Samstag, 28. Februar 2015, ab 15 bis ca. 21 Uhr
Tischgesellschaft
oder „Eine Gesellschaft, die sich lange Zeiten der Muße leisten kann, und diese mit Aktivitäten auszufüllen weiß, ist sicherlich nicht als arm zu bezeichnen.“ (Ivan Illich in "Tools for Conviviality", 1973)

Mit: Waltraud Blischke / Matthias Conrady / Michael Hirsch / Matthias Lahme / Dietmar Lutz / André Niebur / Stefan Schneider / Boris Sieverts

Die beste aller Welten
zu Gast in
Glasmoog – Raum für Kunst und Diskurs
Kunsthochschule für Medien Köln
Filzengraben 2, 50676 Köln
Tel. 0221-20189-213
Eintritt frei

15:00 Uhr, Eröffnung
16:00 Uhr, Vortrag von Michael Hirsch
18:00 Uhr, Vortrag von Boris Sieverts
21:00 Uhr, Abschluss

Abb. Matthias Lahme, ohne Titel, 2015, Aquarellfarbe auf Papier, 11 x 3 Blätter, jeweils 56 x 42 cm

Tischgesellschaft oder „Eine Gesellschaft, die sich lange Zeiten der Muße leisten kann, und diese mit Aktivitäten auszufüllen weiß, ist sicherlich nicht als arm zu bezeichnen.“ | Sa, 28.02.2015, 15 bis ca. 21 Uhr

KHM
Die Veranstaltung nimmt den aktuell auflebenden Begriff der Konvivialität zum Ausgangpunkt für eine Reihe diskursiv-künstlerischer Beiträge von Vertreter*Innen aus unterschiedlichen Bereichen der Kunst und Theorie.
28.02.15
Glasmoog
Köln
Tischgesellschaft
Die Veranstaltung „Tischgesellschaft oder ‚Eine Gesellschaft, die sich lange Zeiten der Muße leisten kann, und diese mit Aktivitäten auszufüllen weiß, ist sicherlich nicht als arm zu bezeichnen’“ nimmt den aktuell auflebenden Begriff der Konvivialität zum Ausgangpunkt für eine Reihe diskursiv-künstlerischer Beiträge von Vertreter*Innen aus unterschiedlichen Bereichen der Kunst und Theorie.

„Konvivialität“ beschreibt das emanzipatorische Projekt der Zivilgesellschaft zugunsten eines zugewandten und freiheitlichen Umgangs miteinander und mit den Dingen. Die selbstverständlichen sozialen Werkzeuge der Gabe, Gastlichkeit und Differenz werden angewendet, um Wachstumsglauben, Maßlosigkeit und Utilitarismus zu überwinden. Die Realisierung dieses Projekts geschieht in assoziativen Gemeinschaften ohne sozialplanerische Doktrinen oder Expertentum.

Mit Idee und Begriffsgeschichte der Konvivialität verbindet sich auch das Bild der Tischgesellschaft. Im Rahmen der aktuellen Veranstaltung in der Reihe „Die beste aller Welten“, die in Glasmoog zu Gast ist, finden sich nun Künstler*Innen, Theoretiker*Innen, Musiker*Innen und Publikum zu einer Tischgesellschaft zusammen, um über Fragen der „Kunst des Zusammenlebens“ ins Gespräch zu kommen. Den Raum dafür eröffnet ab 15 Uhr eine Ausstellung mit Werken von Matthias Lahme, Dietmar Lutz und André Niebur, die auf Szenen kollektiver Kontemplation und fantastischer Botanik zeigen. Der Musiker Stefan Schneider stellt Schallplattenproduktionen und Fotografien vor, die im Zusammenhang von Recherchereisen in Kenia entstanden sind. Der Medienkünstler Matthias Conrady bietet „Revolutionstee“ aus seiner gleichnamigen Installation/Performance an, dem er die Aktivierung und Bündelung spezifischer revolutionärer Energien zuschreibt. Um 16 Uhr spricht der Philosoph und Politikwissenschaftler Michael Hirsch, der bereits bei früheren Veranstaltungen der „besten aller Welten“ zu Gast war, in seinem Vortrag über „Konvivialität – Wie zusammenleben?“. Ab 18 Uhr berichtet der Künstler und Reiseführer Boris Sieverts in dem Bildvortrag „Das Wunder von La Cayolle“ über seine Erfahrungen mit dem Projekt „PARCeque“ (2013), in einem Stadtgebiet südlich von Marseille. Die Veranstaltung wird von der Autorin Waltraud Blischke als Respondentin begleitet.

