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Prof. donna Kukama

Professorin für Zeitgenössische Kunst / Globaler Süden
+49 221 20289 – 157
donna.kukama@khm.de

donna Kukama ist eine interdisziplinäre Künstlerin, die Performance-Kunst als Werkzeug für kreative Forschung einsetzt. Ihre Arbeit präsentiert Institutionen, Denkmäler, Gesten des Protests, Gerüchte und flüchtige Momente, die ebenso real wie fiktiv sind. Ihre zwischen Performance, Video, Text, Sound und Multimedia-Installationen wechselnde Praxis nimmt eine experimentelle Form an und wendet Methoden an, die bewusst undiszipliniert sind. Sie nutzt die Performance als eine Strategie, die es ihr erlaubt, Methoden zu erfinden und anzuwenden, die außerhalb des Kanons des Vorhersehbaren oder Erwarteten liegen. Sie hinterfragt die Art und Weise, wie Geschichte erzählt wird, und untergräbt die Konstruktion von Wertesystemen, wobei sie sich oft auf methodische Perspektiven konzentriert, die aus dem globalen Süden stammen. In ihrer Praxis verwebt sie große mit kleinen Aspekten der Geschichte, indem sie fragile und kurze Momente der "Fremdheit" in soziopolitische Zusammenhänge einführt. Ihre Performances sind als Gesten der Poesie mit einer politischen Absicht und dem dringenden Bedürfnis zu verstehen, die bestehenden Kanons hinsichtlich der Art und Weise, wie wir die Realität betrachten, zu destabilisieren.

Für Kukama wird die Performance zu einer Strategie, um fremde, "undokumentierte" Stimmen und Präsenzen in die Geschichte einzufügen, indem sie Orte und Territorien besetzt, die an weniger erzählte Geschichten erinnern.


Kukama hat in mehreren namhaften Institutionen und Museen ausgestellt und Performances präsentiert, darunter die Tate Modern in London, Nottingham Contemporary in Nottingham, Padiglione de'Arte Contemporanea Milano in Mailand, South African National Gallery in Kapstadt, Museum of Modern Art in Antwerpen, nGbK in Berlin und das New Museum in New York. Sie hat unter anderem an der 10. Berlin Biennale, der 57. Belgrad Biennale, der 12. Lyon Biennale, der 6. Moskauer Biennale für zeitgenössische Kunst, der 32. Bienal de São Paulo, der 3. New Museum Triennale, der 1. Stellenbosch Triennale, der 8. Berlin Biennale und der 55. Venedig Biennale (als Teil des südafrikanischen Pavillons). 2014 erhielt sie den Standard Bank Young Artist Award for Performance Art in Südafrika und wurde für den MTN New Contemporaries Award 2010 in Südafrika nominiert.

In den vergangenen zehn Jahren (2011-2021) war sie Dozentin am Fachbereich Bildende Kunst der University of Witwatersrand in Johannesburg. Sie war kürzlich Gastprofessorin an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK Braunschweig) in Deutschland (2019-2020) und ist Gastkünstlerin für das Work. Masterprogramm an der Hochschule für Kunst und Design in Genf (HEAD Genève) in der Schweiz (2021-2023). Kukama erwarb einen Master in Kunst im öffentlichen Raum (MAPS) an der Ecole Cantonale d'Arts du Valais in der Schweiz und wird ihren PhD in kreativer Forschung an der University of Plymouth, UK, abschließen.

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