MC#.C

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Autor/innen:
Thomas Roppelt
Autor/innen:
Untertitel: (you fake your funk, your nose will grow)
Entstehungsjahr: 1996
Kategorien: Klang / Sound / Musik, Lichtkunst / Holografie, Lichtinstallation
Projektart: Diplom
Entstehung: 1996-1999, Laser-Sound-Performance; MC#.C sind programmierte Laserprojektionen, die auf der exakten Analogie zwischen Bild und Ton basieren. Mit einem speziellen Scanningsystem werden Bilder generiert, die die Regeln lasergerechter Graphiken mißachten um als experimentell-akustisches, techno-synthetisches Stereosignal hörbar zu werden. Die einzelnen Patterns sind gezeichnete Figuren oder mathematisch definierte Algorithmen, die live, über Tastatur-Befehle, angewählt und bearbeitet werden können. Die Analogie zwischen Ton und Bild basiert nicht auf einer frei gewählten Zuordnung sondern auf physikalischen Grundlagen der Akustik und den gerätespezifischen Eigenschaften der Maschine. Ein Bild setzt sich aus mehreren Punkten zusammen, deren X- und Y-Koordinaten bilden ein Spannungspaar, das als Stereosignal abgegriffen wird. In der dynamischen Abfolge von visuell und auditiv wahrnehmbaren Laserprojektionen wird der Laserapparat zu einem synthetischen Klang- und Bildinstrument. Durch die Bedienung von Apparaten in einer ,für sie nicht vorgesehen Art und Weise, ""nicht im Sinne des Erfinders"", können Maschinen die Grenzen ihrer Konstruktion übertreten. Man kann dies nun als ""transzendierende Wirkung von Maschinen"" oder nüchterner, einfach als ""Funktionsstörung"" bezeichnen. Aber egal wie man's nennt - Eine Maschine produziert nicht nur etwas in einer Welt, sondern sie trägt auch dazu bei, die Welt in der sie funktioniert und transzendiert, zu produzieren und zu transformieren. Der Bereich zwischen dem Wollen des Bedieners und den Möglichkeiten des Apparates, bzw. wie beides in eine sich gegenseitig befruchtende Übereinkunft zu bringen ist, bildet den Prozeß aus, der als künstlerische Operation letztlich integraler Bestandteil des Werkes bleibt. Der Apparat als ""materialisierte Wahrscheinlichkeitsrechnung"" ist zwar zum einen als werkzeuganaloges Mittel eines ""programmierenden Geistes"" zu verstehen. Das vermeintlich so gewollte Endprodukt muß aber keineswegs dem entsprechen, was als planerisches Element über den Fortgang der Arbeit das Resultat bestimmen soll. Das reizvolle am Arbeiten mit hochentwickelten Apparaturen wie Laser etc. besteht nicht zuletzt darin, das Machbare in seinem - hinsichtlich des Gegebenen - Voraussein auf eine Durchdringung des Vorhandenen zu zentrieren. In der Kombination von wissenschaftlicher Methodik mit sinnhafter Vorstellung und Ideen, werden Tatsachen zu Phänomenen.
Betreuung:
Prof. Dieter Jung
Autor/innen:
Thomas Roppelt
Eine Produktion der Kunsthochschule für Medien Köln
Quelle:
Archiv Kunsthochschule für Medien Köln
Copyright: KHM / Autoren
Kontakt: archiv@khm.de
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