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Antrittsvorlesung: Prof. Nanouk Leopold

KHM

Die niederländische Regisseurin wurde zum 1. April 2026 zur Professorin für Regie von fiktionalen Filmen und Serien an die Kunsthochschule für Medien Köln berufen. In ihrem ersten Fachseminar an der KHM thematisiert sie den dramatischen Bogen eines Spielfilms, einer Miniserie und desselben Stoffes – und wie man eine klassische Geschichte modernisiert

Mittwoch, 6. Mai 2026, 19 Uhr
Aula der KHM
Filzengraben 2, 50676 Köln
Begrüßung: Prof. Mathias Antlfinger, Rektor der KHM | Moderation: Prof. Pia Marais
Zum Wintersemester 2023/24 wurde Alejandro Bachmann zum Professor für Filmgeschichte und -theorie in der Fächergruppe Film/Fernsehen an die Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) berufen. Die Künstlerin und Animationsfilmemacherin wurde 2019 als Professorin für Animation an die Kunsthochschule für Medien Köln berufen. Wegen der Pandemie musste ihre Antrittsvorlesung mehrmals verschoben werden und wird nun nachgeholt. Prof. Isabel Herguera stellt drei ihrer preisgekrönten Animationsfilme und gibt Einblick in ihre neueste Arbeit.

Nanouk Leopold absolvierte die Akademie der Bildenden Künste in Rotterdam und die Niederländische Filmakademie in Amsterdam. Ihr Debütfilm „Îles Flottantes” (2001, 85 Min.) feierte seine Weltpremiere beim Internationalen Filmfestival in Rotterdam, ihr Spielfilm „Guernsey” (2005, 92 Min.) wurde für die Quinzaine in Cannes ausgewählt. „Wolfsbergen” (2007, 93 Min.) feierte im Forum der Berlinale Premiere und wurde im selben Jahr für das Toronto International Film Festival ausgewählt. „Brownian Movement“ (2010, 97 Min.) feierte in Toronto Premiere und hatte 2011 seine Europapremiere im Forum in Berlin. „It’s all so quiet“ (2013, 100 Min.) war der Eröffnungsfilm des Berlinale Panorama Special. „Cobain“ (2018, 94 Min.) feierte seine Weltpremiere bei der Berlinale in der Sektion Generation. Ihr neuester Spielfilm „Whitetail“ feierte letztes Jahr in Toronto Premiere. Derzeit arbeitet sie an ihrem neuen Spielfilm „A Different Pace“.


Nanouk wurde 2016 Mitglied der Gesellschaft der Künste der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften. 2017 inszenierte sie auf Einladung von Ivo van Hove ihr erstes Theaterstück, „From the Life of the Marionettes“, eine Adaption des Films von Ingmar Bergman, für die renommierte Amsterdamer Theatergruppe ITA. 2019 inszenierte sie für die ITA „The Homecoming“ von Harold Pinter. Nanouk gab ihr Debüt als Opernregisseurin mit „Der Zwerg“ von Alexander Zemlinsky an der Niederländischen Nationaloper, der Saisoneröffnung und Vorstellung des neuen Chefdirigenten Lorenzo Viotti. Ihr Theaterdebüt in Deutschland gab sie mit einem Stück von Alice Birch („Normal People/Dead Ringers“) mit dem Titel „Anatomy of a Suicide“ für das Berliner Ensemble, das im Oktober 2021 Premiere hatte. Und 2023 inszenierte Nanouk die Weltpremiere des Stücks „Phädra, in Flammen“ von Nino Haratischwili, ebenfalls am Berliner Ensemble.


Nanouk realisiert auch Videoinstallationen zusammen mit dem bildenden Künstler Daan Emmen (www.leopoldemmen.nl). Eine Auswahl: Anfang 2021 schlossen sie eine Installation für das Eye Film Museum in Amsterdam als Teil der Gruppenausstellung „Vive le Cinéma“ ab, zusammen mit Lucretia Martel, Carlos Reygadas, Jia Zhang-ke und Lemohang Jeremiah Mosese, anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des Filmmuseums und des 50-jährigen Jubiläums des Internationalen Filmfestivals Rotterdam. Ihre erste internationale Einzelausstellung hatten sie 2022 im Oval Office in Bochum mit „Another Woman“, einer Installation, die in Zusammenarbeit mit Sandra Hüller, Meg Stuart/Damaged Goods und Gillis Biesheuvel entstand und 2023 in einer erweiterten Version im Art Institute TENT in den Niederlanden zu sehen war. Im Jahr 2025 zeigten sie ihre Arbeiten bei den Rencontres Internationales Paris/Berlin. Bei den diesjährigen Internationalen Filmfestspielen Rotterdam feierten sie mit einer Kunstinstallation im Programm Art Directions Premiere. Und für 2027 ist eine Einzelausstellung im Marres, Haus für zeitgenössische Kultur, Maastricht, geplant.


