
Im Rahmen der Reihe "DocuMe" zeigt 3sat den Dokumentarfilm "Rosina. Ein Leben mit Tieren" der KHM-Absolventin Angelika Herta.
Am 23. Februar 2026 präsentiert 3sat im Rahmen der Reihe "DocuMe" erstmals den Dokumentarfilm "Rosina. Ein Leben mit Tieren" der KHM-Absolventin Angelika Herta.
Die Reihe "DocuMe" präsentiert Porträts, die von Menschen in Veränderungsprozessen erzählen und mit Erzählformen abseits des medialen Mainstream experimentieren. "Rosina" erzählt von der gleichnamigen Protagonistin, die mit geretteten Tieren auf einem Hof in Niedersachsen lebt. Angelika Herta arbeitete für den Film mit den KHM-Absolvent*innen Lisa Bülow und Filip Jacobson zusammen, die die Kameraführung übernahmen. "Rosina" wurde produziert von Bildersturm in Koproduktion mit Angelika Herta im Auftrag des ZDF für die Reihe "DocuMe" von 3sat. Der Dokumentarfilm wurde im Rahmen von ESoDoc entwickelt.
"Rosina. Ein Leben mit Tieren" ist bereits jetzt in der 3sat-Mediathek verfügbar.
Angelika Herta, in Österreich geboren, absolvierte nach einem Studium der vergleichenden Literaturwissenschaften ein Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln. Ihr Experimentalfilm „Der beste Weg“ war u. a. für den Deutschen Kurzfilmpreis 2015 nominiert, ihr Dokumentarfilm „Life could be so beautiful“ wurde beim Ji.hlava International Documentary Film Festival 2019 als „Best Student Documentary“ ausgezeichnet. 2021 erhielt sie den „SHOOT“ Nachwuchspreis von KHM und IFFF Dortmund + Köln. Mit dem Kurzfilm "Wir Tiere" (2022) begann ihre intensive Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Mensch und Tier.
Rosina - ein Dokumentarfilm von Angelika Herta
D, 2025, 43 Min.
Rosina ist 28 und lebt auf einem Hof in Niedersachsen — ein stiller, unscheinbarer Ort, der für sie zu einem Experimentierraum wird. Hier teilt sie ihren Alltag mit geretteten Kühen, Schweinen, Gänsen und Ziegen. Und während in der Region Tiere gezüchtet und getötet werden, entscheidet sie sich für etwas Ungewöhnliches: Sie schaut nicht weg. Sie bleibt und stellt Fragen.
Was passiert, wenn man mit Tieren lebt, ohne sie zu benutzen? Ohne Hierarchien, ohne Kontrolle, ohne die Rollen, die wir ihnen zugeschrieben haben? Sie probiert aus, stolpert, zweifelt — und ihre Follower beobachten Online, wie aus scheinbar kleinen Gesten ein stiller Aufstand gegen tief verankerte Normalität entsteht. Und plötzlich wird ein Dorf in Niedersachsen zu einem Ort, an dem sich etwas verschiebt: unser Blick auf Tiere, auf uns selbst, auf Macht und Nähe.
Der Film begleitet Rosina durch die Jahreszeiten und zeigt, wie mutig es ist, gängige Vorstellungen von Zusammenleben zu sprengen — und wie provozierend ein Alltag wird, der sich weigert, Tiere als Ressourcen zu betrachten. Durch all dies hindurch stellt Rosina eine einfache, aber tiefgehende Frage: Was entsteht, wenn Menschen und Tiere einander Raum lassen?