Alle Termine

Logo
Logo Text

KHM-Filme beim 38. Filmfest Dresden

Still aus „Eine Tochter und zehn Söhne“ von Finn Ole Weigt und Paula Milena Weise

Zwischen dem 14. und 19. April laufen mit „Eine Tochter und zehn Söhne“, „Chrysanthemum“ und „Ich hätte lieber einen anderen Film gemacht“ drei KHM-Filme beim Filmfest Dresden.

14. bis 19. April 2026
38. Filmfest Dresden

Insgesamt drei KHM-Filme wurden in diesem Jahr für das Programm des 38. Filmfest Dresden ausgewählt. „Eine Tochter und zehn Söhne“ von Finn Ole Weigt und Paula Milena Weise läuft im mitteldeutschen Wettbewerb und feiert in Dresden seine Premiere. „Chrysanthemum“ von Jingyuan Luo und „Ich hätte lieber einen anderen Film gemacht“ von Suse Itzel werden im nationalen Wettbewerb gezeigt. 


Der Animationsfilm „Chrysanthemum“ von KHM-Studentin Jingyuan Luo feierte 2025 bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen seine Premiere und erhielt dort den Förderpreis für den NRW-Wettbewerb. „Ich hätte lieber einen anderen Film gemacht“ ist der Abschlussfilm von Suse Itzel und wurde unter anderem beim renommierten Slamdance Film Festival in Los Angeles mit dem Großen Preis der Jury als bester Experimentalfilm ausgezeichnet (mehr). 

„Eine Tochter und zehn Söhne“ von Finn Ole Weigt und Paula Milena Weise

D, 2026, 21 Min. 

Zharkynai hat die Green Card gewonnen und steht vor dem Abschied von Chica und ihrer Heimatstadt. Am Stadtrand von Bishkek treffen sich Jugendliche auf einem Skateplatz und sprechen über die wichtigen Dinge des Lebens. Ein Film übers Aufwachsen in einem postsowjetischen Land, im Spagat zwischen den Einflüssen Russland und Amerikas.


„Chrysanthemum“ von Jingyuan Luo

D, 2025, 9 Min.

Was bedeutet es, die eigene Mutter an das invasive Quarantäneregime eines Staates zu verlieren, inmitten einer globalen Pandemie? In „Chrysanthemum“ nähert sich Jingyuan Luo dieser Frage anhand des Falls einer chinesischen „Selbstmordspringerin" an. Sie zeigt und durchlebt immer wieder das Trauma eines Todes, der von dem Staat, der ihn verursacht hat, unsichtbar gemacht wird. Wie die namensgebende Blume der Trauer ist ihre Betrachtung unheimlich schön in ihrer erschütternden Traurigkeit.


„Ich hätte lieber einen anderen Film gemacht“ von Suse Itzel

D, 2024, 24 Min. 

In dem experimentellen dokumentarischen Essayfilm setzt sich die Regisseurin mit den schmerzhaften Erinnerungen an die sexualisierte Gewalt in ihrer Kindheit und Jugend auseinander, mit deren Folgen sie noch immer kämpft.„Anfang November 2018 beschloss ich einen autobiographischen Film zu machen. Kurz dachte ich, ich könnte es mir einfach machen. Ich könnte den Bericht der psychiatrischen Klinik einfach vorlesen: Die Patientin berichtete, dass sie vom 11. bis zum 15. Lebensjahr von ihrem Vater sexuell missbraucht worden sei… – Sie sagen, es sei behandelbar. Vielleicht wäre ich heute genauso traurig, wenn das alles nicht passiert wäre?“

Redaktion — Giulia Maion
Bitte warten