Spezialpreise und Förderungen

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Für Studierende / AbsolventInnen der KHM

DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender:

Irina Kurtischwili (1996), Kosit Juntaratip (1998), Anselm Weidmann (1997), Josit Kuntaratip (1998), Katja Davar (1999), Angélique Dubois (2006), Menachem Roth (2007), Karolina Kot (2008), Aino Korvensyrjä (2009), Maman Salissou Oumarou (2010), Anna Gonzalez Suero (2011), Sina Seifee (2012), Ale Bachlechner (2013), Ali Chakav (2015), Walter Solon (2016); Danila Lipatov (2017)


KHM-Förderpreis für Künstlerinnen (gestiftet von der Gleichstellung der KHM):

(2001) Katja Schroeder, lobende Erwähnung für Viola Klein und Kathrin Sehl; (2003) Hee-Seon Kim und Dokumentarfilmerinnen-Gruppe LaDoc (Anke Limprecht, Bettina Braun, Ewa Sophie Kippels, Britta Wandaoga u.a.); (2007/2008) Kerstin Ergenzinger, 2. Preis Tom Tjark Rexi Weller; (2010) Katharina Pethke, lobende Erwähnung für Franziska Windisch und Pauline M’Barek; (2011) Malgorzata Calusinska, lobende Erwähnung für Evamaria Schaller und Sina Brennecke; (2012) 1. Preis Evelina Rajca, 2. Preis Tama Tobias-Macht; (2013) Selma Gültoprak, lobende Erwähnung für Lilli Tautfest; (2014) Ale Bachlechner; (2015) Valerie Heine, Mona Kakanj und Soyoung Park, (2016) Elisa Balmaceda


Freunde der KHM e.V.
Großer Kunstpreis: (2016, 7.500 Euro) für herausragende künstlerische Leistungen von DiplomandInnen und AbsolventInnen: Joscha Steffens; (2017, 10.000 Euro) Stefan Ramírez Pérez

Förderstipendien/Förderpreise Junge Kunst (2.000 Euro): (2016) Sophia Bauer, Walter Solon und Lei Xi; (2017) Augustina Andreoletti, Anne Arndt und  Florian Dedek

Förderpreise 2010 bis 2016: (2010) Alfons Knogl, Isabelle Prahl; (2011) Simon Paetau; (2012) Sina Seifee, Gerald Schauder; (2013) Rozbeh Asmani, Vera Drebusch; (2014) Ali Chakav, Nieves De La Fuente Gutiérrez und Angelika Herta; (2015) Fabian Epe, Stephanie Glauber, Milica Lopicic, Mia Matz, Rahel Pötsch, Hermes Villena; (2016) Miriam Gossing und Lina Sieckmann


Spiridon-Neven-DuMont-Preis

(gestiftet von Alfred und Hedwig Neven DuMont von 1998 bis 2015):

(1998) Ursula Damm und Britta Wandaogo, (1999) Heike Mutter, (2000) Klaus Fritze, (2001) Jan Krüger, Oliver Schwabe, (2002) Aurelia Mihai, (2003) Anja Struck, (2004) Philipp Goldbach, (2005) Christian Keinstar, (2006) Yanick Fournier, (2008) Martin Hesselmeier, (2009) Hans Diernberger, (2010) Pauline M’barek, (2011) Jens Pecho, (2012) Philipp Hamann, (2013) Lukas Marxt; (2014) Johannes Post; (2015) Diana Menestrey S.

Der DAAD-Preis 2017 für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender ist mit 1.000 Euro dotiert und geht an Danila Lipatov.


Auzug aus der Laudatio von Prof. Matthias Müller (Experimenteller Film), die ganze Rede ist links als Download gespeichert.

"Es ist eine schöne Koinzidenz, dass der Beginn des neuen KHM-Studienprogramms „Literarisches Schreiben“ mit der Vergabe des DAAD-Preises an einen Künstler zusammenfällt, der sich intensiv mit Möglichkeiten des Erzählens auseinandersetzt.
Die Texte, die den vom Künstler selbst gesprochenen Voice-overs seiner Videos zugrunde liegen, sind ebenso geprägt von einem freien, experimentellen Umgang mit Sprache wie von einer fast unbändigen Lust am Fabulieren.
Danila Lipatov entwirft in seinen Videos mit Längen zwischen 2 und 16 Minuten Versuchsanordnungen, in denen Wort und Bild, Geräusch, Musik und Sprache, Eigenes und Angeeignetes stets neue und unvorhersehbare Beziehungen miteinander eingehen und die gewählte Komposition als nur eine von vielen möglichen Ordnungen erscheint.
Unvorhersehbar, da Danilas Arrangements keiner rigiden Systematik folgen, keinem festen Regelwerk.
So persönlich viele seiner Erzählungen scheinen: Es geht hier nicht um einen simplen und unmittelbare Simultanübersetzung von selbst Erlebtem in Kunst.
Denn immer wieder drängen fremde Stimmen und fremde Bilder in die eigene Mitteilung: wie verweht wirkende Dialogfetzen und durch das Abfilmen vom Monitor in ihren Schauwerten degradierten Momenten aus Spielfilmen, Details aus Gemälden.
Die Erzählungen werden in diesen Momenten vielstimmig, mehrsprachig auch; ihre Struktur wird porös; Kunst-, Literatur- und Filmgeschichte werden zu Resonanzkörpern der eigenen Artikulation.

(...)

Er hat in Moskau als Student der Translationswissenschaft Deutsch in erster Linie anhand klassischer literarischer Texte gelernt.
In einem zweiten Studium der Filmwissenschaft hat er seine Dissertation über den Minimalismus der Berliner Schule begonnen.
Sein beeindruckendes Filmwissen, aus Cinephilie erwachsen, hat sich unter anderem in Texten für die legendäre Zeitschrift „Cine Fantom“ niedergeschlagen.
Danila hat Christian Krachts Roman „Imperium“ ins Russische übersetzt, für die Russische Filmwoche in Berlin und das Filmhaus Köln gearbeitet, und im letzten Jahr sein Studium an der KHM aufgenommen.
Hier hat er bereits einige experimentelle Videos produziert und stellt aktuell das Kurzspielfilm-Gruppenprojekt „Unsere Naturgeschichte“ fertig, bei dem er für Buch und Regie verantwortlich ist.
Ein weiterer (und neuer) Schwerpunkt Danilas liegt auf Performance; er hat u.a. bereits in der Tiefgarage am Ebertplatz, im Museum Kolumba und als Teilnehmer der Gruppenperformance „You Are“ beim letzten KHM-Rundgang performt.

Von den experimentellen Miniaturen über die erste drehbuchbasierte filmische Arbeit hin zu Performances:
Das ist ein großer Bogen – besonders wenn man bedenkt, dass Danila gerade erst sein drittes Semester beginnt.
Meine Kolleginnen und Kollegen und ich selbst, wir freuen uns darauf, ihn auf diesem Weg weiterhin begleiten zu dürfen, uns auch immer wieder von Richtungswechseln überraschen zu lassen.
Vielfalt, Konsequenz und erfrischender Eigensinn seiner künstlerischen Setzungen machen Danila Lipatov zu einem würdigen Preisträger des DAAD-Preises für ausländische Studierende."

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