Medienpolitisches Colloquium: Die neue Rechts-Links-Kommunikation

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Unter der Moderation von Brigitte Baetz (Freie Journalistin, u.a. Deutschlandfunk) diskutieren Clemens Bomsdorf (Freier Journalist und Autor), Johannes Hillje (Politikberater und Autor), Caroline Sommerfeldt-Lethen (Autorin) und Marina Weisband (Politikerin und Autorin).

Auf Einladung von IfM (Institut für Medien- und Kommunikationspolitik) und KHM. Anmeldungen bitte bis zum 3. September unter frederik.zimmermann@medienpolitik.eu   


Wenn Politiker wie der CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt eine neue „konservative Revolution“ ausrufen, entzünden sich an solchen Steilvorlagen regelmäßig moralisch aufgeladene und hoch emotionale Debatten zwischen dem „linken“ und „rechten“ Lager der bundesrepublikanischen Gesellschaft. Beide Seiten beanspruchen dabei moralische Überlegenheit und die besseren Argumente für sich. Von „Gesinnungsdiktatur“ und „Opferhabitus“ ist die Rede, manche sehen die Bundesrepublik, nach dem Einzug der AfD in den Bundestag, gar in einer politischen Situation, die der Endphase der Weimarer Republik gleicht. Medienwissenschaftler haben die „große Gereiztheit“ (B. Pörksen) ausgerufen; entsprechende Bücher heißen „Mit den Rechten reden“ oder „Mit Linken leben“.


In neuesten Sonntagsfragen geben allerdings rund achtzig Prozent der Wahlberechtigten an, weiter wacker für CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne und die inzwischen eher verbürgerlichte Linkspartei stimmen zu wollen. Inwieweit handelt es sich bei der angeblich oder tatsächlich gereizten Stimmung also eher um Medien- und Spotlight-Effekte, hervorgerufen durch relativ neue Äußerungsmöglichkeiten via Facebook und Twitter? Oder deuten sich tatsächlich nachhaltige Verschiebungen in der politischen Tektonik bzw. Kommunikation an - auch auf auf europäischer und geopolitischer Ebene?

Redaktion — Juliane Kuhn
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