Antrittsvorlesung: Prof. Pia Marais

KHM
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Seit 2017 ist die Regisseurin und Autorin nebenberufliche Professorin für Spielfilm an der KHM. In ihrer Antrittsvorlesung stellt sie ihren Spielfilm "Layla Fourie" vor. Begrüßung: Prorektorin Prof. Sophie Maintigneux

Die Regisseurin und Autorin Pia Marais lehrt seit April 2017 Spielfilmregie an der Kunsthochschule für Medien Köln. In ihrer Antrittsvorlesung gibt sie Einblick in ihre Arbeitsweise und zeigt Ausschnitte aus ihren Spielfilmen „Die Unerzogenen“ (2007, 95 Min.) und „Im Alter von Ellen“ (2010, 95 Min.) und stellt ihren Spielfilm „Layla Fourie“ (2013, 107 Min.) in ganzer Länge vor. Diesen Film hat Pia Marais in Südafrika gedreht, wo sie aufgewachsen ist. Der Film wurde im Wettbewerb der Berlinale 2013 uraufgeführt und von der Jury ausgezeichnet. Im Anschluss an die Filmpräsentation führt Prof. Sophie Maintigneux das Publikumsgespräch mit Pia Marais.

Pia Marais, geboren in Johannesburg als Tochter eines südafrikanischen Schauspielers und einer Schwedin, wuchs in Südafrika, Schweden und Spanien auf. Sie studierte zunächst Bildhauerei und Fotografie in London, Amsterdam und an der Düsseldorfer Kunstakademie und danach Filmregie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin. Mit „Die Unerzogenen“ gab Marais 2007 ihr Langfilmdebüt als Regisseurin. Der Film wurde u.a. mit dem Preis der deutschen Filmkritik 2007 ausgezeichnet, dem „Tiger Award 2007“ beim Rotterdam Filmfestival und dem Crossing Europe Award als bester Spielfilm 2007. Ihr zweiter abendfüllender Spielfilm „Im Alter von Ellen“ wurde in der Residence du Festival de Cannes entwickelt und beim Filmfestival in Locarno uraufgeführt und ebenfalls mehrfach ausgezeichnet. 2013 feierte ihr dritter abendfüllender Spielfilm „Layla Fourie“ seine Uraufführung im Wettbewerb Berlinale und wurde von der Jury lobend erwähnt. Beim Filmfestival in Rotterdam erhielt sie 2014 den Arte Cinema Development Award. Zur Zeit arbeitet sie an ihrem neuen Film „Cari Compagni“, einem Dokumentarfilm über ein Heim für alte Musiker und die Transamazônica, den sie wieder gemeinsam mit Pandora Film herstellen wird.

„Layla Fourie" (D/Südafrika/F/NL, 2013, 105 Min.)
Layla ist eine alleinerziehende Mutter, die in Johannesburg mit ihrem Sohn von Gelegenheitsjobs lebt. Sie lässt sich zur Polygraphistin ausbilden und erkämpft sich einen Job in einer Sicherheitsfirma, die auf Lügendetektoren spezialisiert ist. Auf dem Weg zum neuen Arbeitsplatz wird sie in einen Unfall verwickelt, der ihr Leben radikal verändert. Layla verstrickt sich in einem Netz aus Lügen und Täuschungen. Denn die Wahrheit könnte die Trennung von Mutter und Sohn bedeuten.


Credits: Regie: Pia Marais; Drehbuch: Horst Markgraf, Pia Marais; Kamera: André Chemetoff; Schauspiel: Rayna Campbell, August Diehl, Rapule Hendricks, Terry Norton, Rapulana Seiphemo, Jeroen Kranenburg, David Mello; Schnitt: Chris Teerink, Mona Bräuer; Kostümbild: Maleen Nokel; Szenenbild: Petra Barchi; Musik: Bachar Khalife; Ton: Herman Pieëte; Sound Design & Mischung: Bruno Tarrière; Produzenten: Claudia Steffen, Christoph Friedel; Produktion: Pandora Film Produktion; Koproduktion: Spier Films, DV8 Films, Topkapi Films, Cinema Defacto); Produktionsleitung: Moroba Nkawe; Förderung: Film- und Medienstiftung NRW, DFFF, Medienboard Berlin-Brandenburg, FFA, CNC, The Netherlands Film Fund, DTI, Eurimages, Media Programme of the EU; Fernsehbeteiligung WDR, ARTE; Weltvertrieb: The Match Factory; Verleih: Real Fiction Filmverleih

Redaktion — Ute Dilger
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