Termine
16. - 20.04.11
15:00h
Kunsthaus Rhenania
Vier Installationen eines Stationendramas zu WG. Sebalds „Austerlitz“ von Irena Wolf, Michael König, Luis Negrón van Grieken, Chih Ming Fan.
Projektleitung: Heide Hagebölling, Luis Negrón van Grieken Eröffnung: Samstag, 16. April, 18 Uhr
Ausstellungsdauer: bis 20. April, 14–21 Uhr
Kunsthaus Rhenania,
Bayenstr. 28, 50678 Köln artistic scenography for a Stationendrama
based on W. G. Sebald’s novel “Austerlitz”. Four installations by Irena Wolf, Michael König,
Luis Negrón van Grieken & Chih Ming Fan. Project supervision: Heide Hagebölling, Luis Negrón van Grieken.
Invitation to the opening on Saturday, April 16, 6 p.m. to 9 p.m.
Opening times: Sunday, April 17, 2 p.m. to 9 p.m.
Monday, April 18 to Wednesday, April 20, 4 p.m. to 9 p.m.
Illustration: Irena Wolf http://www.rhenaniakunsthaus.de/

Austerlitz: Künstlerische Szenografie für ein Stationendrama

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Vier Installationen eines Stationendramas zu WG. Sebalds „Austerlitz“ von Irena Wolf, Michael König, Luis Negrón van Grieken, Chih Ming Fan.
„Ich kenne kein Buch, das mehr über das komplexe Schicksal vermittelt, ein Europäer am Ende der europäischen Zivilisation gewesen zu sein.“ (Susan Sontag) W.G. Sebalds Roman handelt von der Identitäts- und Erinnerungsfindung des Jacques Austerlitz, der dem nationalsozialistischen Terror 1938 als kleiner Junge auf einem der Kindertransporte aus Prag nach England entkam. Zwar hat er physisch den Holocaust überlebt, leidet jedoch zeitlebens an den Folgen dieses Traumas.

Ursprünglich wurde das Theaterstück von Julia Afifi für neun, auf einem öffentlichen Platz installierte Baucontainer konzipiert. Eine Anfrage des Theater Divadlo Komedie in Prag, das dortige Gesamtgebäude zu bespielen, führte dann zu einer Modifikation. Derzeit entsteht eine intermediale Inszenierung, die eine neue theatrale Form zwischen Performance und Schauspiel, künstlerischer Installation, Videokunst und experimentellem Sound entwickelt. Ein Erzähler stellt dabei die wesentliche Leitinstanz dar. Er führt chronologisch durch das Geschehen. Austerlitz’ Lebensweg und Identitätssuche wird dramaturgisch als Stationendrama der neun wichtigsten Orte seiner Selbstfindung umgesetzt. Anders als im klassischen Theater wird das Publikum - geleitet durch Erzählstränge - in die einzelnen Installationen geführt. Die Trennung von Bühne und Betrachter wird somit aufgehoben zugunsten sinnlich intensiv erfahrbarer Situationen. Der Betrachter sitzt buchstäblich im Geschehen, die Distanziertheit zum „vor“-gespielten Stück wird aufgehoben. Der dramaturgische Ablauf gleicht einer Reise durch Austerlitz’ Seelenlandschaft. Vier der neun konzipierten Stationen werden nun zwischen dem 16. und 20. April im Kunsthaus Rhenania vorgestellt. Die Projektgruppe plant mit Hilfe von Förderungen die Gesamtumsetzung des Stückes. ----- W. G. Sebald’s novel Austerlitz tracks the journey of self-discovery, a search for both identity and memories, undertaken by Jacques Austerlitz. As a small boy he escapes the anti-Semitic terror and the threat of extermination posed by the National Socialists in Prague aboard a so-called Kindertransport train to England. He survives the Holocaust physically, yet suffers from the consequences of this trauma for the rest of his life. Austerlitz’s life journey and search for identity is implemented dramaturgically as a Stationendrama (station drama) of the nine most important places in his self-discovery.
The theatre director Julia Afifi originally conceived the piece for nine shipping containers installed in a public square. An intermedia staging of the play is currently being created that will develop a new theatrical form somewhere between performance and theatre, artistic installation, video art, and experimental sound. Within this, a narrator represents the principal guiding force, leading the audience chronologically through the action. The dramaturgic sequence is like a journey through the landscape of Austerlitz’s soul.
Austerlitz-Illustration_Schulzeit.jpg
Termine
16. - 20.04.11
15:00h
Kunsthaus Rhenania
Vier Installationen eines Stationendramas zu WG. Sebalds „Austerlitz“ von Irena Wolf, Michael König, Luis Negrón van Grieken, Chih Ming Fan.
Projektleitung: Heide Hagebölling, Luis Negrón van Grieken Eröffnung: Samstag, 16. April, 18 Uhr
Ausstellungsdauer: bis 20. April, 14–21 Uhr
Kunsthaus Rhenania,
Bayenstr. 28, 50678 Köln artistic scenography for a Stationendrama
based on W. G. Sebald’s novel “Austerlitz”. Four installations by Irena Wolf, Michael König,
Luis Negrón van Grieken & Chih Ming Fan. Project supervision: Heide Hagebölling, Luis Negrón van Grieken.
Invitation to the opening on Saturday, April 16, 6 p.m. to 9 p.m.
Opening times: Sunday, April 17, 2 p.m. to 9 p.m.
Monday, April 18 to Wednesday, April 20, 4 p.m. to 9 p.m.
Illustration: Irena Wolf http://www.rhenaniakunsthaus.de/
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