Vorlesungsverzeichnis

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Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 2026

Medienkunst < Friedensarbeit > KI-Kritik

Typ:
Sonstige Veranstaltung
Semester:
SoSe26
Zielgruppe:
Hauptstudium / Diplom 2, Promovierende
Max-Teilnehmer:
8
Sprache:
Deutsch und Englisch
Voraussetzungen

Verbindliche Anmeldung per E-Mail bis spätestens 1.6.2026 an c.heck@khm.de

Termine - Ort & Zeit

TypAnfangEndeTagTurnusvon-bisOrt
21.07.2624.07.26Einmalig10:00 - 14:00Filzengraben 8-10, [ ] ground zero
Typ
Anfang21.07.26
Ende24.07.26
Tag
TurnusEinmalig
von-bis10:00 - 14:00
OrtFilzengraben 8-10, [ ] ground zero

Beschreibung des Seminars

Die derzeitige Praxis der hybriden und Hyperkriegsführung schließt zivile, öffentliche, unsere Informations- und auch unsere medialen Räume mit ein. Sie verwischen die rechtlichen und moralischen Grenzen zwischen Krieg und Frieden. Angesichts dieser zunehmenden KI-tisierung des Krieges und Militarisierung sozialer Medien, VR-Technologien, Computerspiele, generativer KI-Systeme, Interface-Logiken und -Ästhetik, von digitalen Medien und Technologien stellen sich derzeit auch zunehmend Fragen nach der gesellschaftlichen Verantwortung von Kunst- und Kulturarbeiter*innen. Von jenen, die mediale Werke und Inhalte entwerfen und Medien und Medientechnologien künstlerisch erforschen und gestalten.


Im Seminar stellen wir uns diesen Fragen und untersuchen gemeinsam wie soziale Medien und Large Language Models (LLM) Sprache, Wahrnehmung und Zivilgesellschaft transformieren. Wir bilden in einer relativ kleinen Runde die Möglichkeit zum offenen Dialog und gestalten einen Debattenraum, in dem wir zusammen mit Dr. Guido Arnold vom Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung die gesellschaftliche Wirkung von LLMs, u.a. als Bullshitgeneratoren diskutieren können. Die aktuelle Zersetzung der politischen Öffentlichkeit durch die unbalancierte Reichweitensteuerung der „sozialen“ Medien in Verbindung mit der Erzeugung von Inhalten ohne verlässlichen Wirklichkeitsbezug durch LLMs ist eine gefährliche antidemokratische Entwicklung. In einer Informationswelt, in der alles Fake sein kann, brauchen wir ein gesellschaftlich breit geteiltes Fundament von Wirklichkeit. Ohne ein gemeinsames Verständnis von Tatsachenwahrheiten im Gegensatz zu bloßen Meinungen zerfällt eine Gesellschaft innerlich und wird nur durch äußere, insbesondere ökonomische Beziehungen zusammengehalten. Postfaktizität befördert soziale Verunsicherung, Rückzug und gesellschaftliche Fragmentierung.


Die Zivilklausel der KHM steuert dem innerinstitutionell entgegen. Sie dient uns im Seminar als politischer Ausgangspunkt, um selbstkritisch und selbstbewußt über Kunstfreiheit, Selbstzensur und gesellschaftliche Verantwortung zu diskutieren. Als friedensorientierte Selbstverpflichtung eröffnet sie uns Denk- und Handlungsräume, um zivilgesellschaftliche Deutungshoheiten zurückzuerobern und uns so gegen die Vereinnahmung unserer Sprache und Wahrnehmung zu wehren.

Studienbüro

Studienbüro

Karin Cordes

Juliane Schwibbert

Claudia Warnecke

Heumarkt 14, 50667 Köln

+49 221 20189 -194 / 119 / 187 / 249
Fax +49 221 20189 - 49249
studoffice@khm.de


Öffnungszeiten:

Montag + Dienstag von 10 - 13  Donnerstag von 10 - 16 Uhr

Anfragen oder Termine sind auch telefonisch, Mo - Do 9:30 bis 13:00 Uhr, möglich oder per E-Mail


Wintersemester 2025/26

Vorlesungszeit:
20.10.2025 bis 13.02.2026


Sommersemester 2026

Vorlesungszeit:

13.04.2026 bis 24.07.2026


Wintersemester 2026/27

Vorlesungszeit:
12.10.2026 bis 05.02.2027

Winterpause:

21.12.2026 bis 01.01.2027


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