Realitäts-Hybride

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Autor/innen:
Tobias Bieseke
Autor/innen:
Untertitel: Selbst-Verortung bei der Inszenierung virtueller Topologie
Entstehungsjahr: 0000
Kategorien: Text / Buch / Print, Dissertation
In der anstehenden Dissertation wird die Rezeption innerhalb virtueller Räume beobachtet und deren veränderte narrative Möglichkeiten der Informationsvermittlung analysiert. Dies bezieht sich im Speziellen auf die Technik der VR-Headsets, durch die vollständig computergenerierte Umgebungen (Full CG) erlebt werden können. Der dabei entstehende Verlust taktiler Wahrnehmung durch Illusion wird mit Rückbezug auf den Menschen (Ánthrōpos) als vegetatives, untechnisches Lebewesen untersucht. Das kadragelose Bild, welches das Sichtfeld in seiner Gänze einnimmt, und die Distanz in Immersion auflöst, verändert unsere Beziehung zum Bildinhalt. Die Rezipient*innen werden selbst zum Inhalt des Bildes und das Interface okkupiert die visuelle Wahrnehmung. Die Differenzierung zwischen simulierten Sinnen und den Körpereignen lässt sich nicht gewährleisten. Die zentrale Fragestellung lautet: In welcher Wechselwirkung stehen mediale Entkörperlichungsprozesse zur Konstruktion einer subjektiver Realität? Darüberhinaus eröffnet sich das Themenfeld, in wie weit sich Technologien auf die Ich-Verortung auswirken. Der sogenannte Effekt der Immersion trennt die visuelle Realität vom realen Raum. Werden Gegenstände aus dem realen in den virtuellen Raum ergänzt (Bsp.: In der VR steht ein Stuhl an der Stelle, an der ein Stuhl ist), entsteht eine Konnexion, also eine Realitätshybridisierung, wodurch das Vertrauen der Rezipient*innen in die immersive Umgebung gefestigt wird. Wie der skandinavische Wissenschaftler Prof. Dr. Henrik Ehrsson herausfand, lokalisiert der Menschen seinen Körper im Kontext physischer Reize. Prof. Dr. Trogemann beschreibt es mit den Worten: „Das Selbst befindet sich dort, wo unsere Augen sind. Und die Augen können dort sein, wo unsere technischen Augen sind”. Simulierte Ereignisse (z.B. über VR) können als real eingestuft werden, wenn diese eine Synästhesie mit einer körperlichen Sinneswahrnehmung eingehen.
Betreuung:
Prof. Dr. Georg Trogemann
Autor/innen:
Tobias Bieseke
Eine Produktion der Kunsthochschule für Medien Köln
Quelle:
Archiv Kunsthochschule für Medien Köln
Copyright: KHM / Autoren
Kontakt: archiv@khm.de
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