
Die niederländische Regisseurin und Drehbuchautorin wurde zum 1. April 2026 als Professorin für Regie von fiktionalen Filmen und Serien an die Kunsthochschule für Medien Köln berufen. In ihrer Antrittsvorlesung zeigt sie ihren neuesten Film „Whitetail“, der seine Uraufführung beim Toronto International Film Festival 2025 feierte.
Zum Sommersemester 2026 hat die niederländische Regisseurin und Drehbuchautorin Nanouk Leopold ihre Lehrtätigkeit als Professorin für Regie von fiktionalen Filmen und Serien an der Kunsthochschule für Medien Köln aufgenommen. Am Mittwoch, dem 6. Mai 2026 um 19 Uhr, wird sie sich mit einer Antrittsvorlesung der Hochschule und der interessierten Öffentlichkeit vorstellen und ihren neuesten Spielfilm präsentieren. „Whitetail“ feierte beim Toronto International Film Festival im vergangenen Jahr seine Weltpremiere. Im Anschluss an die Filmvorführung wird Prof. Pia Marais mit Nanouk Leopold über den Film, ihren beruflichen Werdegang und ihre zukünftige Lehre an der KHM sprechen.
Über ihren siebten Spielfilm, in dem sie einen ungewöhnlich lebendigen Einblick in die Landschaft Südirlands und in das Leben der getriebenen, gequälten Frau (Natasha O’Keeffe) gibt, schreibt Nanouk Leopold: "For a long time I have had the desire to make a film set in a vast boundless natural landscape. Growing up in a small fully urbanized country it was my childhood dream to get lost. But I soon discovered there were too many people and not enough trees. The urgency to protect nature and to try to save what we still have is greater than ever. As a filmmaker I feel a responsibility to make a film that can showcase the beauty of nature and underline its importance. Probably due to my background as a visual artist I am skilled at telling stories through space. In 'Whitetail' the villages in the southwest of Ireland and the surrounding landscape are more than just a setting. Jen’s work as a biodiversity and conservation ranger connects her directly to this place. She believes in rewilding:restoring the balance that has been disrupted by human interference. This theme is both timely and existential (...)."
„Whitetail“, Spielfilm von Nanouk Leopold
Niederlande/Belgien/Irland, 2025, 103 Min.
Englische Originalfassung
In der abgeschiedenen Schönheit Südirlands arbeitet Jen als Naturschutzbeamtin in denselben Wäldern, in denen ihre jüngere Schwester vor Jahren bei einem tragischen Unfall ums Leben kam. Die plötzliche Rückkehr von Oscar, einem Freund aus ihrer fernen Vergangenheit, weckt längst vergrabene Erinnerungen und zwingt sie, sich ihrer gemeinsamen Vergangenheit zu stellen. Als ein Wilderer in dem von ihr geschützten Gebiet immer gewalttätigere Spuren hinterlässt, beginnt die Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu verschwimmen, und Jen muss sich dem stellen, was sie schon die ganze Zeit verfolgt hat.
Regie und Buch: Nanouk Leopold; Schauspiel: Natasha O’Keeffe, Andrew Bennett, Aaron McCusker, Rory Nolan, Simone Kirby, Aidan O'Hareu; Bildgestaltung: Frank van den Eeden; Ton: Oliver Pattinama; Produktionsdesign: Emma Lowney; Montage: Katharina Wartena; Musik: Stephen Rennicks; Sounddesign: Max van den Oever; Casting: Louise Kiely, Thyrza Ging; Produzent*innen: Stienette Bosklopper, Circe Films, Maarten Swart, Kaap Holland Film; Executive Producers: Jorn Baars, Anne Carey, Mike Goodridge & Niamh Fagan, Fís Éireann / Screen Ireland; Koproduzent*innen: Katie Holly, Evan Horan, Keeper Pictures, Bart Van Langendonck, Savage Film & Martien Vlietman, VPRO
Nanouk Leopold absolvierte die Akademie der Bildenden Künste in Rotterdam sowie die Niederländische Filmakademie in Amsterdam. Ihr Debütfilm „Îles Flottantes“ wurde 2001 beim Internationalen Filmfestival Rotterdam uraufgeführt. Ihr zweiter Spielfilm „Guernsey“ wurde 2005 für die Quinzaine des Réalisateurs in Cannes ausgewählt. „Wolfsbergen” lief 2007 im Forum der Berlinale und wurde im selben Jahr für das Toronto International Film Festival ausgewählt. „Brownian Movement” feierte 2010 in Toronto Weltpremiere. 2013 war ihr Spielfilm „It’s All So Quiet“ der Eröffnungsfilm des Berlinale Panorama Special, 2018 war sie mit „Cobain“ in der Sektion „Generation“ der Berlinale vertreten. Ihr neuester Spielfilm „Whitetail” feierte im vergangenen Jahr in Toronto Premiere. Derzeit arbeitet Nanouk Leopold an ihrem nächsten Spielfilm „A Different Pace“.
Neben ihrer Filmarbeit ist sie auch im Theater aktiv und inszenierte unter anderem Stücke für die renommierte Theatergruppe ITA sowie am Berliner Ensemble.
Zudem gab sie ihr Operndebüt mit „Der Zwerg“ an der Niederländischen Nationaloper. Gemeinsam mit dem Künstler Daan Emmen realisiert sie außerdem Videoinstallationen und internationale Ausstellungen.
Seit 2016 ist sie Mitglied der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften. Ihren ausführlichen Lebenslauf finden Sie hier.