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Grand Jury Prize 2026 „Bester Experimentalfilm“ geht an Suse Itzel

Still aus „Ich hätte lieber einen anderen Film gemacht"

Der Abschlussfilm „Ich hätte lieber einen anderen Film gemacht“ von Suse Itzel an der Kunsthochschule 

für Medien Köln (KHM) wurde beim renommierten Slamdance Film Festival in Los Angeles mit dem Großen Preis der Jury als bester Experimentalfilm ausgezeichnet.

19. bis 25. Februar 2026
Landmark Sunset Hollywood Theater 5, Los Angeles, CA

Zum Abschluss des 32. Slamdance Film Festivals in Los Angeles wurde der Diplomfilm „Ich hätte lieber einen anderen Film gemacht (2024, 24 Min.) von Suse Itzel an der Kunsthochschule für Medien Köln mit dem Großen Preis der Jury in der Sektion „Experimental Shorts“ ausgezeichnet. In ihrem Film setzt sich die Regisseurin mit den schmerzhaften Erinnerungen an die sexualisierte Gewalt in ihrer Kindheit und Jugend auseinander, mit deren Folgen sie noch immer kämpft. Die Jury erklärte: „A heartbreaking meditation that never lost our attention. This vulnerable piece earns its runtime and allows us to enter the filmmaker’s space in a completely empathetic way. An amazing use of ordinary, everyday scenarios and turning them into something meaningful and filled with memory.“ (Jurybegründung 'The Experimental Short Grand Jury Prize 2026')



„Ich hätte lieber einen anderen Film gemacht" wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Im Januar diesen Jahres erhielt Suse Itzel beim Stuttgarter Filmwinter, dem Festival for Expanded Media", den Hauptpreis der Jury „Norman" im internationalen Wettbewerb (siehe Pressemeldung hier). Im Rahmen des Lichter Filmfestivals wurde Suse Itzel der Lichter Art Award 2025 verliehen (siehe Pressemitteilung hier). Beim Kurzfilmfestival Hamburg zeichnete die Jury ihren Film mit dem Hauptpreis im Deutschen Wettbewerb aus (siehe PM hier). Bei der Duisburger Filmwoche erhielt Suse Itzel den Preis der Stadt Duisburg 2025 (siehe PM hier), beim blicke – Filmfestival des Ruhrgebiets 2024 den aus-blicke Preis  (siehe PM hier) und beim Kasseler Dokumentarfilm und Videofest 2025 eine Lobende Erwähnung beim Goldenen Schlüssel 2025.

Gleich zwei Filme von Studierenden der Kunsthochschule für Medien Köln feierten in diesem Jahr ihre Nordamerika-Premiere beim Slamdance Film Festival in Los Angeles. Neben „Ich hätte lieber einen anderen Film gemacht" wurde „Beneath the Night“, Kurzspielfilm von Maximilian Karakatsanis (2026, 14 Min., mehr) für die Sektion „Narrative Shorts“ eingeladen. Insgesamt zeigte das Festival in diesem Jahr 141 Filme, darunter fünf Filme aus Deutschland. Das Festival hat in diesem Jahr knapp 10.000 Einreichungen aus aller Welt für seine Programmauswahl gesichtet.


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Das Slamdance Film Festival fand vom 19. bis 25. Februar zum zweiten Mal in Folge in Los Angeles statt, von 1995 bis 2024 hatte es seine Heimat in Park City (Utah). Vom 24. Februar bis 6. März präsentiert das Festival eine Auswahl der Filme auf dem Slamdance Channel.

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„Ich hätte lieber einen anderen Film gemacht /
I Would Have Liked To Make A Different Film“
Experimentalfilm, 2024, 23:35 Min., Farbe, 5.1 mehr

Wie können wir über sexuelle Gewalt sprechen? 
In dem experimentellen dokumentarischen Essayfilm setzt sich die Regisseurin mit den schmerzhaften Erinnerungen an die sexualisierte Gewalt in ihrer Kindheit und Jugend auseinander, mit deren Folgen sie noch immer kämpft. „Anfang November 2018 entschied ich mich, einen autobiografischen Film zu machen. Kurz dachte ich, ich könnte das einfach tun. Ich könnte einfach den Bericht der psychiatrischen Klinik lesen: Die Patientin berichtete, dass sie vom 11. bis 15. Lebensjahr von ihrem Vater sexuell missbraucht wurde... - Sie sagen, es sei behandelbar. - Vielleicht wäre ich heute genauso traurig, wenn all das nicht passiert wäre?“

Das Team – Kamera, Konzept, Schnitt, Stimme: Suse Itzel; Sounddesign & Tonmischung: Lisa Reutelsterz; Voiceover-Aufnahme: Judith Nordbrock; Übersetzung Untertitel: Mathilde Hawkins; 3D-Druck: Urs Fries; Betreuung: Daniel Burkhardt, Prof. Dr. Lilian Haberer, Prof. Matthias Müller, Prof. Kathrin Röggla; Mit Unterstützung: Roger Willemsen Stiftung, Kulturbehörde Hamburg, Liebelt Stiftung Hamburg Goldbekhof e.V. und Center for Literature Burg Hülshoff; Produktion: Kunsthochschule für Medien Köln und Suse Itzel

Redaktion — Ute Dilger
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