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„Ein Glückstreffer für die KHM“

Begrüßung von Rektor Mathias Antlfinger, im Vordergrund Oberbürgermeisterin Henriette Reker (Foto: Dörthe Boxberg)

... nannte es Rektor Prof. Mathias Antlfinger beim Festakt zur Einweihung des neuen Hauptgebäudes der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) am Heumarkt 14.

Den Festakt begleiteten Grußworte von Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, von Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, und von Hans Peter Wollseifer, Präsident der Handwerkskammer zu Köln (HWK).

Montag, 13. Mai 2024, Heumarkt 14
50667 Köln

Mit einem abwechslungsreichen Programm gestalteten der Rektor Prof. Mathias Antlfinger und sein Team am Montag, den 13. Mai 2024, den Festakt zur Einweihung des neuen Hauptgebäudes der KHM am Heumarkt 14 für über 100 Gäste aus Köln und Nordrhein-Westfalen. Denn es galt Vieles zu feiern: Einen Umzug nach nur zweieinhalb Jahren Sanierungs- und Vorbereitungszeit mit über 120 Mitarbeiter*innen aus Lehre und Verwaltung. Mehr Platz und produktive Möglichkeiten für die „Medialen Künste“ an der KHM. Das Verbleiben im alten Viertel mit einem neuen Ausstellungsraum und besserer Sichtbarkeit. Eine gelungene, kooperative Zusammenarbeit mit der Eigentümerin des Gebäudes, der Handwerkskammer zu Köln (HWK). Die KHM hat das zum Innenhof hin vier- bis fünfgeschossige und zur Rheinseite hin elfstöckige Gebäudeensemble für die nächsten 30 Jahre als neues Hauptgebäude und Zuhause angemietet.


Rektor Mathias Antlfinger charakterisierte diesen Umzug daher als absoluten Glückstreffer. Anfang 2020 bot sich der KHM die einmalige Gelegenheit, beim Umbau des ehemaligen Ausbildungszentrums der Handwerkskammer zu Köln mitzuwirken – und es in ein modernes und nachhaltiges Gebäude für eine Kunsthochschule zu verwandeln. Damit ist die KHM nach langen, mehrfachen Überlegungen für alternative Standorte endlich zuhause: in ihrem wuseligen, alten Quartier, mitten im Herzen von Köln und nur wenige Meter entfernt vom Rhein. Wir dürfen uns alle glücklich schätzen über die tollen, neuen Räume und die größere Sichtbarkeit in der Stadt.“


Grußworte der nordrhein-westfälischen Ministerin für Kultur und Wissenschaft Ina Brandes, der Kölner Oberbürgereisterin Henriette Reker und HWK-Präsident Hans Peter Wollseifer folgten seiner Begrüßung.


Ministerin Ina Brandes: „Kunst gehört im besten Fall dorthin, wo die Menschen sind. Mit den neuen Räumen für die Kunsthochschule für Medien Köln ist das in hervorragender Weise gelungen. Mitten in der Innenstadt können 400 Studentinnen und Studenten ihre Arbeiten ins Schaufenster der Stadt stellen. Die neue Kunsthochschule ist ein vorbildliches Beispiel dafür, wie Hochschulbau und Stadtentwicklung von gemeinsamer Planung profitieren können.“


Oberbürgermeisterin Henriette Reker: Die Kunsthochschule für Medien Köln ist die Nachwuchsschmiede für den Kunst- und Medienstandort und ein wichtiger Kooperationspartner für die Kulturinstitutionen in unserer Stadt. Gerade für unser Köln der 180 Nationen sehe ich mit einer lebendigen Kulturszene die Chance, dass sich konstruktive, gesellschaftliche Diskurse entwickeln und Ideen entstehen, die unsere Demokratie braucht.“


Hans Peter Wollseifer, Präsident der Handwerkskammer zu Köln, ergänzte: „Handwerk ist Kunst und Kunst ist Handwerk. Insofern gelingt uns mit dem Einzug der KHM am Hauptsitz der HWK zu Köln eine wunderbare Symbiose. Mit der KHM haben wir eine langfristige Mieterin gewonnen, die mit ihrem vielfältigen Studienangebot und jungen Kreativen unseren Standort am Heumarkt bereichert. Das neue Hauptgebäude der KHM ist ein für das Stadtbild prägendes Gebäudeensemble im Herzen Kölns. Dass es gelungen ist, den Bau trotz steigender Preise, Materialengpässen und Verzögerungen im Bauantragsverfahren in zweieinhalb Jahren fertigzustellen, ist eine großartige Leistung.“


