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The Damaged Planet – Symposium mit internationalen Gästen

KHM

Mit Beiträgen von Leonie Bremer, Alenda Y. Chang, Peter Emorinken-Donatus, Thom van Dooren, Fabiana Fragale, Beate Gütschow, Carmen Hornbostel, Kilian Kuhlendahl, Jens Mühlhoff, Milo Rau, Doris Schweitzer, Nicole Seymour, Esteban Servat, Agnes Stillger, Louise Wagner, Markus Wissen.

Freitag + Samstag, 6. + 7. Mai 2022, ab 10 / 12 Uhr, Aula und online
Filzengraben 2, 50676 Köln
  • The Damaged Planet – Symposium

mit internationalen Gästen in der Aula der KHM und online

Freitag und Samstag, 6. und 7. Mai 2022

Anmeldungen via: thedamagedplanet2022@khm.de

Zu den Online-Links:


Zur Landing Page  und der ganzen Veranstaltungsreihe


Handlungsmöglichkeiten in der Klimakrise werden weltweit diskutiert: Viele politische Prozesse sind angestoßen, die EU arbeitet an einem Green Deal, einige Staaten haben mit dem Umbau zu einer CO2-neutralen Energieversorgung begonnen. Trotzdem wird das für die global-ökologische Transformation vorhandene knappe Zeitfenster nicht beachtet; Artenschutz als zweite fundamentale Säule für das Überleben wird weiterhin ausgeblendet. Gerechtigkeitsfragen entstehen: Wie kann die anstehende Transformation untere und mittlere Einkommen nicht überproportional belasten? Was ist ein fairer Ausgleich für die schon entstandenen Schäden in den Ländern des Globalen Südens? Was fehlt, ist die Bereitschaft, Wirtschaft und Gesellschaft radikal neu zu denken. Gleichzeitig findet allerorts ein überdimensionales politisches wie privatwirtschaftliches Green-Washing statt. Diesen Herausforderungen möchten wir auf unserer Tagung mit radikalen Denkansätzen und konkretem Handeln begegnen.


In Fortführung unserer Veranstaltungsreihe „The Damaged Planet“ wollen wir im Rahmen eines Symposiums die aktuelle Lage diskutieren. Die Veranstaltung beginnt mit den Theatermacher*innen Carmen Hornbostel und Milo Rau, die ihren ökosozialen Einsatz am NT Gent auch als Zusammenarbeit mit aktivistischen Gruppierungen verstehen. Die an der KHM lehrende Künstlerin Beate Gütschow verbindet ebenfalls politisches und künstlerisches Engagement zu einer fotografischen Arbeit, die sie im Anschluss ihres Forschungsfreisemesters vorstellen wird. Die Studierenden und Absolvent*innen der KHM  Fabiana FragaleJens Mühlhoff und Kilian Kuhlendahl werden einen Film über Aktivismus in Deutschland vorstellen, der aus dem Filmmaterial von Steffen Meyn entstanden ist. Meyn hatte die Besetzung des Hambacher Waldes dokumentiert und ist dabei 2018 tragisch ums Leben gekommen. In einem Panel werden die Aktivist*innen Leonie Bremer, Peter Emorinken-DonatusEsteban Servat und Louise Wagner von ihren Aktionen berichten. Die Film- und Medienwissenschaftlerin Alenda Y. Chang beschäftigt sich mit Ökologie in Videospielen und setzt sich für eine medienvermittelte Interessenvertretung bedrohter Spezies ein. Der Philosoph und Autor Thom van Dooren stellt in seinen Multispezies-Ethnographien eine Ethik der Sorge vor, in der Wissen vom eigenen Handeln nicht abgekoppelt ist. Die Literaturwissenschaftlerin Nicole Seymour beschäftigt sich aus queer-feministischer Perspektive mit Emotionen in Eco-Kunst, Aktivismus und Diskurs und fragt, ob es auch kontraproduktive Erzählungen der ökologischen Krise gibt. Agnes Stilliger, Kunsthistorikerin und Ethnologin, spricht über „Environmental Racism“ und de-koloniale Kunstpraktiken in Afrika. Wie Wirtschaft und Recht neu gedacht werden können, danach fragen der Politikwissenschaftler Markus Wissen und die Rechtssoziologin Doris Schweitzer und plädieren dabei nachdrücklich für eine alternative Ökonomie jenseits von Profit und einem neuen Recht der Natur.


Informationen zu den einzelnen Gästen >>>

PROGRAMM

Freitag,  6 . Mai 2022, Aula

12:00 – 12:30 Uhr, Einführung
12:30 – 13:45 Uhr, Carmen Hornbostel / Milo Rau
(NT Gent) – Ein Theater der Nachhaltigkeit? Produktion, Distribution, Theorie, Politik
14:00 – 15:00 Uhr, Fabiana Fragale, Jens Mühlhoff und Kilian Kuhlendahl (Kunsthochschule für Medien Köln) – Ein Kampf mit Körpern und Bildern
PAUSE
15:30 – 16:30 Uhr, Leonie Bremer, Peter Emorinken-Donatus, Esteban Servat und Louise Wagner – Podiumsdiskussion mit Aktivist*innen von Fridays for Future, Bündnis Ökozidgesetz, Shell Must Fall, Ende Gelände
16:45 – 18:00 Uhr, Doris Schweitzer (Goethe-Universität Frankfurt) – „Rechte der Natur“ als kritische Intervention?
PAUSE
18:30 – 19:45 Uhr, Markus Wissen (Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin) – Imperiale und solidarische Lebensweise


Samstag, 7. Mai 2022, Aula

10:30 – 11:45 Uhr, Agnes Stillger (Universität zu Köln) –
Für den Erhalt des Gleichgewichts alles Lebendigen.
Ökologie-kritische Kunstpraktiken in Afrika

12:00 – 13:15 Uhr, Thom van Dooren (University of Sydney) – Stories from the Snail Ark: Hope in a Time of Loss
PAUSE
14:30 – 15:45 Uhr, Beate Gütschow (Kunsthochschule für Medien Köln) – Bericht aus dem Forschungsfreisemester
16:00 – 17:15 Uhr, Alenda Y. Chang (University of California, Santa Barbara) – Cloudy with a Chance of Play
PAUSE
17:30 – 18:45 Uhr, Nicole Seymour (California State University, Fullerton) –  Climate Change and the Limits of Satire
19:00 Uhr, Abschlussdiskussion


Organisator*innen: Pascal Dreier, Beate Gütschow, Thomas Hawranke, Ute Hörner, Fatima Kastner, Isabell Lorey und Kathrin Röggla.


Das weitere Programm im SoSe 2022

  • Workshop "Zukunft des Lebens"

mit dem Dramaturgen Frank M. Raddatz, dem Politikwissenschaftler Christopher Coenen und der Schriftstellerin und Professorin Kathrin Röggla von der KHM

Mittwoch und Donnerstag, 22. und 23. Juni 2022, 10:00-17:00 Uhr, Aula der KHM

Informationen folgen hier >>>


  • Mutante: Requiem für einen Wald

Performance mit Künstler*innen und beteiligten Akteur*innen des Workshops

Donnerstag, 23. Juni 2022, 20:00 Uhr, Aula der KHM

Informationen folgen hier >>>

Redaktion — Juliane Kuhn
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