20 Jahre First Steps

KHM
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Isabel Prahl, Jan Krüger, Luzia Schmid (Foto: Thekla Ehling) und Jan Bonny

Der Nachwuchspreis für die besten Abschlussfilme an deutschsprachigen Film- und Kunsthochschulen feiert Jubiläum! Wir diskutieren mit den KHM-Absolvent/innen Jan Bonny, Jan Krüger, Isabel Prahl und Luzia Schmid. Moderation: Prof. Dietrich Leder und Andrea Hohnen

Termine
Mittwoch, 15.01.2020, 19 Uhr
Aula, Filzengraben 2, 50676 Köln, Eintritt frei
Moderation: Andrea Hohnen und Prof. Dietrich Leder

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des First Steps Award, dem Nachwuchspreis für die besten Abschlussfilme an deutschsprachigen Film- und Kunsthochschulen, reflektieren vier geladene KHM-Absolvent/innen über ihre „ersten Schritte“ nach dem Studium an der KHM und ihre Arbeit heute sowie die Bedeutung von Auszeichnungen und Förderungen für den Einstieg in die künstlerische Praxis und in den Beruf. Isabel Prahl, Luzia Schmid, Jan Bonny und Jan Krüger waren mit ihren Abschlussarbeiten an der KHM beim First Steps Award nominiert oder erhielten die Hauptpreise. Das Gespräch führen Andrea Hohnen, Leiterin First Steps von 2000 bis 2019, und Dietrich Leder, seit 1994 Professor an der KHM.

Jan Bonnys 2007 für den FIRST STEPS Award nominierter Spielfilm „Gegenüber“ feierte seine Premiere beim Festival von Cannes. Zu seinen folgenden Arbeiten gehören der viel diskutierte, für den Grimmepreis nominierte „Polizeiruf 110 – Der Tod macht Engel aus uns allen“ mit Lars Eidinger, die Filmserie „Rheingold“ für die Berliner Volksbühne und die Spielfilme „Wintermärchen“ und „Über Barbarossaplatz“. Bonny ist des Weiteren Regisseur von Musik- und Experimentalfilmen sowie von über 150 Werbefilmen, z.T. gemeinsam mit Sonja Heiss und Alex Wissel. Zuletzt lief der ZDF-Film „Wir wären andere Menschen“ auf dem Film Festival Cologne, 2020 wird der SWR-Tatort „Masken“ ausgestrahlt. Jan Bonny studierte von 2001 bis 2006 an der KHM mit Schwerpunkt Spielfilm und Werbung.

Jan Krügers kurzer Abschlussfilm „Freunde/The Whiz Kids“ gewann 2001 u.a. den Silbernen Löwen bei den Filmfestspielen von Venedig. Seine Spielfilme „Auf der Suche“ mit Corinna Harfouch sowie „Rückenwind“ erlebten ihre Premieren auf der Berlinale. 2016 lief die urbane Freiheitsstudie „Die Geschwister“ im Kino, 2018 in der ARD. Krüger ist außerdem als Dozent tätig, aktuell lehrt er an der Universität Hildesheim. 2018 veröffentlichte er „Proben für Film“, das erste deutsche Handbuch für die Probenarbeit beim Film.
Jan Krüger studierte von 1996 bis 2001 mit Schwerpunkt Regie und Drehbuch.


Isabel Prahl gewann 2012 mit dem 30-Minüter „Ausreichend“ den FIRST STEPS Award. Ihr Spielfilmdebüt „1000 Arten, den Regen zu beschreiben“ mit Bibiana Beglau und Bjarne Mädel kam 2017 ins Kino und und wurde beim Tallinn Black Nights Film Festival in der Kategorie First Features Competition als bester Film ausgezeichnet. Im Oktober 2019 zeigte die ARD ihren vierten Fernsehfilm „Was wir wussten - Risiko Pille“. 2020 erscheinen der Kölner Tatort „Gefangen“ sowie der Fernsehfilm „Marie Brand und die vergessene Entführung“.
Isabel Prahl studierte von 2007 bis 2011 an der KHM mit Schwerpunkt Spielfilm und Werbung.


Luzia Schmid wurde für ihren Abschlussfilm „groundspeed“ mit dem FIRST STEPS Award 2001 ausgezeichnet, seither arbeitet sie als Autorin und Regisseurin für verschiedene Fernsehsender. Zu ihren Werken zählen u.a. der mit dem Grimmepreis ausgezeichnete Dokumentarfilm „Geschlossene Gesellschaft“ über die Odenwaldschule sowie Reihen wie „Geheimnisvolle Orte“ oder „Die Story – Wenn Orte Angst machen“. Mit „Zum Glück Deutschland“ gewann sie 2016 den Dokumentarfilmpreis der Deutschen Akademie für Fernsehen. Neben ihrer Arbeit als Dokumentarfilmerin ist sie als Journalistin und Dozentin tätig.
Luzia Schmid studierte von 1998 bis 2001 als Postgraduierte an der KHM mit Schwerpunkt Dokumentarfilm.


