Termine
Montag, 13. bis Freitag, 17. November 2017
Das Symposium findet an der FH Dortmund und der Kunsthochschule für Medien Köln statt.
Die Veranstaltungen am 17.11. sind hochschulöffentlich.
Interessierte Gäste bitten wir um Anmeldung.
Eine Veranstaltung der Fachhochschule Dortmund, BA Film & Sound, MA Film, MA Sound (Prof. Sandra Hacker und Prof. Fosco Dubini) und der Kunsthochschule für Medien Köln (Prof. Dietrich Leder) in Zusammenarbeit mit dem Filmbüro NW e.V. und der Dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW (Petra L. Schmitz)

Marcel Ophüls zu Gast

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— von Ute Dilger —

"Ein Jahrhundert Ophüls – Filmgeschichte von Max Ophüls bis Marcel Ophüls." Ein Symposium an der FH Dortmund und der KHM Köln mit Filmen, Hörspielen, Vorträgen und Gesprächen.

Max Ophüls und Marcel Ophüls - Vater und Sohn - zählen zu den großen international anerkannten Filmregisseuren des deutschen, französischen und amerikanischen Kinos im 20. Jahrhundert.
Über seinen Vater lernte Marcel Ophüls im Exil bereits als Heranwachsender alle bedeutenden Vertreter der ersten Filmgeneration um Fritz Lang, Ernst Lubitsch, Fritz Kortner, Billy Wilder, Josef von Sternberg und Marlene Dietrich kennen. In den 60er Jahren stieß Marcel Ophüls zur französischen Nouvelle Vague und stand in Kontakt mit Jean-Luc Godard, François Truffaut, Louis Malle und Alain Resnais. Er drehte Spielfilme mit Eddie Constantine, Jeanne Moreau, Simone Signoret und Jean-Paul Belmondo. Eine entscheidende Wende vollzog Marcel Ophüls Ende der 60er Jahre mit seinem Wechsel vom Spielfilm zum Dokumentarfilm. Sein Filmschaffen konzentriert sich auf historische Erinnerung im Spiegel von Zeitzeugenschaft. Für seinen Film „The Memory of Justice“ über die Nürnberger Prozesse 1976 interviewte er Hitlers Stararchitekten und Rüstungsminister Albert Speer, der ihm private Filme von Hitlers Berghof vorführte. Für den Dokumentarfilm „Hotel Terminus. Zeit und Leben des Klaus Barbie“ erhielt Marcel Ophüls 1989 den Oscar.

Marcel Ophüls besucht anläßlich seines 90. Geburtstages die Fachhochschule Dortmund (13. bis 16. November 2017) und die Kunsthochschule für Medien Köln (17. November 2017). Im Rahmen seines Besuchs werden in einer Diskussionsrunde fünf seiner eigenen Filme sowie Filme und Hörspiele seines Vaters vorgestellt und mit der nächsten Generation junger Filmemacher diskutiert.



DAS PROGRAMM


I. DER AUTOBIOGRAPHISCHE ANSATZ
Montag, 13. November 2017, FH Dortmund, Aula, Max-Ophüls-Platz 2, 44137 Dortmund

10:00 – 10:30 Uhr 
Begrüßung durch Prof. Martin Middelhauve, Dekan des Fachbereichs Design (FH Dortmund)
Begrüßung von Marcel Ophüls, Prof. Sandra Hacker (FH Dortmund)
Einführung zum Symposium, Prof. Fosco Dubini (FH Dortmund)
Einführung zu Max Ophüls, Prof. Gerald Koeniger (FH Dortmund)

10:30 – 13:00 Uhr „Max Ophüls – Den schönen guten Waren“, Dokumentarfilm 1990, 90 Min. Regie: Martina Müller
14:30 – 17:30 Uhr „Un Voyageur“ Dokumentarfilm 2012, 90 Min. Regie: Marcel Ophüls
18:00 – 19:00 Uhr Empfang in der Aula der FH Dortmund. Marcel Ophüls zeigt Muster aus seinem aktuellen Dokumentarfilm.
Im Anschluss Filmprogramm von Studierenden der FH Dortmund


II. DIE PRINZIPIEN VON NÜRNBERG
Dienstag 14. November  2017, FH Dortmund, Aula, Max-Ophüls-Platz 2, 44137 Dortmund

10:00 – 13:00 Uhr Einführung zu Marcel Ophüls Prof. Dietrich Leder (KHM Köln)
„The Memory of Justice“ 1. Teil Dokumentarfilm 1976, 278 min, Regie: Marcel Ophüls
14:30 – 17:30 Uhr „The Memory of Justice“ 2. Teil Gespräch mit Marcel Ophüls
19:00 – 21:00 Uhr Filmprogramm von Studierenden der FH Dortmund


III. OPHÜLS MEETS STUDENTS
Mittwoch 15. November 2017, Dortmunder U, Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund
10:00 – 13:00 Uhr Kino im Dortmunder U Filmvorführung zweier Kurzfilme aus dem Episodenfilm „L’amour a vingt ans“, 1962 „Auf den Spuren von Marcel Ophüls: L’amour à vingt ans“ Filme von Studierenden der FH Dortmund (2. Studienjahr)

