I Utter Other

KHM
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Slavs and Tatars, I Utter Other, lecture-performance, 2014-present

Lecture-Performance von Slavs and Tatars.

Was bedeutet es für einen Osten in und auf einen anderen zu blicken? Kann das bereits Romantisierte selbst romantisieren? Von Polen im Dienste des Zaren zu persischen Presbyterianern wird mit der Lecture-Performance I Utter Other auf die kuriose Angelegenheit des Slawischen Orientalismus’ in Russischen Zarenreich und die frühe Sowjetunion geblickt. Slawischer Orientalismus bietet einen wesentlichen Kontrapunkt, wenn nicht einen Vorläufer zum anerkannten und gelehrten Orientalismus-Begriff von Edward Said.

Jenseits eines grundlegenden Wandels vom Zarismus zum Bolschewismus hat die Studie über den Osten im Osten die Vorstellungen von Identitätspolitik und Wissen im Dienste der Macht verkompliziert, insofern als sie eine kohärente, postkoloniale Kritik knapp sechzig Jahre vor ihrer Zeit eröffnet.


Slavs and Tatars (Slawen und Tartaren) ist ein Kunstkollektiv, dass sich einem Gebiet östlich der ehemaligen Berliner Mauer und westlich der Chinesischen Mauer widmet, das als Eurasien bekannt ist. Mit einem aufregenden Mix von avanciertem und trashigem Humor wenden sich die Künstler*innen Skulpturen, Installationen, Sound und Texten zu, um eine Geographie zutage zu fördern und zu erkunden, die gleichsam imaginiert wie auch politisch ist.

Slavs and Tatars haben mehrere Bücher veröffentlicht, unter anderem Mirrors for Princes (JRP|Ringier / NYU Abu Dhabi, 2015), Not Moscow Not Mecca (Revolver/Secession, 2012), Khhhhhhh (Mousse/Moravia Gallery, 2012) wie auch ihre Übersetzung der legendären aserbaidschanischen Satire Molla Nasreddin: the magazine that would’ve, could’ve, should’ve (JRP-Ringier, 2011).

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