im technischen Underground in atemberaubender Geschwindigkeit vor sich gehen.


Es ist quasi dringend konkret notwendig futuristisch zu operieren und avantgardistische Positionen einzunehmen. Theoretische Kunst trifft auf das römisches Straßennetz, human-kognitive Überforderung trifft auf unausgewogene Algorithmen. Diesem Speed und diesem Spiel müssen wir mit Intuition, Abstraktion, Affirmation und zur Erklärung dienenden Modellen begegnen.


Im praktischen Denken ist Präpotenz besser als Unsicherheit und Brutalität effektiver als Sensibilität. Im theoretischen Tun ist Intuition und Unschärfe gefragt. Die Geschichte dieses Spiels handelt von der Erzeugung von Ästhetik und Aktion durch Spannung und Konflikt.


Konsequente Forschung und freie Experimente, tägliche Hochspannung, harte Produkte und subversive Strategien sind notwendig um Entertainment und Widerstand zu produzieren. Es gilt dem vorherrschenden Neo-Biedermeier und Ornamentalismus eine Renaissance der Technik, des kritischen Denkens und eine Aufklärung des Wesens der Informationsverarbeitung, der Rechtssysteme, der Infrastruktur und der Organisation entgegen zu stellen.


Das ‘Black Mirror Institute’ (Lehrgebiet Netze) sind Räume an der KHM in Köln und offene und unzensurierte online Infrastrukturen und digitale autonome Zellen (Container), unterlegt mit technischen Regeln & juristischen Protokollen. Es handelt sich um durchstrukturierte und dadurch befreite reflexive Räume für Produktionsprozesse, grenzwertige Experimente und internationale Forschungskollaborationen.


Black Mirror Institute Channels:

- Internal Mailinglist (Studentinnen/KHM)

- Public Mailinglist  (News, Events, Lectures, Projects)

- Website http://blackmirror.institute

- Öffentlicher Kalender

- Twitter @BlackMInstitute

- Instagram @blackmirrorinstitute

Technologie & Forschung

Technikbereiche:

Darkweb/Tor, Lidar-Systeme, Adversarial Systems, Blockchain, Mobile/Apps, Bodycams, Algorithmic trading, Encryption, Face/Gesture Recognition/Interpretation, Server Side Scripting, Image Recognition, Algorithmen & Programmiersprachen, Internet of Things (IoT), Autonomous Vehicles & Lethal Autonomous Robots, Twitch/Streaming, Augmented/Mixed Reality, Networked/Remote Learning & Working, Git, AI/KI, IPV6, Datenkomprimierung, Docker, Clouds, Mesh Networks


Forschungsfelder:

Echtzeitpropaganda, Binary Primitivism, Transhumanismus, Theoretische Kunst, Serial Killer Detection Algorithms, Newspeak/NLP, Neue Malerei, Afro-Tech, Future Technologies, Social Credit System in China, Afrofuturismus, Parafiction/Consensual Hallucination, Online Stalking/Sexism/Racism, Datenmanagement, Affective Computing, Habitual Media, Netzwerkeffekte, Algorithmic War, Quantified Self, Erinnerung, Archivierung digitaler Kunst / Data Conservation, non-biased Algorithms, Cyberfeminism, Digitale Folklore, Branding, Neo-Biedermeier, NSA/GCHQ, Alt Right/Antifa, Psychopathologie, Hacking & Systemschwachstellen (Zero Days), Games/Gamification, Making/DiY, IP/Copyright/Copyleft, Ancestry/Heritage, Bio Art, DiY DNA Sequencing, synthetische Drogen, Algorithmische Regie, maschinenkuratierte Shows, Youtube/Vlogs, Finanzsysteme/Future Models of Money, Social Media, Digitale Konzeptkunst, Generative Kunst/Datenvisualisierung, Metadaten & Big Data, 8bit/Lo-Tec Music, Politik der Netze, Open Data, Digitaler Föderalismus, Psychopathologien, Alt-Right, Online Dating Systeme, Online Poker, Hacktivism, Online Porn, Werbetechnologien, Selbstlernende Systeme und Algorithmic Sovereignty, Datenjournalismus, Software Decay, Datafication, Online Crime


 Grundlagen
(Quasi fast alle Referenzen, Bücher, TV/Filme sind in der Bibliothek verfügbar, Semesterapparat):

Lehrende

Seminare

Get Rich or Die Tryin'

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Wir entwickeln kommerzielle Strategien und Produkte mit einem Fokus auf den afrikanischen und europäischen Absatzmarkt.


Die Teilnehmerinnen entwickeln Tools, Apps, online Services oder Systeme mit klar kommerzieller Absicht. Wir bieten Beratung in der Produktentwicklung und stellen Geräte und Infrastruktur zur Verfügung. Wir entwickeln Angebote ganz spezifisch für Afrika und Europa und ignorieren die breitgetrampelten Wege des vorherrschenden neoliberalen Denkens und Agierens (Silicon Valley). Die technischen Umsetzungen der Produktideen werden von den Studierenden selbst oder von afrikanischen/ osteuropäischen Programmiererinnen (remote) realisiert. Es sind also für die Teilnahme keine spezifischen technischen Kenntnisse vorausgesetzt.


Dazu gibt es quasi als Inspirationsquelle im Rahmen des Seminars eine bi-weekly Vorlesungsreihe und kritische Reflexion zur Morphologie bestehender Netzwerke, zu einer möglichen Kontingenztheorie der Technik und zu zeitgenössischen Technologien und Konzepten, beispielsweise IoT, digitaler Protektionismus, autonomous vehicles, AI, DeepAds, hashed experience, theoretische Kunst, digital colonialism, machinecurating, NPCs und digital decay.


Material: Studentinnen können sich vom Seminarbudget technische Komponenten und Geräte kaufen, um damit zu experimentieren, aber auch, um Installationen und Systeme zu bauen.


Das Seminar ist auf ein Jahr angelegt und beinhaltet OnlineOffline-Impulsvorträge, R&D, Projektarbeit, ein gemeinsames Jahresprojekt (Studienjahr 2018/19) und ergänzende Vorträge von Gästen.


Ort: Filzengraben 2, Atelier-/ Seminarraum Netze H 4.02 (Black Mirror Institute) 

Art des Seminars: Fachseminar Hauptstudium und weiterqualifizierendes Studium

Tag: Mittwoch

Zeitpunkt: 15-17h

Erster Termin: Mittwoch, 24.10.2018

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