Auszeichnung bei den Kurzfilmtagen Oberhausen 2018

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Die KHM-Studentin Anna Kindermann erhält den Preis der WestArt-Zuschauerjury für ihren Kurzfilm "Das letzte Haus". Auch zwei Absolventen der KHM unter den Preisträgern.

Zum Abschluss des Festivals in Oberhausen verliehen die Juries am Montag, 7. Mai, die Preise für die besten Kurzfilme. Die KHM-Studentin Anna Kindermann wurde im NRW-Wettbewerb von der Zuschauerjury der Kultursendung WestArt im WDR als bester Film mit folgender Begründung ausgezeichnet. "Drei Männer - wenig Worte. Authentisch, lebensbejahend, ehrlich, nachdenklich, praktisch und sehr respektvoll". Anna Kindermann hat drei Männer in Ostdeutschland begleitet, die sich in ihrer Freizeit treffen um zu arbeiten. Das Thema der eigenen Sterblichkeit wird 'angepackt', indem sie sich ihre eigene ‘Kiste’ bauen. "Das letzte Haus" ist das erste Projekt von Anna Kindermann (*1987 in Cottbus), die seit 2015 an der KHM studiert.

Insgesamt waren in diesem Jahr vier KHM-Studierende mit ihren Filmen und Videoarbeiten im Programm des Festivals vertreten – siehe Pressemeldung hier

"Das letzte Haus" (2018, 16 Min.) Regie, Buch und Schnitt: Anna Kindermann; Protagonisten: Detlef Zernick, Jürgen Schlicker, Bernd Kindermann; Kamera: Eva Becker, Simon Baucks, Erik Schiesko, Anna Kindermann; Dramaturgie Montage: Rita Schwarze; Übersetzung: Carina Erdmann; Bildkorrektur: Ewald Hentze; Tonkorrektur: Ralf Schipke; Betreuung: Rita Schwarze, Daniel Burkhardt, Beate Middeke; Produktion: Kunsthochschule für Medien Köln; Uraufführung: Kurzfilmtage Oberhausen 2018

Redaktion — Ute Dilger

Übersicht der Auszeichnungen für KHM-Studierende und Absolvent/innen bei den Kurzfilmtagen 2018


Preis der WDR Westart-Zuschauerjury
dotiert mit 750 Euro, gestiftet von der WDR-Westart  
"Das letzte Haus" von Anna Kindermann (KHM-Studentin)

Deutschland 2018, 15 Min. 33 Sek., Farbe  
"Drei Männer - wenig Worte. Authentisch, lebensbejahend, ehrlich, nachdenklich, praktisch und sehr respektvoll. Dieser Film hat uns als Westart-Zuschauerjury am meisten bewegt." (Jurybegründung)

Förderpreis des NRW-Wettbewerbs
dotiert mit 500 Euro, gestiftet von der NRW.Bank  
"Hallstatt erleben" von Julia Weißenberg (Absolventin)

Deutschland/China 2018, 8 Min. 55  Sek., Farbe  
​​​​​​​"Sattgrüne Palmen vor Geranienkästen, orthografische Ausreißer und österreichische Kfz-Kennzeichen suggerieren die Möglichkeit der Unterscheidung von Original und Kopie. Das Label „Made in China“ klebt auch auf der Reproduktion eines idyllischen, österreichischen Dorfes in der südchinesischen Provinz. Julia Weißenberg gelingt in ihrem Tourismus-Video der anderen Art eine skurrile Klang- und Bildcollage zwischen Tradition und Exotismus, dessen Unwirklichkeit durch einen digital animierten Kirchturm am Ende noch einmal ins Auge sticht." (Jurybegründung)


Lobende Erwähnung im Deutschen Wettbewerb

"Three Casualties" von Jens Pecho (Absolvent)
Deutschland 2017, 7 Min. 16 Sek., Farbe  
"Im Film zu zeigen, was der Film nicht zeigt, ist der Reiz dieses Films. Drei Studien zu Bildern, deren Dramatik man übersehen kann in den Filmen, aus denen sie stammen, obwohl sie dramatisch sind: Es geht um waghalsige Stunts. Aber weil das Sterben in der Illusion des Kinos so leicht fällt, braucht es diese Recherche, um den Einbruch des Realen in der Produktion von Trugbildern zu markieren: durch Verlangsamung, Textinformation, Dekontextualisierung. Dadurch braut sich beim Schauen ein genuin filmischer, weil voyeuristischer Suspense zusammen – nämlich ob denn hier gleich das echte Sterben zu sehen sein wird. Dass der Film damit spielt und trotzdem die Form wahrt, spricht für seine Qualität." (Jurybegründung)

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