"In Search..." beim Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund | Köln

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Das Festival präsentiert den preisgekrönten Abschlussfilm von Beryl Magoko (Regie und Buch) und Jule Katinka Cramer (Bildgestaltung) als NRW-Premiere in Kooperation mit der Frauenrechtsorganisation Medica Mondiale.

Termine
Freitag, 12. April 2019, 20 Uhr
Filmforum NRW im Museum Ludwig
Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln

Nach der erfolgreichen Uraufführung beim Festival Dok-Leipzig und bei der anschließenden internationalen Premiere beim Internationalen Dokumentarfilmfestival in Amsterdam (IDFA) ist der Abschlussfilm von Beryl Magoko und Jule Katinka Cramer nun erstmalig auch in Köln und NRW zu sehen. Das Frauenfilmfestival Dortmund | Köln (9. bis 14. April) präsentiert den Dokumentarfilm zum Thema Beschneidung bei Frauen und Mädchen sowohl in Dortmund (11. April, 20 Uhr, Dortmunder U) als auch in Köln (12. April., 20 Uhr, Museum Ludwig) in Kooperation mit der Frauenrechtsorganisation Medica Mondiale. Sybille Fezer, Geschäftsführerin für internationale Programme bei medica mondiale, wird im Anschluss an die Vorführung ein Gespräch mit Beryl Magoko und Jule Katinka Cramer führen. 


Die Filmemacherin Beryl Magoko wuchs in einem ländlichen Dorf in Kenia auf. Als junges Mädchen dachte sie, dass alle Frauen in der Welt beschnitten werden. Sie ertrug dieses Initiationsritual ohne zu wissen, welche gravierenden Folgen das Female Genital Mutilation/Cutting (FGM/C) für ihr Leben haben wird. Viele Jahre später erfährt sie, dass es eine neue Operationsmethode gibt, die verspricht das zurückzugeben, was damals verloren ging. In ihrem autobiografischen Dokumentarfilm „In Search...“ erforscht sie das emotionale Dilemma, indem sie mit anderen Frauen spricht, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Beryl versucht herauszufinden, ob sie sich dieser Operation unterziehen soll – eine zweite Reise ins Unbekannte. „Werde ich nochmals einen furchtbaren Fehler machen?“ oder „Bin ich bereit, mich mit meinem Trauma auseinanderzusetzen?“ sind die Fragen, die diese authentische und emotionale Suche in das Innerste einer jungen Frau führen.

"In Search ...", 2018, Dokumentarfilm, 90 Min. Regie und Buch: Beryl Magoko; Bildgestaltung: Jule Katinka Cramer; Schnitt: Fani Schoinopoulou BFS; Sounddesign und Mischung: Tim Elzer; Ton: Malin Schmid, Johannes von Barsewisch; Betreuung: Prof. Sophie Maintigneux, Prof. Katrin Schlösser, Prof. Karin Michalski; Produktion: Kunsthochschule für Medien Köln; Förderung: Film- und Medienstiftung NRW; Weltvertrieb: Rushlake Media Köln

Auszeichnungen für „In Search...“: Best Student Documentary, Internationales Dokumentarfilmfestival Amsterdam (IDFA) 2018 Publikumspreis „Leipziger Ring“, Dok-Leipzig 2018; Großer Preis der Freunde der KHM 2018; Förderpreis des Landes NRW für junge Künstlerinnen und Künstler 2018 für Beryl Magoko


Beryl Magoko wurde 1984 in Kenia geboren und studierte an der Kampala Universität in Uganda. Ihr Abschlussfilm „The Cut“ (2012) erhielt zahlreiche internationale Auszeichnungen. Von 2014 bis 2018 studierte sie an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM). „In Search...“ ist ihr Diplomfilm. Derzeit bereitet sie ihr neues Dokumentarfilmprojekt vor.

Jule Katinka Cramer wurde 1979 in Hamburg geboren. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Filmemacherin an der ZeLIG Schule für Dokumentarfilm in Bozen. Im Anschluss war sie für verschiedene Kino- und Fernsehproduktionen tätig, u.a. bei Tamara Trampe, Johann Feindt und Annekatrin Hendel. Von 2014 bis 2017 absolvierte sie ein Postgraduiertenstudium an der KHM mit Schwerpunkt Bildgestaltung. „In Search...“ ist ihr Diplomfilm.

medica mondiale engagiert sich seit 25 Jahren für traumatisierte Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten und bietet Betroffenen vor Ort traumasensible und psychosoziale Gesundheitsarbeit, Rechtshilfe sowie ökonomische Unterstützung. Auf politischer Ebene setzt sich medica mondiale für die Durchsetzung der Rechte von Frauen ein, fordert eine konsequente Ahndung der Verbrechen sowie wirksamen Schutz, Gerechtigkeit und politische Teilhabe für die Überlebenden der Gewalt.

Redaktion — Ute Dilger
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