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Filmscreening mit Q&A: Die Solisten

Filmstill aus "Die Solisten" von Anna Hepp

Am 28. Februar 2026 um 16 Uhr läuft "Die Solisten" von KHM-Absolventin Anna Hepp mit anschließendem Q&A im Filmhaus Köln.

28. Februar 2026, 16 Uhr
Filmhaus Köln
Zusätzliche Vorführungen: 01-04.03.26, Filmpalette Köln

Am 28. Februar 2026 um 16 Uhr wird "Die Solisten" von KHM-Absolventin Anna Hepp im Filmhaus Köln gezeigt. Anschließend wird es ein Q&A mit Regie, Team und Protagonist:innen geben. In der darauffolgenden Woche läuft "Die Solisten" vom 1. März bis 4. März außerdem in der Filmpalette Köln.


Der von der Film- und Medien Stiftung NRW geförderte Film begleitet zehn alleinerziehende Mütter und Väter durch die Höhen und Tiefen ihres Alltags. "Der Film verzichtet bewusst auf einen klassischen dokumentarischen Ansatz. Stattdessen wählt er einen essayistischen, verspielten Stil, der subjektiv, künstlerisch offen und zugleich politisch ist. Er lädt ein zur Reflexion über gesellschaftliche Strukturen, konservative Rollenbilder und die Vielfalt elterlicher Lebensentwürfe.", schreibt Anna Hepp in ihrem Regiekommentar.


Anna Hepp wurde 1977 in Marl geboren und studierte Pädagogik und Philosophie an der Universität in Essen. Sie arbeitete als Fotografin und erstellte Porträts, Magazinbeiträge und medizinische Fotografien.
2009 schloss sie ihr Studium Film und Kunst mit Auszeichnung an der Kunsthochschule für Medien Köln mit ihrem ersten Kurzdokumentarfilm „Ein Tag und eine Ewigkeit“ ab. Ihr Debütfilm, „800 mal Einsam“ ein Portrait über den deutschen Filmemacher Edgar Reitz, feierte 2019 Weltpremiere auf den 76. Internationalen Filmfestspielen Venedig und wurde für den Venezia Classici Award in der Kategorie Dokumentarfilm nominiert. Anna Hepp arbeitet und lebt in Köln.

"Die Solisten" von Anna Hepp

D, 2025, 83 Min.


Der Film beleuchtet die Höhen und Tiefen des Lebens von Alleinerziehenden und setzt sich kritisch mit den Vorurteilen und Klischees auseinander, die häufig mit Alleinerziehenden verbunden werden, hinterfragt traditionelle Rollenbilder und Stereotype.
Gerade im Kontext der deutschen Geschichte hat sich das negative Bild der Alleinerziehenden, seit der NS-Zeit tief in das kollektive Unbewusste eingeprägt. Diese unbewussten Prägungen beeinflussen noch heute unser gesellschaftliches Werteverständnis. Der Film macht deutlich, wie wichtig es ist, diese Denkweisen zu reflektieren, um einen positiven Wandel zu ermöglichen. Die Solisten möchte das oft verzerrte Bild von Alleinerziehenden korrigieren und ihre Stärke sichtbar machen, er setzt sich auf künstlerische Weise mit der typisch deutschen Tendenz zu Vorurteilen auseinander: In der immer wiederkehrenden Gesangssequenz werden stereotype Meinungen von einer Opernstimme, welche die „Stimme des Volkes“ repräsentiert, symbolisch verkündet. Im Subtext vermittelt der Film viel über die deutsche Mentalität und zeigt, wie tief verwurzelt gesellschaftliche Muster und wie Machtvoll sie sind.
"Die Solisten" eröffnet eine Perspektive, die es schafft, dass oft negative Bild von Alleinerziehenden zu überwinden. Mit einer Mischung aus Empathie, Authentizität und Ironie eröffnet der Film einen respektvollen Blick auf das Leben dieser zuverlässigen Menschen und regt eine dringend notwendige gesellschaftliche Debate an.

Redaktion — Ute Dilger
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