Marie Zahir erhält Preis für beste Bildgestaltung

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Still aus "Wie ich mich verlor" von Sarah Weber (Regie und Buch) und Marie Zahir (Bildgestaltung)

Der Nationale Preis für Bildgestalterinnen im Bereich Nachwuchs wird im Rahmen des Frauenfilmfestivals Dortmund | Köln zum zehnten Mal vergeben.

Die KHM-Studentin Marie Zahir erhält für die Bildgestaltung ihres Abschlussfilms "Wie ich mich verlor" den mit 2.500 Euro dotierten Preis als beste Nachwuchsbildgestalterin in der Kategorie Spielfilm. "Wie ich mich verlor" (2017, 13 Min.) ist die gemeinsame Diplomarbeit von Marie Zahir (Bildgestaltung) und Sarah Weber (Regie und Buch) an der Kunsthochschule für Medien Köln. Das Internationale Frauenfilmfestival Dortmund | Köln vergibt den Preis alle zwei Jahre in Köln und würdigt die Kameraarbeit von jungen Bildgestalterinnen und will sie in ihrer weiteren Laufbahn unterstützen. In der Kategorie Dokumentarfilm wird Paola Calvo für die Bildgestaltung beim Film "Violently happy" ausgezeichnet.
Die Jury wird außerdem zwei lobende Erwähnungen aussprechen, davon geht eine an die KHM-Studentin Katja Rivas Pinzón für ihren Diplomfilm "MAMA TOLD ME NOT TO LOOK INTO THE SUN" (Regie: Lilli Tautfest Deutschland/Italien 2018).

Redaktion — Ute Dilger

Jurybegründung für Marie Zahir: Ein kurzer Film über den Verlust von Sprache, die Auseinandersetzung damit und die Möglichkeit einer Lösung. Die Bildgestaltung ist ein gelungenes Zusammenspiel von präzise komponierten Bildern,  gut beherrschter Lichtsetzung und starker Farbdramaturgie. Die Zuschauer*innen werden trotz der konzeptuellen Reduktion emotional in die Welt der Protagonistin „P“ involviert. Marie Zahir gelingt es, in ihrer Arbeit Unsichtbares sichtbar werden zu lassen.

Jurybegründung für Katja Rivas Pinzón: „Der Film erzählt den Versuch einer Tochter, sich von ihrer kranken Mutter zu emanzipieren, der letztendlich scheitert. Katja nimmt das Angebot der beeindruckenden Landschaft auf und schafft es, diese für die Geschichte zu gestalten. Der Umgang mit Innen- und Außenräumen wie auch die naturalistischen Nachtaufnahmen, sind ein gelungenes Beispiel für eine sinnliche und inhaltliche Lichtgestaltung.“


Programmhinweis: 
Werkstattgespräch beim Frauenfilmfestival 2018
Bildgestaltung: Sophie Maintigneux trifft Eva Testor

Im Rahmen des Festivals findet auch in diesem Jahr wieder das Werkstattgespräch Bildgestaltung statt. Sophie Maintigneux, zweifache Preisträgerin des Deutschen Kamerapreises und Professorin an der Kunsthochschule für Medien Köln, arbeitet im Gespräch mit ihrer Kollegin Eva Testor anhand vieler Filmbeispiele deren Arbeitsweise sowie ihre technischen und ästhetischen Schwerpunkte heraus. Sie sprechen auch über Erfahrungen am Set und den Verlauf ihres Berufslebens in einer immer noch von Männern dominierten Branche.
Das Werkstattgespräch findet am Samstag, 28. April, 11 bis 16 Uhr, ebenfalls im Odeon Kino statt.

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