14:30 – 17:30 kiU im Dortmunder U (Erste Etage)
„Gedanken über Film. Eine Improvisation“ Hörspiel 60 Min, Max Ophüls, 1956
„Ich habe eine geheime Neigung: das Radio. Ich liebe sehr die Hörspiele. Alles was am Theater oder im Film nicht geht, werde ich versuchen, für’s Radio zu machen" (Max Ophüls, 1956)
„Auf den Spuren von Max Ophüls – Gedanken über Film“ Hörspielproduktion von Sound-Design- Studierenden der FH Dortmund Einführung durch Prof. Jörg Lensing (FH Dortmund)

18:00 – 19:30 Uhr Kino im Dortmunder U „Der Reigen“ Spielfilm 1950, 95 Min, Regie: Max Ophüls
Nach dem Bühnenstück von Arthur Schnitzler, welches bei seiner Uraufführung in Wien um 1900 für einen Skandal gesorgt hatte, schuf Max Ophüls einen heiteren wie ironischen Kinofilm.
20:00 – 21:30 Uhr „Auf den Spuren von Max Ophüls – Der Reigen“ Filme von Studierenden der FH Dortmund (3. Studienjahr)


IV. AN DER MEDIENSCHWELLE
Donnerstag 16. November 2017, FH Dortmund, Aula, Max-Ophüls-Platz 2, 44137 Dortmund
„Medienschwelle“ bedeutet, dass die Ereignisse des 2. Weltkrieges in Zukunft nur noch in medialer Form vermittelbar sein werden, da es bald keine lebenden Zeitzeugen mehr geben wird. Dies ist insofern auch von Bedeutung, weil der 2. Weltkrieg das erste Ereignis war, das filmisch umfassend dokumentiert wurde.
10:00 – 13:00 Uhr „Auf den Spuren von Marcel Ophüls: Novembertage“ Filme von Studierenden der FH Dortmund
14:30 – 16:00 Uhr Filmprogramm von Studierenden der FH Dortmund
16:00 – 17:30 Uhr Abschlussdiskussion

18:30 – 22:30 Uhr Kino im Dortmunder U
„Hotel Terminus“ Dokumentarfilm 1988, 267 Min, Regie: Marcel Ophüls
Im Hotel Terminus hatte die Gestapo während der Besatzung Frankreichs ungefähr 20 Zimmer des Hotels zu Vernehmungsräumen umfunktioniert. Von hier aus wirkte Klaus Barbie, der „Schlächter von Lyon“, der von 1942 bis 1944 Kommandant der Gestapo war. Der Film erhielt 1989 einen Oscar für den besten Dokumentarfilm. Mit einer Einführung von Marcel Ophüls


V. STAFFELÜBERGABE
Freitag 17. November 2017, Aula der Kunsthochschule für Medien Köln, Filzengraben 2, 50676 Köln

10:00 – 13:00 Uhr „Novembertage“ Dokumentarfilm 1990, 129 Min, Regie: Marcel Ophüls
Ausgehend von Fernsehbildern vom 9. November 1989 zum Fall der Mauer kam Marcel Ophüls an den Ort des Geschehens, um die im Fernsehen gezeigten Personen zu suchen und mit ihnen zu sprechen. Er interviewt Machthaber, Mitläufer, Funktionäre und Widerständler und solche, die zufällig dabei waren.
14:00 – 16:00 Uhr Gespräch mit Marcel Ophüls


Bitte entnehmen Sie alle weiteren Angaben dem Programm (PDF) links oben bei Downloads.


Organisation und Kontakt

Fachhochschule Dortmund BA Film & Sound, MA Film, MA Sound:
Prof. Sandra Hacker, Email: sandra.hacker@fh-dortmund.de
Prof. Fosco Dubini, Email: fosco.dubini@fh-dortmund.de

Kunsthochschule für Medien Köln:
Prof. Dietrich Leder, Email: DietrichLeder@khm.de

Dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW:
Petra L. Schmitz, Email: dfi@filmbuero-nrw.de

Organisationsteam:
Philip Hallay, Patrick Fait, Julia Schubeius, Carina Witte

Veranstaltungsorte Dortmund und Köln:
Aula der FH Dortmund, Max-Ophüls-Platz 2, 44137 Dortmund
Dortmunder U - Zentrum für Kunst und Kreativität Kino im U / kiU Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund
KHM - Kunsthochschule für Medien Köln, Filzengraben 2, 50676 Köln


Zugang/Anmeldung

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen (ausgenommen am Donnerstagabend im Dortmunder U) sind für Hochschulangehörige und Öffentlichkeit kostenfrei.
Bitte beachten Sie, die Veranstaltungen am Freitag, 17. November 2017, an der Kunsthochschule für Medien Köln, sind hochschulöffentlich. Gäste bitten wir deshalb um vorherige Anmeldung.

Termine
Montag, 13. bis Freitag, 17. November 2017
Das Symposium findet an der FH Dortmund und der Kunsthochschule für Medien Köln statt.
Die Veranstaltungen am 17.11. sind hochschulöffentlich.
Interessierte Gäste bitten wir um Anmeldung.
Eine Veranstaltung der Fachhochschule Dortmund, BA Film & Sound, MA Film, MA Sound (Prof. Sandra Hacker und Prof. Fosco Dubini) und der Kunsthochschule für Medien Köln (Prof. Dietrich Leder) in Zusammenarbeit mit dem Filmbüro NW e.V. und der Dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW (Petra L. Schmitz)
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