dfi-Symposium 2020: "Banden BILDEN"

Foto: Jens Pussel

Das hybride Arbeitstreffen der Dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW (dfi) zu Vermittlungsstrategien für den künstlerischen Dokumentarfilm findet in Kooperation mit der Kunsthochschule für Medien Köln, dem Lehrstuhl für Ästhetische Bildung der Universität zu Köln und dem Filmhaus Köln statt.

8. und 9. Oktober 2020 (ganztägig)
Fritz Thyssen Stiftung Köln
Apostelnkloster 13-15
50672 Köln

Wie lassen sich in der gegenwärtigen Situation neue Zuschauer*innen für den künstlerischen Dokumentarfilm gewinnen und begeistern?
Das dfi-Symposium lädt Akteur*innen aus der Vermittlungspraxis, der Theorie und der Filmproduktion zum Austausch ein. Vorgestellt und diskutiert werden kollektive Strategien und Vermittlungsansätze jenseits der etablierten Formate, erste Erfahrungswerte aus den vergangenen Krisenmonaten sowie kultur- und bildungspolitische Vorstöße der Filmvermittlung, die nötigen Zeitfenster und Geldtöpfe zu erschließen.


Die Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) ist als Kooperationspartnerin vielfältig im Programm des diesjährigen Symposiums der Dokumentarfilminitiative NW im Filmbüro vertreten. Prof. Dr. Kerstin Stutterheim, Rektorin der KHM, wird zur Eröffnung einen Impulsvortrag halten. Absolvent*innen der KHM sind als Moderator*innen, Filmvermittler*innen und Filmemacher*innen beim Symposium beteiligt.

Das Symposium findet aus aktuellem Anlass in einer hybriden Form statt. Die Veranstaltung vor Ort in der Fritz Thyssen Stiftung Köln ist bereits ausgebucht. Eine Online-Teilnahme ist nach Anmeldung weiterhin möglich. Alle Vorträge werden live übertragen. Die Teilnehmer*innen können sich auch online an den Diskussionen beteiligen.


ZUM PROGRAMM  hier


ZUR ANMELDUNG PER EMAIL hier
Die Online-Teilnahme ist kostenfrei. Nach Anmeldung erhalten die Teilnehmer*inner ihren Zugang per Email.

 
ZUM JAHRESTHEMA "Banden BILDEN"
Welche Räume, welche Filme und Methoden eignen sich für eine nachhaltige Vermittlungsarbeit? Möchte man die Formenvielfalt des künstlerischen Dokumentarfilms, dessen Ästhetik oftmals auf den spezifischen Wahrnehmungsraum des Kinos ausgerichtet ist, an ein neues Publikum vermitteln, möchte man am Fortbestehen des Kinos als kultureller Praxis festhalten, erfordert dies engagierte Grundlagenarbeit.
Denn durch die zunehmende Formatierung dokumentarischer Kino- und Fernsehproduktionen, durch die Omnipräsenz audiovisueller Online-Angebote ändern sich die Sehgewohnheiten potenzieller Zuschauer*innen rasant. Galt diese Feststellung bereits vor der Corona-Krise, so hat sie seitdem an Brisanz gewonnen – angesichts der prekären Situation von Kinos und Bildungseinrichtungen werden strukturelle Defizite sichtbarer denn je, müssen Prioritäten neu verhandelt werden. Gleichzeitig hat die durch die Krise erzwungene Verlagerung filmkultureller und filmvermittelnder Angebote in digitale Räume eine Vielzahl neuer Erkenntnisse für die praktische Filmbildungsarbeit zutage gefördert.

Eine Veranstaltung der dfi - Dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW, gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und vom VFF, in Kooperation mit dem Kölner Filmhaus, dem Lehrstuhl für Ästhetische Bildung der Universität zu Köln und der Kunsthochschule für Medien Köln.

Redaktion — Ute Dilger
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