Heimspiel zeigt "PLAYLAND USA"

Im Rahmen der KÖLNER  KINO NÄCHTE ist die Filmreihe „Heimspiel“ der KHM zu Gast in der Filmpalette und präsentiert den Debütfilm der KHM-Absolventen Benjamin Schindler (Regie, Buch und Bildgestaltung) und Jan Wilde (Co-Autor). Moderation: Prof. Dr. Sabine Rollberg

Donnerstag, 9. Juli 2020, 20 Uhr
Filmpalette Köln
Lübecker Str. 15, 50668 Köln
Tel. 0221 / 12 21 12 (Kinokasse), Eintritt: 7 Euro / erm. 6 Euro
Im Rahmen der KÖLNER  KINO NÄCHTE ist die Filmreihe „Heimspiel“ der Kunsthochschule für Medien Köln zu Gast in der Filmpalette und präsentiert den Debütfilm der KHM-Absolventen Benjamin Schindler (Regie, Buch und Bildgestaltung) und Jan Wilde (Co-Autor). Im Anschluss an die Vorführung spricht Prof. Dr. Sabine Rollberg mit den beiden Filmemacher/innen, die sie im Studium an der KHM betreut hat.

„PLAYLAND USA" ist der erste lange Dokumentarfilm von Benjamin Schindler, den er mit seiner eigenen Firma zeitgebilde als Koproduktion mit dem WDR und in Kooperation mit ARTE herstellen konnte. Die Uraufführung fand beim Filmfestival Max-Ophüls-Preis 2019 statt. Im September startete der Film in den deutschen Kinos.

Mit PLAYLAND USA öffnet sich die Tür zu einer faszinierenden Reise durch ein vertrautes unbekanntes Land, bei der sich die Grenzen zwischen Fakten und Mythen, zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen dem Geträumten und Erlebten vermischen. Eine Reise ins kollektive Gedächtnis zerfallender Gesellschaften. Eine Reise in postfaktische Zeitalter. Der Film eröffnet den Blick auf den anhaltenden Realitätsverlust in den USA. Wie lebt das Land, welches Entertainment in die ganze Welt exportiert, von seinen eigenen Geschichten? Szenen der Fantastik und Magie kollidieren mit Verweisen auf gegenwärtige Probleme wie Rassismus, Populismus und Waffengewalt. Durch kraftvolle Musik- und Bildassoziationen schlägt der Film einen Bogen von der Eroberung der Neuen Welt zur Besiedlung fremder Planeten. Was der Film hier am Beispiel Amerika einfängt hat universelle Qualitäten und bietet sich als Grundlage an, den Blick auch gen Europa zu richten. Das Mythische, das Märchenhafte, das Erzählte ist verführerisch. Was aber, wenn es sich in die Politik verirrt, Lüge wird?

„PLAYLAND USA", 2019, 88 Min., engl. OV mit dt. UT
Regie: Benjamin Schindler; Buch: Benjamin Schindler, Jan Wilde; Bildgestaltung: Benjamin Schindler; Montage: Yana Höhnerbach, Benjamin Schindler; Musik: Jan F. Kurth, Lukas Truniger; Sound Design: Lukas Truniger; Redaktion: Sabine Rollberg (WDR/ ARTE) und Jutta Krug (WDR); Produzenten: Levin Hübner, Benjamin Schindler, Fabian Wallenfels; Produktion: zeitgebilde Filmproduktion & Hübner/Wallenfels; Koproduktion: WDR; Kooperation: ARTE; Förderung: Film- und Medienstiftung NRW - Mitteldeutsche Medienförderung, Kulturstiftung Sachsen, Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien; Verleih: barnsteiner-Film


Benjamin Schindler, Regie, Buch und Bildgestaltung
Geboren 1982 in Dresden, leitete das Studentenkino und gründete das Ensemble shortfilmlivemusic, mit dem er weltweit dokumentarische Filmkonzerte aufführt. Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln von 2006 bis 2012 mit Schwerpunkt Medienkunst, Film und hybride Formen. Langfilme für die er als Co-Regisseur und Kameramann tätig war, schafften den Sprung in die deutschen Kinos. Benjamin Schindler arbeitet als Regisseur und Bildgestalter für Filme, Videoinstallationen und Bühnenprojektionen für Theater- und Tanzprojekte.

Redaktion — Ute Dilger
Trailer "Playland USA" von Benjamin Schindler
Trailer "PLAYLAND USA"
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