Vier KHM-Absolventinnen sind Stipendiaten des Mediengründerzentrums NRW 2019

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Die KHM-Absolventinnen Yana Ugrekhelidze, Anja Kruglova und Alisa Berger sind neue Stipendiatinnen des MGZ

Mit ihren Firmenkonzepten FORTIS FEM FILM und aMuse collective haben die KHM-Absolventinnen die Jury überzeugt.

Termine
Staffelübergabe am 5. Juni 2019
Mediengründerzentrum NRW
Schanzenstr. 28, 51063 Köln

Das Mediengründerzentrum NRW (MGZ) hat in 2019 erneut 12 Stipendien an kreative Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Medienbereich vergeben. Darunter befinden sich auch in diesem Jahr wieder zwei Firmen von KHM-Absolvent/innen: Alisa Berger, Anna Kruglova und Yana Ugrekhelidze mit ihrer Firma FORTIS FEM FILM sowie Mona Kakanj, die gemeinsam mit Joanna Broda die Kreativ-Agentur AMuse collective gründete. Seit dem Start des Mediengründerzentrums NRW 2006 haben über 60 Absolvent/innen der Kunsthochschule für Medien Köln das Gründerprogramm durchlaufen und sich mit ihren Firmen etabliert (siehe Übersicht hier).


FORTIS FEM FILM ist eine Produktionsfirma mit Sitz in Köln, die von den KHM-Absolventinnen Alisa Berger, Yana Ugrekhelidze und Anna Kruglova gegründet wurde, um die Präsenz von Frauen im Filmgeschäft zu verstärken – vor und hinter der Kamera. Der Schwerpunkt liegt auf der Produktion von kurzen und langen Spiel-, Dokumentar und Animationsfilmen, die sich explizit mit diversen Frauenthemen beschäftigen. Die Firma sieht sich als Plattform für mutige und innovative Filme, die mit künstlerisch avancierten Mitteln aktuelle Tabu-Themen z. B. Kampf der Geschlechter, Familiengewalt, Abtreibung, Mutterschaft, Gender, Sexualität, Identität, der weibliche Körper, das Mysterium Weib und vieles mehr aus der weiblichen Perspektive erzählen. Diese Themen beschäftigen die Gründerinnen als Frauen in der heutigen Gesellschaft – nicht nur in Deutschland, sondern auch international.

aMuse collective ist eine Kreativ-Agentur und Produktion für multimediale Kommunikation mit dem Standort Köln, gegründet von Joanna Broda und der KHM-Absolventin Mona Kakanj. An der Schnittstelle von Werbung und angewandter Medienkunst verschmelzt aMuse collective die Pole von Kunst und Kommerz und bietet Kreation für Kunstschaffende und Unternehmen aus Wirtschaft und Kultur. Von der Konzeption bis hin zum fertigen Ergebnis bedienen wir nicht nur verschiedenste Werbeformate, sondern bieten darüber hinaus auch Bewegtbild wie zum Beispiel Animation, Image-, Promotion- und Musikvideo.


Für die 12 Nachwuchsunternehmen des Jahrgangs 2019 findet am 5. Juni die  Staffelübergabe des Mediengründerzentrums NRW mit Oberbürgermeister Henriette Reker und der Leiterin der Film- und Medienstiftung NRW Petra Müller statt. 

Mediengründerzentrum NRW (MGZ) Das Gründerprogramm begleitet junge Unternehmen aus den Bereichen Film, TV, Games und Neue Medien bei der Entwicklung ihres Geschäftsmodells. Es beinhaltet neben einem Betriebskostenzuschuss in Höhe von 10.000 Euro eine umfassende Qualifizierung und Professionalisierung durch die Vermittlung von unternehmerischem und branchenspezifischem Know-how und vielfältigen Kontakten zu Kooperationspartnern in der Medienbranche. Dabei stehen den jungen Gründer*innen erfahrene Coaches und Mentor*innen zur Seite. Die Mittel für die Gründerstipendien und das begleitende Programm werden vor allem vom Land NRW, der Film- und Medienstiftung NRW und der Stadt Köln bereitgestellt, die damit den unternehmerischen Nachwuchs am Medienstandort NRW fördern und nachhaltig etablieren möchten.

Redaktion — Ute Dilger

Alisa Berger ist Filmemacherin mit koreanischen und jüdischen Wurzeln, geboren in Makhachkala (Republik Dagestan, Russland), aufgewachsen in Lviv (Ukraine) und Essen und lebt und arbeitet in Köln. Vor dem Studium arbeitete sie von 2008 bis 2010 als Regie- und Produktionsassistenz bei Dokumentar- und Spielfilmproduktionen, vor allem für die Philip Gröning Filmproduktion. Von 2010 bis 2016 studierte sie an der Kunsthochschule für Medien in Köln. 2013 absolvierte sie ein Auslandsstudium Bildende Kunst an der Universidad Nacional de Colombia in Bogotá. Seit 2016 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin und Kuratorin vor allem im Bereich audiovisuelle Performance und Videokunst.


Yana Ugrekhelidze, geboren in Tiflis (Georgien). Sie hat einen Abschluss als Diplom Linguist-Dolmetscherin der Universität Georgiens.  Ihren Bachelor in Kommunikations-design machte sie an der Hochschule Düsseldorf und ein Diplom an der Kunsthochschule für Medien Köln mit Schwerpunkt Film und Animation. Ihr erster Animationsfilm „Summer Story“ wurde bei den Kurzfilmtagen Oberhausen 2017 uraufgeführt und als Semi-Finalist beim Student Academy Award ausgezeichnet. Ihr Diplomfilm "Armed Lullaby" wurde bei der diesjährigen Berlinale uraufgeführt.

Anna Kruglova, geboren in Angarsk (Russland) lebt und arbeitet in Köln. Sie hat einen Abschluss als Diplom Linguist-Dolmetscherin von der Staatlichen Universität Iwanowo. Von 2010 bis 2011 legte sie ein freiwilliges soziales Jahr an einer Schule für Kinder mit Behinderungen ab. Von 2011 bis 2016 studierte sie an der Kunsthochschule für Medien in Köln und erlangte ihren Abschluss mit dem abendfüllenden Spielfilm „Die Sense trifft den Stein“, 80 Min – gefördert durch die Film- und Medienstiftung NRW, prämiert auf diversen Filmfestivals.

Mona Kakanj ist Medienkünstlerin iranischer Abstammung. Sie kam 2007 mit dem DAAD Stipendium nach Deutschland und studierte zunächst Malerei an der Alanus Hochschule. Einige Jahre später, 2015, hat sie ihr postgraduales Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln mit Schwerpunkt auf Experimentalfilm und Video abgeschlossen. Ihre Filme sind mehrfach bei nationalen und internationalen Festivals gezeigt worden. Seit 2015 arbeitet sie als freischaffende Medienkünstlerin unter anderem in Zusammenarbeit mit dem CityLeaks Festival Köln, der New Media Society -Iran und der MUTIK Stiftung.

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