KHM-Heimspiel mit Elí Roland Sachs

KHM
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Still aus "Bruder Jakob", Debütfilm von Elí Roland Sachs
— von Ute Dilger —

Die Filmreihe zeigt den Dokumentarfilm "Bruder Jakob", der erste lange Film nach dem Studium an der KHM von Elí Roland Sachs. Moderation: Prof. Sophie Maintigneux

„Bruder Jakob“ ist ein persönliches Portrait des Regisseurs über seinen Bruder, der zum Islam konvertiert. Der Film wurde beim DOK.fest München mit dem Preis für den besten deutschen Dokumentarfilm 2017 ausgezeichnet: “Der Film erzählt in unprätentiösen und sehr emotionalen Bildern von Jakobs Bedürfnis nach Spiritualität, von der Kraft und Unbarmherzigkeit von Religion und Familie. Das Ringen der beiden Brüder um einander führt uns vor Augen, dass Dialog besser ist als Ausgrenzung, dass Verständnis immer vor einem Urteil stehen muss, dass eine Leitkultur, die für alle gilt, nicht so leicht auszumachen ist.” (Jurybegründung)

Auch international findet "Bruder Jakob" Beachtung auf Filmfestivals und erhält u.a. den "A Bridge Between Cultures Award 2017" beim Sole Luna Doc Filmfestival 2017 in Palermo.

Inhalt: Jakob ist mein geliebter Bruder. Eines Tages wird er Salafi. Statt durch Clubs zu ziehen, zu kiffen und aufzulegen, ist Allah nun allgegenwärtig. Ich möchte verstehen, woher sein Geisteswandel kommt. Mit meiner Kamera mache ich mich auf die Suche nach unserer Verbundenheit. Jakob öffnet sich nur langsam. Ich begleite ihn in die Moschee, lerne seine neuen Brüder kennen und treffe seine Frau. Während ich langsam Jakobs Bild vom Islam verstehe findet bei ihm ein neuer Wandel statt, der mir einen Spiegel vorhält: Bin ich bereit, in dem Gläubigen an erster Stelle einen Menschen zu sehen? „Bruder Jakob“ ist ein persönliches Portrait über meinen Bruder auf einer Reise, die ein klares und doch fernes Ziel hat: die Wahrheit.

"Bruder Jakob" (2016, 90 Min.) Das Team – Regie, Produktion, Kamera: Elí Roland Sachs, Schnitt: Yana Höhnerbach, Komposition und Sounddesign: Antonio de Luca, Ton: Simon Konrad-Vayner, 2. Kamera: Markus Kloth, Produktionsberatung: Philipp Enders, Produktion und Ton: Markus Lenz, Produktion: Christine Bürger und Judith Weiler, Produktionsfirma: DOKOMOTIVE Filmkollektiv (Elí Roland Sachs und Markus Lenz), Förderung: Film- und Medienstiftung NRW, Kuratorium junger deutscher Film, Uraufführung: Internationales Leipziger Festival für Dokumentarfilm 2016, Auszeichnungen: Bester deutscher Dokumentarfilm beim DOK.fest München 2017, Förderpreis beim Festival dokKa Karlsruhe 2017, A Bridge Between Cultures Award 2017 beim Sole Luna Doc Filmfestival 2017, Palermo


Elí Roland Sachs ist Filmemacher und Kameramann im Bereich Dokumentarfilm. Er wuchs in verschiedenen Ländern Afrikas auf und studierte von 2007 bis 2013 an der Kunsthochschule für Medien Köln sowie an der Escuela Internacional de Cine y TV in Kuba. 2015 gründete er mit anderen Filmschaffenden das DOKOMOTIVE Filmkollektiv und erhielt für die dazugehörige Produktionsfirma (gemeinsam mit Markus Lenz) ein Stipendium des Mediengründerzentrums NRW. Zu den Filmen von Elí Roland Sachs gehören die abendfüllenden Dokumentarfilme „Atemwege – Abseits des Selbstverständlichen“ und „Bruder Jakob“.

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