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The Damaged Planet – Solidarität mit unserem verletzten Planeten

KHM

Eine Veranstaltungsreihe der Kunsthochschule für Medien ab dem Wintersemester 2021/22.

27. Oktober, 25. November 2021 und 27. Januar 2022, 19 Uhr, Aula und online
Filzengraben 2
50676 Köln

Coronabedingt bitten wir um eine Anmeldung per Mail:  thedamagedplanet@khm.de
Es gelten die 3G-Regeln.


Die ökologische Krise wird laut des jüngsten IPCC-Berichts (Intergovernmental Panel on Climate Change) innerhalb einer Generation alle Lebewesen auf dem Planeten existenziell bedrohen, auch in Deutschland. Die Notwendigkeit einer globalen sozial-ökologischen Transformation innerhalb von kürzester Zeit stellt eine gewaltige Herausforderung dar, sie macht auch vor den Künsten nicht Halt und verändert deren Rolle grundlegend. In den letzten Jahren wurden zunehmend Fragen eines Weltverhältnisses artikuliert, transhumanistisch, postkolonial, ökonomie- und institutionskritisch. Künstler*innen und Aktivist*innen ringen um Handlungsoptionen. Sie fordern eine Weltgesellschaft, in der wir uns solidarisch mit der Erde als Organismus verhalten.

Doch was bedeutet es, sich um diesen verletzten Planeten zu kümmern? Dazu gehört ganz konkret, das eigene Selbstverständnis, die eigenen Institutionen und das eigene Handeln zu hinterfragen und zu ändern. Ob in Bereichen der Stadtentwicklung, der Globalisierungsfragen – in Rechtsprechung wie Ökonomie –, der Digitalisierung oder in den Naturwissenschaften, ob sozial oder medial-diskursiv gewendet, stellt sich das neue Aufgabengebiet unseres Arbeitens als eines dar, das die Problemstellung als „verbundene“ wahrnimmt. Deswegen ist es der KHM als Kunsthochschule ein Anliegen, Akteur*innen mit genau diesen diversen Zugängen zusammenzubringen.


Die Veranstaltungsreihe der KHM beginnt mit der Erdsystemforscherin und Meeresbiologin Antje Boetius und dem Dramaturgen Frank M. Raddatz über das gemeinsame Projekt Theater des Anthropozän hören. Uriel Orlows recherchebasierte und multidisziplinäre Praxis nimmt Pflanzen als politische Akteure wahr und beschäftigt sich mit den Geistern des Kolonialismus. Aneta Rostkowska, die Leiterin der Temporary Gallery in Köln, spricht über ihrer kuratorische Praxis, in der das emanzipatorische Potenzial von Pflanzen eine besondere Rolle spielt, und der Naturführer und Waldpädagoge Michael Zobel führt uns zu einer Exkursion in den Hambacher Wald.


Organisator*innen: Pascal Dreier, Beate Gütschow, Thomas Hawranke, Ute Hörner, Fatima Kastner, Isabell Lorey und Kathrin Röggla.


Programm im Wintersemester
Antje Boetius und Frank M. Raddatz: Theater des Anthropozän

Mi, 27.10.2021, 19 Uhr, Aula


Uriel Orlow: Conversing with Leaves

Do, 25.11.2021, 19 Uhr, online


Michael Zobel: Wald statt Kohle — Waldspaziergang im und am Hambacher Wald
Do, 16.12.2021, 13.30 Uhr, Treffpunkt folgt per Mail nach Anmeldung


Aneta Rostkowska: Moss time. Towards vegetal curating
Do, 27.01.2022, 19 Uhr, Aula


Redaktion — Juliane Kuhn
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