„Die beste aller Welten“ ist eine ex- und diskursive Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe zu Kunst und Gesellschaft, die 2013 gestartet wurde. Das Motto entstammt der 1759 erschienenen satirischen Novelle „Candide ou l’optimisme“ von Voltaire, der seinen uneingeschränkt optimistischen Helden in einer Welt aus Neid, Missgunst und Raffgier Schreckliches erleben lässt. Ausgehend von der Argumentation Voltaires, dass die Welt nicht gerechter wird durch ein Vertrauen auf das Gute, sondern durch eine aktive, selbstbestimmte Gesellschaft, stellt die Reihe Fragen nach den Möglichkeiten von Optimismus und den heutigen Bedingungen und Visionen einer idealen Welt. „Die beste aller Welten“ setzt dabei auf das Potential heterogener künstlerischer Stimmen.

Beteiligte: Waltraud Blischke, Autorin und DJ, lebt in Köln; Dozentin für „Sprechen und Schreiben über Musik“ am Institut für Musik und Medien der Robert Schumann Hochschule, Düsseldorf; seit 2014 Mitherausgeberin der Pop-Anthologie Testcard. // Matthias Conrady, Medienkünstler, beschäftigt sich u.a. mit verschiedenen Formen des Self-Publishing, lebt in Köln. // Michael Hirsch, Philosoph und Politikwissenschaftler, lebt in München; Privatdozent für Politologie an der Universität Siegen; zahlreiche Vorträge, Rundfunkbeiträge und Veröffentlichungen, darunter „Warum wir eine andere Gesellschaft brauchen“ (2013) und „Die Möglichkeit des Unmöglichen“ (2003). // Matthias Lahme, bildender Künstler, lebt in Düsseldorf; Mitglied der Künstlergruppe hobbypopMUSEUM. // Dietmar Lutz, bildender Künstler, lebt in Düsseldorf; Mitglied der Künstlergruppe hobbypopMUSEUM. // André Niebur, bildender Künstler, lebt in Düsseldorf; Mitglied der Künstlergruppe hobbypopMUSEUM. // Stefan Schneider, Musiker und Fotograf, lebt in Düsseldorf. // Boris Sieverts, bildender Künstler, lebt in Köln; leitet das „Büro für Städtereisen“.

Ein Projekt von Die beste aller Welten e.V.
in Zusammenarbeit mit Glasmoog – Raum für Kunst & Diskurs, Kunsthochschule für Medien Köln.
Konzept: Heike Ander, Volker Zander

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln und der RheinEnergieStiftung Kultur.
Samstag, 28. Februar 2015, ab 15 bis ca. 21 Uhr
Tischgesellschaft
oder „Eine Gesellschaft, die sich lange Zeiten der Muße leisten kann, und diese mit Aktivitäten auszufüllen weiß, ist sicherlich nicht als arm zu bezeichnen.“ (Ivan Illich in "Tools for Conviviality", 1973)

Mit: Waltraud Blischke / Matthias Conrady / Michael Hirsch / Matthias Lahme / Dietmar Lutz / André Niebur / Stefan Schneider / Boris Sieverts

Die beste aller Welten
zu Gast in
Glasmoog – Raum für Kunst und Diskurs
Kunsthochschule für Medien Köln
Filzengraben 2, 50676 Köln
Tel. 0221-20189-213
Eintritt frei

15:00 Uhr, Eröffnung
16:00 Uhr, Vortrag von Michael Hirsch
18:00 Uhr, Vortrag von Boris Sieverts
21:00 Uhr, Abschluss

Abb. Matthias Lahme, ohne Titel, 2015, Aquarellfarbe auf Papier, 11 x 3 Blätter, jeweils 56 x 42 cm
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