degree_show – out of KHM

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Anna Ehrenstein, A Lotus  is a Lotus, 2019

Ausstellung von Studierenden und Absolvent*innen im KIT – Kunst im Tunnel, Düsseldorf.

Termine
Ausstellungseröffnung: Freitag, 14. Februar 2020, 19 Uhr, KIT – Kunst im Tunnel (bis 17. Mai)
Mannesmannufer 1b
40213 Düsseldorf

Ist es in einer Zeit, in der die audiovisuellen Medien fest in unserem Bewusstsein verankert sind, noch möglich, eine kritische Haltung einzunehmen zu der uns umgebenden Fülle an Nachrichten, Meinungen, Unterhaltung und pausenloser Selbstdarstellung?

Die Ausstellung „degree_show - out of KHM“ zeigt, wie zeitnah und eindringlich Künstler*innen relevante gesellschaftliche Themen und Entwicklungen in ihren Arbeiten reflektieren.

Die Schau vereint hierfür zeit- und medienbasierte (Abschluss-)Arbeiten von Student*innen und Absolvent*innen der Kunsthochschule für Medien Köln.


Mit Céline Berger, András Blazsek, Viktor Brim, Anna Ehrenstein, Kerstin Ergenzinger, Denzel Russell, Søren Siebel presents Bas Grossfeldt.


Die Ausstellung ist bereits das dritte Projekt, das im Rahmen einer Kooperation mit der KHM realisiert wird. Eine Zusammenarbeit, die aufzeigt, wie vielfältig der Kunstbildungsstandort NRW ist.

Kuratiert von Mischa Kuball und Gertrud Peters.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf und der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland.

Redaktion — Juliane Kuhn

Céline Bergers (*1973) Fokus liegt auf der Sprach- und Bildwelt heutiger Arbeits- und Unternehmensstrukturen. In der Videoarbeit „Rare Birds In These Lands“ erkundet die Künstlerin die Schnittstelle zwischen Kunst und Unternehmen. Ausgangspunkt ist ein Risikoanalyse-Workshop und die Frage, welche Auswirkungen es hat, wenn Künstler mit Unternehmen zusammenarbeiten.


András Blaszek (*1984) installiert im KIT eine „akustische Wand“ und experimentiert mit den Möglichkeiten, wie Klang im Raum selbst zur Architektur werden kann. Seine Installation spielt mit der Wahrnehmung des Betrachters: Sie ruft den auditiven Eindruck von Sound hervor, ohne dass tatsächlich Sound erklingt.


Mit „Dark Matter“ zeigt Viktor Brim (*1987) dokumentarische Aufnahmen einer Diamantmine in Jakutien. Aneinandergereiht erzeugen einzelne Filmschnipsel ein bedrückendes Stimmungsbild: Zwischen dichten Nebelschleiern, dem Rauschen des Windes und weitläufigen Landschaften offenbart sich der brutale und naturzerstörende Rohstoffabbau.


Das multimediale Werk „A Lotus Is A Lotus“ von Anna Ehrenstein (*1993) befasst sich mit verschiedenen kulturellen Phänomenen und ihrer Manifestation als „Fake“ and „Folk“: Markenfälschung und folkloristische Objekte als Souvenirs. Die Erforschung der zeitgenössischen Verbreitung von Exotika dient als Ausgangspunkt für eine fieberhafte Traumlandschaft aus Lentikulardrucken, Textilarbeiten und einer Video-Installation.


Mit „Pluvial“ zeigt Kerstin Ergenzinger (*1975) eine bewegliche Klanginstallation. Das 80-kanalige Rauminstrument erzeugt akustisch regnerische Bedingungen: sei es ein einzelner Niederschlag oder anhaltende Regenfälle. „Pluvial“ lädt ein, sich in die Klänge hinein zu begeben und in ihnen aufzugehen.


Denzel Russell (*1989) beleuchtet in seiner Videoinstallation „Schwarz, Weiß und Blau“ die ökonomischen und kulturellen Unterschiedene zwischen den drei Ländern, die ihn geprägt haben: die USA, Trinidad und Tobago und Deutschland. Dabei interessieren ihn Identitäten wie die der früh verstorbenen afroamerikanisch-deutschen Dichterin May Ayim.


„Die Architektur des Unbewussten“ von Søren Siebel ist eine Interaktion zwischen Körpern, Sound und Umgebung. Durch halbtransparente Wände entstehen neue Räume in denen die Musik von Bad Grossfeld erklingt. Nach einer Choreografie des Künstlers bewegen sich Tänzer durch die Installation, die frei zugänglich für das Publikum ist.


Und mehr ...
12. März 2020, 18 Uhr: Sparda-Kunst-Apéro, 18 Uhr

Gespräch mit den Künstler*innen und den Kurator*innen, Gertrud Peters und Mischa Kuball. Die Stiftung der Sparda-Bank West und KIT laden zum Sparda-Kunst-Apéro in die aktuelle Ausstellung ein. Der Eintritt ist frei.


4. April 2020, 19-02 Uhr: Düsseldorfer Nacht der Museen

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