Mit kleinen Filmbeiträgen und einer Podiumsdiskussion mit den vier Professor*innen Lilian Haberer, Mischa Kuball, Pia Marais, Katrin Röggla und der Studentin Viktoria Gurina wurden den über 100 Gästen aus Köln und Nordrhein-Westfalen zudem die KHM und ihr Konzept der künstlerischen Vielfalt etwas nähergebracht. Das gesamte Programm moderierte Sonja Hofmann, Kuratorin und Leiterin des Filmbüros NW e.V..


Im Anschluss folgten Führungen durch das neue Gebäude bis hinauf auf die Dachterrasse im 9. Stock, von der aus ein umwerfender Blick über Köln zu haben ist. In ausgewählten Räumen wurden beispielhaft Projekte von Studierenden aus den künstlerischen Schwerpunkten Animation, Experimentelle Informatik, Literarisches Schreiben und Multispecies Storytelling gezeigt.

Im Multispecies Studio setzte sich Kunst mit Perspektiven auf und Beziehungen zu Tieren, Pflanzen, Pilzen, Bakterien auseinander. In einem zukünftigen Seminarraum präsentierte der Bereich Animation „Diary of Confinement“, eine Zusammenarbeit zwischen sieben internationalen Kunsthochschulen, die Erfahrungen des „Eingeschlossenseins“ während der Corona-Zeit thematisiert. Im zukünftigen Senatssaal beschäftigten sich Werke von Studierenden mit der Ästhetisierung der Gesellschaft und den generativen Möglichkeiten Künstlicher Intelligenzen (KI). In einem Multifunktionsraum (9. Etage) wurde das Diplomprojekt von Suse Itzel vorgestellt, das sich in einer Rauminstallation mit dem sexuellen Missbrauch auseinandersetzt.


Nach Buffet und Get-together startete ab 19 Uhr eine Party mit DJ für alle Gäste, Beschäftigte und Studierende der KHM.


Die Handwerkskammer hatte sich Anfang 2019 zu einer umfangreichen Sanierung des Gebäudes am Heumarkt 14 entschlossen. Ehemalige Mieter wie das Stadtarchiv der Stadt Köln hatten neue Liegenschaften bezogen. Zudem war das Gebäude aus den frühen 1970ern in Bezug auf energetische Qualität, Haustechnik, Brandschutz und Grundrissstruktur in die Jahre gekommen. Vorgesehen war eigentlich eine Objektentwicklung mit Vermietung an verschiedene Bürogemeinschaften. Doch dann wurde die KHM auf den Leerstand aufmerksam: Schnell war klar, dass die Räumlichkeiten ideal für eine Kunsthochschule geeignet sind. Die KHM war schon länger auf der Suche nach einer passenden Immobilie und benötigt laut Hochschulentwicklungsplan 10.500 Quadratmeter Nutzfläche, während sie bis dahin nur 7.700 Quadratmeter rund um den Filzengraben 2 belegte. Durch den Bezug des nahegelegenen neuen Hauptgebäudes am Heumarkt verfügt die KHM nun über rund 10.500 Quadratmeter Nutzfläche und viele neue Möglichkeiten.


Die KHM bietet seit 1990 das Diplomstudium Mediale Künste als 9-semestriges Studium (Diplom 1) oder als 4-semestriges Studium (Diplom 2) an. Das künstlerische Projektstudium ist interdisziplinär angelegt und lässt jedem Studierenden die freie Wahl von künstlerischen Schwerpunkten wie z.B. Animation, Filmregie, Fotografie, Kamera, Literarisches Schreiben, Performance, Public und Digital Art. Rund 400 Studierende sind jährlich an der KHM eingeschrieben, von denen mindestens ein Drittel aus dem Ausland kommt. Rund 70 Bewerber*innen werden pro Wintersemester neu aufgenommen.

Redaktion — Juliane Kuhn

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