FIRST STEPS, der wichtigste deutsche Nachwuchspreis, wird jährlich an Abschlussfilme in den deutschsprachigen Ländern verliehen. Die FIRST STEPS Awards sind mit insgesamt 115.000 Euro dotiert und werden in neun Preiskategorien an Regisseur/innen, Produzent/innen, Kameraleute und Drehbuchautor/innen von kurzen, mittellangen und abendfüllenden Spielfilmen, Dokumentarfilmen und Werbespots sowie an Nachwuchs-Schauspieler/innen vergeben. Der wichtigste und höchst dotierte deutsche Nachwuchspreis wurde 1999 als private Initiative der Filmwirtschaft von den Produzenten Bernd Eichinger und Nico Hofmann ins Leben gerufen. Er wird veranstaltet von der Deutschen Filmakademie e.V. in Partnerschaft mit ProSiebenSat.1 TV Deutschland, UFA und Warner Bros.. Allen gemeinsam ist der Wunsch, den Filmnachwuchs sinnvoll und effektiv zu fördern.



Redaktion — Ute Dilger

Zahlreiche weitere Absolvent/innen der KHM waren für den First Steps Award mit ihrem Abschlussfilm an der KHM nominiert oder erhielten einen der Hauptpreise:


2001
Jan Krüger mit "Freunde / The Whiz Kids"
Luzia Schmid mit "groundspeed"
Hans Weingartner mit "das weisse rauschen"

2002
Dirk Böll mit "Die Perle in der Kacke"

2003
Jan Bonny mit "Hirsch"
Meike Walcha mit "Tube Swapper"
Maximilian Erbacher mit "große ausfahrt"

2004
Jens Schillmöller mit "Für immer Edelweiß"
Ulf Behrens mit "Exploding Ego"
Jan Martin Scharf mit "Wahrheit oder Pflicht"

2005
Alexander Sascha Thiel mit "Alles nur Liebe"
Dirk Schäfer mit "Lâl"
Jonathan Greenfield mit "Chaim"
Claudia Indenhock mit "Wir leben im 21. Jahrhundert"
Susanne Jäger mit "Vater und Feind"

2006
Christine Lang mit "Gloria"
Jürgen Brügger und Jörg Haaßengier mit "Kopfende Haßloch"
Gesa Hollerbach  mit "Etwas für lange Zeit"
Otto Dietrich mit "Der Sohn Gottes – The Son of God"

2007
Dirk Lütter mit "Die unsichtbare Hand"
Jan Bonny mit "Gegenüber"

2009
Michael Koch und Juliane Großheim mit "Polar"

2010
Christina Ebelt mit "Wanna Be"
Gregor Theus mit "Schattenzeit"
Florian Riegel mit "Holding Still"

2012
Matthias Stoll mit "Sterben nicht vorgesehen"
Stephan Bergmann mit "No Quick Fix"
Türker Süer mit "Brüder"
Quimu Casalprim mit "Galileos Monde"
Isabel Prahl mit "Ausreichend"

2013
Ulrike Kofler "Wir fliegen"
Pyotr Magnus Nedov mit "Kosherland"

2014
Marc André Misman mit "Fürchtet euch nicht!"

2015
Robin Humboldt und Laurentia Genske mit "Am Kölnberg"
Michael Binz mit "HERMAN the German"
Barbara Kronenberg mit "Die Ballade von Ella Plummhoff"

2016
Berta Valin Escofet mit "Mister Universum"
Philipp Fussenegger mit "Henry"

2017
Tian Dong mit "Eisenkopf"
Ahmad Saleh mit "Ayny"
Moïra Himmelsbach mit "Stranden"
Alisa Berger mit "Die Körper der Astronauten"

2018
Dragana Jovanovic mit "On the Other Side of the Pillow
a Rose Was Blossoming"
Mehmet Akif Büyükatalay mit "Oray"
Zejhun Demirov erhält den Götz-George-Nachwuchspreis als bester Hauptdarsteller ("Oray")
Tilman Singer mit "Luz"

2019
Beryl Magoko und Jule Katinka Cramer mit "In Search..."
Yana Ugrekhelidze mit "Armed Lullaby"

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