KHM-Heimspiel Spezial EXPERIMENTALFILM

KHM
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Still aus "One Hour Real" von Miriam Gossing & Lina Sieckmann

Die Filmreihe präsentiert die ersten Experimentalfilme von Miriam Gossing, Lina Sieckmann und Lukas Marxt nach dem Studium an der KHM. Ausgewählt und präsentiert von Matthias Müller, Professor für Experimentalfilm an der KHM, und Daniel Burkhardt, künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter.

Prof. Matthias Müller und Daniel Burkhardt präsentieren Debütfilme von KHM-Absolvent/innen im Bereich Experimentalfilm und zeigen u . a. „One Hour Real“ von Miriam Gossing und Lina Sieckmann (2017, 12 Min.), der sich mit dem Freizeitphänomen der Real Life Escape Games beschäftigt und bei den Kurzfilmtagen Oberhausen 2017 uraufgeführt wurde, und „Imperial Valley (cultivated run-off)" von Lukas Marxt (2018, 14 Min.) über die industrielle Landwirtschaft und das Bewässerungssystem in der Sonora-Wüste Kaliforniens, der in diesem Jahr bei der Berlinale seine Premiere feierte.


"One Hour Real" (Experimentalfilm, 2017, 12 Min.) 
One Hour Real schaut auf die Kulissen und Fassaden eines zeitgenössischen Freizeitphänomens: den sogenannten Real Life Escape Games. Angelehnt an die Inszenierung populärer Horrorfilme und Ego-Shooter-Games findet eine Rückübersetzung des virtuellen in den realen Raum statt. Gefühle von Angst, Kontrollverlust und Gefahr werden innerhalb des Zeitfensters von einer Stunde auf gesichertem Terrain erprobt.
Konzept und Realisation: Miriam Gossing, Lina Sieckmann; Bildgestaltung: Christian Kochmann; Ton: Tim Gorinski; Sounddesign: Jonathan Kastl; Produktion: Stichting Cinema Lumiére Maastricht; Förderung: Film- und Medienstiftung NRW; Verleih: Light Cone Paris

"Edifice" (Musikvideo, 2017, 5 Min.) 

Edifice dokumentiert eine zweimonatige Reise durch die USA, die in der Wüste von Utah und Nevada endet. Zwei unbestimmte weibliche Figuren flüchten vor etwas Unbekanntem.

Konzept, Regie, Performance und Kamera: Miriam Gossing, Lina Sieckmann; Kamera: Christian Kochmann; Schnitt: Stefan Ramírez Pérez; Musik: Huygend, Simon Waskow, Tilman Singer


Miriam Gossing (*1988 in Siegburg) Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln von 2009 bis 2015. Gaststudium an der Kunstakademie Düsseldorf 2016 / 2017.  Ihr Abschlussfilm "Ocean Hill Drive" (2016, 22 Min., gemeinsam mit Lina Sieckmann) wurde mit dem Deutschen Kurzfilmpreis in Gold 2016 in der Kategorie Experimentalfilme ausgezeichnet. 2017 erhielt sie (gemeinsam mit Lina Sieckmann) den Förderpreis des Landes NRW für junge Künstlerinnen und Künstler, für ihr neues gemeinsames Filmvorhaben "Freetime Mermaid" das Wim Wenders Stipendium.


Lina Sieckmann (*1988 in Engelskirchen) Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln von 2009 bis 2015. Gaststudium an der Kunstakademie Düsseldorf 2016/2017. Ihr gemeinsamer Abschlussfilm "Ocean Hill Drive" (2016, 22 Min.) wurde mit dem Deutschen Kurzfilmpreis in Gold 2016 in der Kategorie Experimentalfilme ausgezeichnet. 2017 erhielten sie den Förderpreis des Landes NRW für junge Künstlerinnen und Künstler, für ihr neues gemeinsames Filmvorhaben "Freetime Mermaid" das Wim Wenders Stipendium.

Redaktion — Ute Dilger

„Imperial Valley (cultivated run-off)" 
(Experimentalfilm, 2018, 14 Min.)

Das Imperial Valley ist eine der bedeutendsten Regionen der industriellen landwirtschaftlichen Produktion Kaliforniens. Das Tal ist rein geologisch Teil der Sonora-Wüste. Ein riesiges Bewässerungssystem, das den Colorado-River anzapft, wie auch den eigens dafür angelegten All-American Canal, macht es urbar und für die landwirtschaftliche Superproduktion verwertbar. Der Abfluss dieses Systems von Rohren, Pumpen und Kanälen führt in den künstlich angelegten Saltonsee, der ebenso wie die angrenzenden Regionen Mexikos auf eine ökologische wie ökonomische Katastrophe zusteuert.
Regie, Kamera, Schnitt und Produktion: Lukas Marxt; Montageberatung: Vanja Smiljanic; Sounddesign: Jung An Tagen; Unterstützung: BKA – Innovative Film Austria, Kunststiftung NRW, Stiftung Kunstfonds, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW; Verleih: sixpackfilm Wien


Lukas Marxt (*1983 in der Steiermark, Österreich) Bis 2004 studierte er Geografie und Umweltsystemwissenschaften in Graz und wechselte dann an die Kunstuniversität Linz für ein Studium der Audiovisuellen Gestaltung. 2007/2008 studierte er an der Faculdade de Belas-Artes der Universität Lissabon und 2009/2010 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Von 2009 bis 2012 absolvierte er ein Postgraduiertenstudium an der KHM. 2013 erhielt er den Förderpreis des Landes NRW für junge Künstlerinnen und Künstler. Im gleichen Jahr wurde sein Kurzfilm "Reign of Silence" mit dem Marler Videokunstpreis ausgezeichnet. 2014 erhielt er für "High Tide" den Diagonale Preis für innovatives Kino. 2016 wurde seine Videoarbeit "Circular Inscription" beim Deutschen Kurzfilmpreis nominiert. Seine Arbeiten werden regelmäßig international in Ausstellungen und bei Filmfestivals präsentiert.

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