Berliner Ensemble

Nanouk Leopold ist eine niederländische Theater- und Filmregisseurin sowie Drehbuchautorin. Sie wurde 1968 in Rotterdam geboren und studierte zunächst an einer Kunsthochschule in den Bereichen Multimedia und Monumentalkunst. Dann wechselte sie zu einem Regie- und Drehbuchstudium an die Nederlandse Film en Televisie Academie in Amsterdam, welches sie 1997 abschloss. Ihr Abschlussfilm "Weekend", wurde mit dem Tuschinski ausgezeichnet. Darauf folgten weitere Filmarbeiten für das niederländische Fernsehen u.a. für den öffentlich-rechtlichen Sender VPRO. 2005 erhielt sie für ihren Spielfilm "Guernsey" beim Niederländischen Filmfestival den Preis "Goldenes Kalb" für die Beste Regie, sowie im gleichen Jahr den Preis der Niederländischen Filmkritik. Darüber hinaus nahm dieser Film an den Internationalen Filmfestspielen von Cannes teil. 2007 und 2013 hatte Leopold mit ihren Spielfilmen "Wolfsbergen" und "Oben ist es still" Premiere auf der Berlinale. Nanouk Leopold ist als Theaterregisseurin in den Niederlanden tätig. Die Regiearbeit "Anatomie eines Suizids" am Berliner Ensemble ist Leopolds Debut im deutschsprachigen Theaterraum.  













Nanouk Leopold is a Dutch film director and screenwriter. In April this year she starts as a professor at the KHM. She will present herself by showing her latest feature film Whitetail. Following the film presentation, Prof. Pia Marais will lead a discussion with Nanouk Leopold.



Nanouk Leopold graduated from the Academy of Fine Arts in Rotterdam and from the Dutch Film Academy in Amsterdam. Her debutfilm Îles Flottantes was selected for the IFFR Tiger Competition in 2001. Her feature film Guernsey was selected for the Quinzaine at Cannes in 2005. Wolfsbergen premiered at the Forum of the Berlinale 2007 and was selected for Toronto International Film Festival in the same year. Brownian Movement premiered in Toronto in 2010 and had its European premiere at the Forum in Berlin in 2011. In 2013 It’s all so quiet was the opening film of the Berlinale Panorama Special. In 2018 Cobain had its world premiere at the Berlinale in the Generation section. Her latest feature film Whitetail premiered in Toronto last year. And she is currently working on her new feature film A Different Pace.


Nanouk became a member of the Society of the Arts of the Royal Dutch Academy of Sciences in 2016. In 2017 she directed her first play, From the Life of the Marionettes, an adaptation of the film by Ingmar Bergman, for the prestigious Amsterdam theatre group ITA, at the invitation of Ivo van Hove. In 2019 she directed The Homecoming by Harold Pinter for ITA.  Nanouk made her debut as an opera director with Der Zwerg by Alexander Zemlinsky at the Dutch National Opera, which was the opening of the season and the presentation of new chief conductor Lorenzo Viotti. Her theatre debut in Germany, with a piece by Alice Birch (Normal People/Dead Ringers) called Anatomy of a Suicide, for the Berliner Ensemble, premiered in October 2021. And in 2023 Nanouk directed the world premiere of the play Phädra, in Flames, written by Nino Haratischwili, also at the Berliner Ensemble.


Nanouk also makes video installations together with visual artist Daan Emmen (www.leopoldemmen.nl). A selection: Early 2021 they finished an installation for the Eye Film Museum in Amsterdam as part of the group exhibition Vive le Cinéma, together with Lucretia Martel, Carlos Reygadas, Jia Zhang-ke and Lemohang Jeremiah Mosese to mark the 75th anniversary of the Filmmuseum and the 50th anniversary of the International Film Festival Rotterdam. They had their first international solo exhibition in 2022 in the Oval Office in Bochum with Another Woman, an installation made in cooperation with Sandra Hüller, Meg Stuart/Damaged Goods and Gillis Biesheuvel, which played in an extended version at the Art Institute TENT, in the Netherlands in 2023. In 2025 they showed their work at the Rencontres Internationales Paris/Berlin. At this year’s International Film Festival Rotterdam they premiered with an art installation in the programme Art Directions. And a solo exhibition is planned in Marres, House for Contemporary Culture, Maastricht for 2027.





Zum 1. Apri 2026 wurde

Redaktion — Ute Dilger
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