Stanislaw Mucha an der KHM

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Stanislaw Mucha zu Gast an der Kunsthochschule für Medien Köln
Stanislaw Mucha kann nicht nur auf einen außergewöhnlichen sondern bereits äußerst produktiven Lebenslauf zurückblicken. 1970 in Nowy Targ, Polen, geboren studierte Mucha Schauspiel an der Staatlichen Theaterhochschule in Krakau.
Nach Abschluss der Ausbildung und ersten Engagements am Theater und beim Film siedelte er 1995 nach Deutschland über und studierte von 1995 bis 2000 Film- und Fernsehregie an der HFF  Potsdam-Babelsberg. Furore machte Stanislav Mucha in den nächsten Jahren mit Dokumentarfilmen (u.a. “Mit ‘Bubi’ heim ins Reich”, “Die Mitte”, “Reality Shock”). Seinen Debütfilm “Absolut Warhola” (2001) stellt die KHM in einem öffentlichen Filmabend in Anwesenheit des Regisseurs vor. Mit dem Werk über die slowakischen Wurzeln der Pop-Art-Ikone Andy Warhol hat Mucha das Publikum für sich gewonnen und nebenbei zwei Grimme-Preise. “Irgendwo im Nirgendwo, im ’ruthenischen Bermuda-Dreieck’ zwischen Slowakei, Polen und der Ukraine, steht das einzige Pop-Art-Museum Europas. Stanislaw Muchas dokumentarische Komödie spürt in Medzilaborce und im Nachbardorf Miková den Wurzeln von Andy Warhol nach, dessen Sippe schon immer hier lebte und immer hier leben wird. Die Tanten, Vettern und Kusinen haben Zeit im Übermaß, sie haben Schnaps und haben einander, sie haben keine Arbeit – aber sie haben jeder eine eigene vage Ahnung von Warhol: Sein Name wurde für sie zum Mythos, zur Vision, zum greifbaren Grad der Verwandtschaft mit der unbegreiflich fernen, großen, unverstandenen Welt... Der Film entwickelt schon bald eine unaufhaltsame und kuriose Eigendynamik: Er richtet seinen Blick von der Pop-Art und Andy Warhol auf die Menschen und ihre Kunst, das Leben trotz Armut und Aussichtslosigkeit mit gesundem Phlegma und heiterer Gelassenheit zu meistern. 2006 produzierte Mucha zusammen mit Pandora Film Köln seinen ersten abendfüllenden Spielfilm. “Hope” wird im Wettbewerb des Internationalen Moskauer Filmfestivals (21. - 29.06.) seine Uraufführung feiern. Im Rahmen seines Fellow-Stipendiums an der KHM schreibt Mucha bereits an seinem nächsten Projekt und wird mit “Die Spielverderber” dem Spielfilm treu bleiben.
“Muchas Filme gleichen langen Reisen zu unbekannten und vergessenen Orten an der Grenze der Kulturen und Religionen; wirken wie Kuriositätenkabinette, bevölkert von skurrilen Gestalten und widerspenstigen Zeitgenossen, wie Resonanzräume für ketzerische Fragen, die in eine Mentalitätskunde mit hohem Unterhaltungs- und Erkenntniswert münden. Ein Filmemacher als Grenzgänger im wiedervereinigten Europa, der ein augenzwinkernder Agent provocateur und Erbe zugleich ist.” (Dr. Margarete Wach) Am 16. und 17. Juni steht Stanislaw Mucha den Studierenden der KHM zur Verfügung. Im Workshop geht es über die Arbeitsschritte im Dokumentarfilm - von der Idee zum fertigen Film - insbesondere aber über die Arbeit mit Protagonisten vor und hinter der Kamera. Absolut Mucha garantiert!
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