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Soundinstallationen von Studierenden im Foyer der Kölner Philharmonie

Duhyoung Kim, „Knock"

Duhyoung Kim, Ting Chun Liu und Julian Quentin präsentieren ihre ortsbezogenen Klanginstallationen im Foyer der Philharmonie Köln. Die Ausstellung wurde im Rahmen vom Acht Brücken Festival 2021 initiiert.

Ausstellung vom 27. Januar bis 11. April 2022, Kölner Philharmonie
Bischofgartenstraße 1, 50667 Köln
Geöffnet vor den Konzerten (90 Min. vor Konzertbeginn)
Zutritt nur mit Konzertkarte

Ein Extra-Termin zur Besichtigung der Installationen bei freiem Eintritt ist in Planung.

Duhyoung Kim: „Knock"
Interaktive Raum-Klanginstallation / Aluminium, Eisen, Pappe mit Audio-System/ 450x220x35cm
 "Knock" ist eine interaktive Raum-Klanginstallation mit drei unterschiedlichen plattenförmigen Materialien (Pappe, Eisen und Aluminium) zum eigenhändigen Anklopfen. 
Klopfen ist eine übliche Methode, um unsichtbare, dahinterliegende Räume akustisch wahrzunehmen. Alltäglich klopft man zum Beispiel auf Wassermelonen, um deren Reife zu testen oder auf Wände, um deren Struktur und mögliche Hohlräume zu erkennen. In Südkorea gibt es den Spruch, dass man sogar Steinbrücken erst abklopfen soll, bevor man sie überquert. Klopfen ist vertraut und einfach. „Knock" thematisiert durch ungewöhnliche Geräusche humorvoll diese vertraute Methode.
Duhyoung Kimaufgewachsen in Goyangsi, Südkorea, fing sein Studium der Bildenden Künste in Seoul an und studiert seit 2019 an der KHM.  Er beschäftigt sich mit Sound und Raum durch verschiedene Materialien. 
 
Ting Chun Liu: „Beneath“
Audiovisuelle Installation / Ultrasonic Speaker, LED Stripes, Color Foyl
Oberlicht wird in der Raumplanung häufig eingesetzt, um das natürliche Licht von außen in den Innenraum zu leiten. Es thematisiert  auch den Wunsch der Menschen, nach oben zu blicken. „Beneath“ ist ein Klang- und Lichtinstallation, die mit natürlichem Licht, das durch eine gläsernen Deckenabschnitt in den Innenraum fällt, experimentiert, um Außen- und Innenräume zu verbinden. Ein generativer Textabschnitt dient als Klanggrundlage. Am bespielten Ort hat das Gebäude eine U-Boot-ähnlichen Struktur, ähnlich einem Bullauge. „Beneath“ greift diese Situation auf und will ein Gefühl erzeugen, in der Unterwasserwelt zu sein.
Ting Chuns Lius Arbeiten kreisen um den Dualismus zwischen Realität und Digitalität im Internetzeitalter, wobei er Programmierung, generative audiovisuelle und Aktionsperformance einsetzt.


Julian Quentin: „territories // territories“
4-Kanal Audioinstallation, 4 Transducer
Die Arbeit "territories // territories" befindet sich innerhalb einer binär getrennten Toilettenanlage - das Betreten dieser erfordert also eine Zuordnung, die den meisten Menschen selbstverständlich erscheint. Im intimen Raum der Kabine nehmen wir, scheinbar aus den Wänden um uns, eine Stimme wahr - ähnlich einem inneren Gedankenmonolog. Fragmente biografischer Erzählungen von verschiedenen Personen mit nicht-normativen Geschlechtsidentitäten fügen sich zu einer Art kollektiven Erzählung über die queere Selbstfindung zusammen. 
Performerx: Anbid Zaman.
Julian Quentins aktuelle Arbeiten drehen sich um Themen der Popkultur und des (queeren) Andersseins. Formal bewegt er sich an den Schnittstellen zwischen Medienkunst und Kino und arbeitet mit Film, Fotografie, Performance und Installation.

Künstlerische Betreuung an der KHM: 
Prof. Frauke Eckhardt, Gastprofessorin für Sound 2, und Dr. des. Tobias Hartmann, künstlerisch-wissenschaftlicher 
Mitarbeiter Sound.

Redaktion — Juliane Kuhn
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