Die Filmreihe KHM-Heimspiel im Wintersemester 2019/2020

KHM
Searching_Eva_Titel.jpg
"Searching Eva" von Pia Hellenthal

Die Reihe Heimspiel präsentiert und diskutiert aktuelle Filme von Absolvent/innen der KHM.

Termine
30. Oktober 2019 bis 8. Januar 2020
Aula der KHM
Filzengraben 2, 50676 Köln
jeweils mittwochs, 19 Uhr Eintritt frei

Seit 2003 lädt die KHM regelmäßig ehemalige Studierende ein, ihre Filme nach dem Studium an der Hochschule vorzustellen. Im Anschluss an die Vorführungen führen Professor/innen das Publikumsgespräch mit den anwesenden Regisseur/innen, Autor/innen, Bildgestalter/innen und Produzent/innen.


Mittwoch, 30. Oktober 2019, 19 Uhr

KHM-Heimspiel präsentiert "How to Sell Drugs Online (FAST)" – Spielfilmserie der btf für Netflix

Zu Gast: Philipp Käßbohrer (Buch und Produktion), Matthias Murmann (Produktion) und Lars Montag (Regie)

Moderation: Prof. Dietrich Leder
Weitere Informationen hier

Mittwoch, 4. Dezember 2019, 19 Uhr

KHM-Heimspiel präsentiert "Oray"
(Spielfilm, 2019, 100 Min.)

Zu Gast: Mehmet Akif Büyükatalay (Regie, Buch und Produktion), Bastian Klügel (Produktion), Christian Kochmann (Bildgestaltung)

Moderation: Prof. Didi Danquart
Weitere Informationen hier


Mittwoch, 11. Dezember 2019, 19 Uhr

KHM-Heimspiel präsentiert "Klasse Deutsch" (Dokumentarfilm, 2018, 89 Min.)
Zu Gast: Florian Heinzen-Ziob (Regie und Buch) und Enno Endlicher (Bildgestaltung)

Moderation: Prof. Ulrike Franke
Weitere Informationen hier


Mittwoch, 18. Dezember 2019, 19 Uhr

KHM-Heimspiel präsentiert "Searching Eva"
(Dokumentarfilm, 2019, 90 Min.)

Zu Gast: Pia Hellenthal (Regie und Buch), Janis Mazuch (Bildgestaltung), Erik Winker und Martin Roelly (Produktion)

Moderation: Prof. Maris Pfeiffer
Weitere Informationen hier


Mittwoch, 8. Januar 2020, 19 Uhr

Literatur Spezial: Neue Romane von Filmautor/innen
​​​​​​​und Absolvent/innen der KHM

"BENZIN" von Gunther Geltinger
"WAT IS , RAMI?" von Rami Hamze
"DER GROSSE GARTEN" von Lola Randl
"111 Wiener Orte und ihre Legenden" von Sophie Reyer
​​​​​​​Moderation: Prof. Dietrich Leder, Andreas Altenhoff
Weitere Informationen hier

Redaktion — Ute Dilger

Aus dem Vorwort der Filmreihe im Wintersemester 2019/2020:

Worte. Eva Collé, Berlin-based, sexworker, writer, musician. Geflüstert wie klingende Gedanken in tiefer Schwärze werden sie zum Chor, der nur noch verstummen kann, damit die Reise losgeht. Die Suche nach Eva? I date guys and I masturbate to lesbian porn, do you think that's weird? Eva, die keinen Namen haben will und kein Ende dieser Reise: Wer bin ich? – "Searching Eva" von Pia Hellenthal wurde in diesem Jahr auf der Berlinale uraufgeführt.

Worte werden zu Bildern, immer wieder, in "How to Sell Drugs Online (Fast)", bis sie flimmern, mit ihren Emoticons verschwimmen und man sie nicht mehr versteht – und vielleicht genauer in die Gesichter schaut? Oder wieder, anders hinhört in eine Welt, die so neu aussieht, wie ihre Geschichte alt ist? Boy meets Girl. Aber die Version 2.0, "How to Sell Drugs Online (Fast)", inszeniert u. a. von Lars Montag, geschrieben und produziert von Philipp Käßbohrer und Matthias Murmann, läuft als fiktionale Serie erfolgreich bei Netflix.

Ein Wort nur – dreimal ausgesprochen in "Oray" – löst eine Odyssee aus, die Trennung und Neuanfang ist, und die Suche zu einem Lebenswerk macht, das sich auch hier schließlich in einem Gesicht spiegelt, das zur Landkarte eines Lebens geworden ist. "Oray" von Mehmet Akif Büyükatalay wurde auf der Berlinale 2019 mit dem Preis für den besten Erstlingsfilm ausgezeichnet.

Und du? Kannst du Worte? Deutsche Worte? Musst du können. Sie können dein Leben sein. Das hier ist "Klasse Deutsch": Bitte Frau Vicco, bitte. Wie sich der Gesichtsausdruck der Lehrerin verändert und lange bevor sie antwortet, klar ist, der Bitte wird stattgegeben. Man liebt Frau Vicco für ihre Zugewandtheit, freut sich über ihre Kraft und Empathie. Worte, die Mut machen, Worte, die Wege aufzeigen. Nie verliert diese Lehrerin den Kontakt. Klasse Deutsch von Florian Heinzen-Ziob war der Publikumsliebling in Lünen.

Und wieder Worte, aufgeschrieben, die Bilder nur noch im Kopf, aber dafür umso reicher und freier. Jetzt haben sie ein eigenes Leben, jetzt sind sie sie selbst. Von Gunther Geltinger, von Rami Hamze, von Lola Randl, von Sophie Reyer, Widerworte gegen das Nicht-Sehen im Kopf. Grenzgänge. Romane. Und heute: Stimmen. Ich mag Worte. In jedem verdammten Aggregatzustand. Du, Maris? Absolut. Nach einem Blick, einem Gefühl, einer Berührung sind sie der Anfang von allem. (Vorwort von Prof. Maris Pfeiffer und Prof. Markus Busch)

Zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit verwenden wir Cookies.
Durch die Nutzung unserer Webseite stimmen Sie unseren Datenschutzbestimmungen zu und erlauben uns die Verwendung von Cookies.
Bitte warten