Künstlerische Arbeiten Studierende

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Autor/innen:
Betreuung:
Prof. Matthias Müller
Prof. Marcel Odenbach
Prof. Dietrich Leder
Projektart: Diplom
Eine Produktion der Kunsthochschule für Medien Köln
Quelle:
Archiv Kunsthochschule für Medien Köln
Copyright: KHM / Autoren
Kontakt: archiv@khm.de
Links und Downloads

Dial M for Mother

Autor/innen:
  • Eli Cortiñas
Autor/innen:
Entstehungsjahr: 2008
Länge: 00:11:00
Kategorien: Videokunst, Videoarbeit
Projektart: Diplom
Ein penetrantes Telefonklingeln dominiert die Klangkulisse in „Dial M for Mother“ und lässt weder Protagonistin noch Rezipienten zur Ruhe kommen. Das Bild wird überwiegend mit der Schauspielerin und American-Independent-Ikone Gena Rowlands gefüllt, die Eli Cortiñas aus drei Filmen des Regisseurs John Cassavetes gelöst und in ihrem elfminütigen Zwei-Kanal-Video neu montiert hat. Mit der als Loop angelegten Arbeit präsentiert Eli Cortiñas eine atemberaubende Tour de Force durch die Abgründe der menschlichen Psyche. Der an der Oberfläche erscheinende ungelöste Mutter-Tochter-Konflikt entpuppt sich zunehmend als der Kampf eines Menschen um Identität und Autonomie, ein Kampf um eine Rolle im Leben, der weder gewonnen noch verloren in einem Vicious Circle eines nicht enden wollenden Lebenskampfes mündet, dessen Not-Lösung darin besteht, sich in die Inszenierung eines Plays zu stürzen, sich von der Bodenlosigkeit auf die Bühnenbretter zu retten. Cortiñas arbeitet in ihrer künstlerischen Herangehensweise mit Found Footage und Material aus eigenem Archiv, das sie handwerklich virtuos in akustische und visuelle Versatzstücke getrennt und anschließend so miteinander verquickt hat, dass sie sich wie Fuzzy Sets zu einer Collage zusammen fügen, aus der neue semantische Ebenen hervorgehen. Außer den drei Filmen, in denen Gena Rowlands die Hauptrolle spielt (A Woman Under the Influence, Opening Night und Gloria), verwertet Cortiñas über vier Jahre dokumentierte Telefonate mit ihrer eigenen Mutter, die sie aus dem Ursprungskontext gelöst und verfremdet hat. Die Bild- und Tonschnitte wurden dabei so montiert, dass aus einer Art Zapping unterschiedlichster Sequenzen neue Charaktere, ein neues Szenario entsteht, wobei die eigene Mutter zur fiktiven Mutter der Protagonistin auf der Leinwand wird. Das Wechselspiel zwischen Real- und Imaginationsraum, Dokumentation und Fiktion, sowie Offscreen und Onscreen macht zusammen mit den kontextualisierten Rollen auch die Komplexität dieser Arbeit aus. Text: Petra Pechtheyden
Mitarbeit:
Idee, Schnitt, Sound, Regie: Eli Cortiñas
Betreuung:
Prof. Matthias Müller, Prof. Marcel Odenbach, Prof. Dietrich Leder
Autor/innen:
  • Eli Cortiñas
Eine Produktion der Kunsthochschule für Medien Köln
Quelle:
Archiv Kunsthochschule für Medien Köln
Copyright: KHM / Autoren
Kontakt: archiv@khm.de
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