KHM bei den Kölner Kino Nächten 2017

KHM
KHM bei den Kölner Kino Nächten 2017
"Rot liegt in der Luft", Filmessay von Chris Marker (1977–2008, 180 Min.)
— von Ute Dilger —
Anlässlich der 9. Kölner Kino Nächte (6. bis 9. Juli 2017) lädt die KHM zur Vorführung des Filmessays "Rot liegt in der Luft" von Chris Marker in die Aula der Hochschule ein. An anderen Orten sind weitere Filme von Studierenden der KHM zu sehen.
Die KHM beteiligt sich an den Kölner Kino Nächten 2017 mit der Vorführung von "Rot liegt in der Luft"; eine seltene Gelegenheit den Filmessay in der von Chris Marker (1921–2012) noch einmal selbst 2008 überarbeiteten deutschen Fassung im Kino zu sehen. ARTE hatte für den Themenschwerpunkt "40 Jahre Mai 1968" diese Fassung in Auftrag gegeben.
Die Kunsthochschule für Medien Köln freut sich, dass die Produktionsfirma von Chris Marker ISKRA die Vorführung genehmigt hat und dass ARTE Straßburg die Fassung von 2008 in HD-Qualität einmalig für diesen Filmabend zur Verfügung stellt. Prof. Dietrich Leder wird eine Einführung zum Film sprechen.

Freitag, 7. Juli, 18 Uhr, Eintritt frei
Aula der KHM, Filzengraben 2, 50676 Köln
"Rot liegt in der Luft" (Frankreich, 1977–2008, deutsche Fassung von "Le fond de l'air est rouge", 180 Min.
Einführung: Prof. Dietrich Leder

1977 zieht der Essayist und Dokumentarist Chris Marker (1921 – 2012) die Bilanz der politischen Linken: Castros Weg in Kuba, Studentenproteste in Deutschland und Frankreich, der Sieg des Vietcong in Vietnam, Guerilla-Kriege in Lateinamerika, die politische Eiszeit unter Breschnew in den Staaten des Warschauer Paktes, Gewerkschaftskämpfe in Frankreich …


Freitag, 7. Juli 2017, 17 Uhr, Filmpalette, Lübecker Str. 6, 50677 Köln
"Sollte da ich und niemand sein", Abschlussfilm von Nele Jeromin an der KHM (2017, Dokumentarfilm, 56 Min.)
Im Anschluss führt Bettina Braun (LaDOC) das Gespräch mit der Regisseurin.
Ein Dokumentarfilm über Vater und Tochter, über die Freude am Leben und den Schmerz des Abschieds. Eine leise Suche nach Leichtigkeit im Glauben und der Kraft des Filmemachens.
„Mir kann nichts passieren, so oder so nicht.“, sagt mein Vater zu mir, als wir erfahren, dass er schwer krank ist. Er blickt mit einer Gelassenheit auf das Leben und den Tod, um die ich ihn sehr beneide. Meine große Angst und Sorge um ihn steht seiner außergewöhnlichen Ruhe und Zuversicht gegenüber. Mein Vater ist Pfarrer, meine Mutter ist Pfarrerin, und obwohl die evangelische Kirche in meiner Kindheit und Jugend allgegenwärtig war, blieb der Zugang zur Religion für mich bisher verschlossen. Vor der Kamera konfrontiere ich meinen Vater mit meinen Zweifeln und Fragen. Woher nimmt er seine Unerschütterlichkeit? Warum hat er mir nicht beigebracht, an etwas zu glauben? Der Film erzählt von Vater und Tochter zu einer Zeit, in der sie Abschied nehmen müssen. Eine Zeit voller Genuss an Bildern, Musik und Sprache, voller Heiterkeit und Nähe.
 Eine LaDOC Präsentation im Rahmen der Kölner Kino Nächten 2017.


Samstag, 8. Juli 2017, 17 Uhr, Filmpalette Köln
"Deutscher Kurzfilmpreis 2016 unterwegs" – Ausgezeichnete Kurzfilme, darunter drei Filme von KHM-Studierenden und Absolvent/innen.

Die Bundesregierung ehrt jährlich die besten Kurzfilme mit dem Deutschen Kurzfilmpreis. In den verschiedenen Kategorien wurden auch im letzten Jahr wieder Kurzfilme von KHM-Studierenden oder KHM-Absolventen geehrt: der KHM-Abschlussfilm "Ocean Hill Drive". Außerdem zwei Debütfilme von KHM-Absolventen: "Ein Aus Weg" und "Kaltes Tal".

"Ocean Hill Drive" von Lina Sieckmann & Miriam Gossing (2016, 14 Min.) – Deutscher Kurzfilmpreis in Gold in der Kategorie Experimentalfilme
Das seltene Phänomen des 'shadowflicker', welches sich aufgrund einer zu dicht platzierten Windturbine in einer Vorstadtsiedlung nahe Boston ereignet.

"Ein Aus Weg" von Hannah Stragholz & Simon Steinhorst (2016, 20 Min.) – Deutscher Kurzfilmpreis in Gold, Kategorie Animationsfilme
Alexander K.s Leben aus mehreren Perspektiven: seine Sicht aus dem Knast, die des Kommissars aus dem Kontext des polizeilichen Alltags und unsere aus dem Blickwinkel des Kinos.

"Kaltes Tal" von Johannes Krell & Florian Fischer (2016, 12 Min.) – Deutscher Kurzfilmpreis in Gold in der Kategorie Dokumentarfilme
Die Arbeitsabläufe eines Tagebaus, in dem Kalkstein gefördert wird. Das geborgene Material wird verarbeitet und durch eine Waldkalkung der Natur zurückgeführt.
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