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Ehrenpreis beim Deutschen Kamerapreis 2021

Sophie Maintigneux, Bildgestalterin und Professorin an der KHM seit 2011 (Foto: Marcel Gisler)

Sophie Maintigneux, seit 2011 Professorin an der KHM, wird beim DEUTSCHEN KAMERAPREIS 2021 für ihre außerordentlichen und richtungsweisenden Leistungen als Bildgestalterin ausgezeichnet.

Die Preisverleihung findet am 21. Mai 2021 statt.
www.deutscher-kamerapreis.de

Der Ehrenpreis des DEUTSCHEN KAMERAPREISES geht in diesem Jahr an Prof. Sophie Maintigneux. Seit 2011 lehrt sie im Studienschwerpunkt Kamera und Bildgestaltung an der Kunsthochschule für Medien Köln.

"Das Kuratorium ehrt eine herausragende Bildgestalterin, deren Stil sich durch zurückhaltende Feinfühligkeit, meisterhafte Lichtsetzung und große empathische Bildkraft auszeichnet. Ob Spiel- oder Dokumentarfilm – der Blick von Sophie Maintigneuxs Kamera richtet sich meist auf die Außenseiter und Ungewöhnlichen. Dabei begegnet sie den Akteuren mit unaufdringlicher Zurückhaltung und Respekt, wobei sie gleichzeitig eine geradezu spielerische Fähigkeit beweist, eine Szene jederzeit zu verdichten und ihr visuelle Poesie zu verleihen", so das Kuratorium des DEUTSCHEN KAMERAPREISES in seiner Jurybegründung. Das Gremium zeigt sich darüber hinaus "auch beeindruckt von Sophie Maintigneuxs großem Engagement in ihrer Funktion als Hochschullehrerin und als Förderin von aufstrebenden weiblichen Talenten, die sich in der Filmbranche etablieren wollen".

Sophie Maintigneux wurde 1961 in Antony, südlich von Paris, geboren. Seit 1984 ist sie als Bildgestalterin tätig und hat über 70 Dokumentar- und Spielfilme gedreht. Sie führte die Kamera bei Eric Rohmers Spielfilmen „Quatre aventures de Reinette et Mirabelle" und „Das grüne Leuchten“, der 1986 mit dem Goldenen Löwen beim Filmfestival in Venedig ausgezeichnet wurde. Seit 1988 lebt und arbeitet Sophie Maintigneux in Berlin. Für ihre Kameraarbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, so erhielt sie den Kamerapreis des Festival von Dignes 1989, den Kamerapreis des Landes Hessen 1990, den Preis des Verbands der deutschen Filmkritik „Beste Kamera des Jahres 1990“. 2001 wird sie beim Festival Max-Ophüls-Preis mit dem Femina-Preis für ihre Kameraarbeit bei "L'amour, l'argent, l'amour" (2002, Regie: Philip Gröning) ausgezeichnet, 2002 mit dem Kamerapreis beim Internationalen Leipziger Dokumentarfilmfestival.

Bereits zweimal wurde Sophie Maintigneux beim DEUTSCHEN KAMERAPREIS geehrt: 2003 für die Bildgestaltung des Dokumentarfilms "Damen und Herren ab 65" (Regie: Lilo Mangelsdorff) und 2009 für "Die dünnen Mädchen" (Regie: Maria Teresa Camoglio). 2017 wurde sie beim Women's International Film and Television Showcase WIFTS mit dem Best Cinematography Award ausgezeichnet.

Sophie Maintigneux ist seit 1990 in der Lehre tätig. Von 2006 bis 2011 war sie Co-Leiterin der Abteilung Kamera an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb). 2011 wurde Sophie Maintigneux als Professorin des neu eingerichteten Studienschwerpunkts "Bildgestaltung" an die Kunsthochschule für Medien Köln berufen.


Sophie Maintigneux arbeitete mit Regisseur*innen wie Eric Rohmer, Jean-Luc Godard, Michael Klier, Jan Schütte, Rudolph Thome, Hans Erich Viet, Philip Gröning, Marcel Gisler, Helga Reidemeister, Georg Maas, Aysun Bademsoy, Doris Metz, Judith Kennel, Lilo Mangelsdorff, Mirjam Kubescha, Erica von Möller, Maria Teresa Camoglio, Klub Zwei, Annika Larsson, Michael Radford, Mareike Wegener, Ingo Haeb, Matthias Luthardt, Johanna Sunder-Plassmann, Tama Tobias-Macht u.a. zusammen.


Mit dem Ehrenpreis des DEUTSCHEN KAMERAPREISES würdigt das Kuratorium die Arbeit von Bildgestaltern, die über das Einzelwerk hinaus kontinuierlich außerordentliche und richtungsweisende Leistungen vollbringen. Zu den bisherigen Preisträger*innen gehören unter anderem Michael Ballhaus, Gernot Roll, Elfi Mikesch, Judith Kaufmann, Renato Berta, Slawomir Idziak, Pio Corradi, Jo Heim, Birgit Gudjonsdottir und Benedict Neuenfels.


Die Preisverleihung zum 31. DEUTSCHEN KAMERAPREIS findet am 21. Mai 2021 online statt. Nominiert sind 31 Kameraleute und Filmeditor*innen mit Produktionen aus den Kategorien Spielfilm, Fernsehfilm/Serie, Kurzfilm, Journalistische Kurzformate, Dokumentarfilm, Dokumentation und Nachwuchspreis.

Redaktion — Ute Dilger
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