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Ministerin Brandes verleiht Arbeitsstipendien des Landes NRW 2026 im Rahmen der Berlinale

Ministerin Ina Brandes, Hamed Mohammadi, Susann Maria Hempel, Sarah Kramer, Suse Itzel und Sonja Hofmann (GF Filmbüro NW) und Gudrun Sommer (DOXS RUHR) | Foto: Angelika Huber

Drei Absolvent*innen der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) erhalten in diesem Jahr ein Stipendium des Landes NRW für die Entwicklung ihrer neuen künstlerischen Filmvorhaben.

18. Februar 2026
Die Vergabe der Stipendien fand im Rahmen des Berlinale-Frühstücks des Filmbüros NW im Haus der Kulturen der Welt in Berlin statt.

Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt mit drei Arbeitsstipendien jährlich die Anfangsphase künstlerischer Spiel- und Dokumentarfilmprojekte. Mit einem weiteren Stipendium wird die Entwicklung eines künstlerischen Dokumentarfilms für Kinder oder Jugendliche gefördert. In diesem Jahr wurden drei Absolvent*innen der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) von den zwei Fachjurys für ein Stipendium in Höhe von jeweils 9.900 Euro ausgewählt. Mit ihren Projektideen setzten sie sich gegen mehr als 160 eingereichte Beiträge durch.



Je ein Stipendium für die Entwicklung eines künstlerischen Spiel- und Dokumentarfilms geht an den KHM-Absolventen Hamed Mohammadi für sein Filmprojekt „Lay ghor Daykem – Am Grab meiner Mutter“ und an die KHM-Absolventin Suse Itzel für ihren ersten Langfilm „Zeug*innenschaft“ (AT). Mit dem Stipendium im Bereich des künstlerischen Dokumentarfilms für Kinder oder Jugendliche zeichnete die Jury die KHM-Absolventin Sarah Kramer mit ihrem Filmprojekt „Neue Stadt“ (AT) aus.


Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, vergab die Stipendienbescheide am 18. Februar 2026 im Rahmen der Berlinale. „Nordrhein-Westfalen steht für eine hochwertige und vielfältige freie Filmszene. Diese Stipendien geben starken Ideen die nötige Starthilfe. Die große Resonanz auf dieses Stipendienprogramm zeigt, wie wichtig eine verlässliche Förderung gerade in der frühen Projektphase ist. Ich bin gespannt auf die Umsetzung dieser Filmprojekte, die uns mit ganz neuen Perspektiven überraschen werden“, unterstrich die Kulturministerin in ihrer Ansprache beim traditionellen Berlinale-Frühstück des Filmbüros NW im Haus der Kulturen der Welt.


Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen vergibt seit 2018 Arbeitsstipendien im Bereich des künstlerischen Films. Die Ausschreibung und Vergabe der Stipendien wird vom Filmbüro NW in Kooperation mit DOXS RUHR organisiert.


Pressekontakt:

Filmbüro NW e.V., Maybachstr. 111,  50670 Köln

stipendium@filmbuero-nw.de


Zwei Stipendien für den künstlerischen Spiel- oder Dokumentarfilm gehen an die KHM-Absolvent*innen:


Hamed Mohammadi „Lay ghor Daykem – Am Grab meiner Mutter“

Ausgehend von Social-Media-Bildern aus dem Iran verbindet Hamed Mohammadi persönliche Trauer mit politischen Umbrüchen. Im Zentrum steht ein exil-iranischer Filmemacher, der das Grab seiner Mutter nicht besuchen darf, während im Iran eine neue Generation zwischen Gewalt, Mut und Hoffnung sichtbar wird.

Die Jury würdigt die Verbindung ungewöhnlicher Found-Footage-Bilder mit großer persönlicher und politischer Dringlichkeit und traut dem Projekt eine eigenständige,

emotional dichte filmische Form zu.

Suse Itzel Zeug:innenschaft“ (AT)
In dunklen Räumen, mit projizierten Bildern, sucht Suse Itzel nach einer eigenen Sprache für erlebte sexualisierte

Gewalt. In ihrem geplanten Langfilmdebüt arbeitet sie mit Frauen und FLINTA-Personen, die Gewalt überlebt haben, als Kompliz:innen einer filmischen Reise zur

Selbstermächtigung.Die Jury ist sowohl überzeugt von Itzels klarer künstlerischer Handschrift als auch

der Notwendigkeit und Bedeutung des Themas.

Das Stipendium im Bereich künstlerischer Dokumentarfilm für Kinder oder Jugendliche geht an die KHM-Absolventin:

Sarah Kramer  „Neue Stadt“ (AT)
Das Projekt widmet sich einem Kölner Stadtteil, der medial häufig einseitig negativ dargestellt wird, und fragt, was

passiert, wenn Kinder und Jugendliche selbst auf diese Bilder blicken. In Zusammenarbeit mit Jugendlichen aus Chorweiler werden bestehende Bildarchive neu betrachtet und alternative Erzählungen entwickelt. Die Jury würdigt besonders den Ansatz, jungen Menschen die Deutungshoheit über ihre eigene Lebensrealität zurückzugeben.

Redaktion — Ute Dilger
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