Weltpremiere:
Montag, 16.02., 15 Uhr, Kino Betonhalle@Silent Green
Wiederholungen:
Dienstag, 17.02., 14 Uhr, Cinema Paris
Mittwoch, 18.02., 20 Uhr, CinemaxX 5
Samstag, 21.02., 17:30 Uhr, Cinema Paris
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Der neue Dokumentarfilm von Madhusree Dutta feiert seine Premiere bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin. Die indische Filmemacherin entwickelte „Flying Tigers“ während ihres Fellowships an der Kunsthochschule für Medien Köln im Wintersemester 2023/2024.
Die Internationalen Filmfestspiele Berlin 2026 haben den neuen Film von Madhusree Dutta „Flying Tigers" (105 Min.) in ihr diesjähriges Programm eingeladen.
Der Dokumentarfilm wurde für die Sektion Forum ausgewählt. Das Berlinale Forum "schärft den Blick für Filme von gesellschaftlicher Relevanz und als ästhetische Form der Reflexion. Filme von Menschen, die ihre Wirkung auf unser Zusammenleben, unsere Kämpfe, unser Versöhnen, unsere Geschichte/n, die Erfahrbarkeit von Gemeinsamkeit, Schönheit und Solidarität und die Gestaltung unserer sozialen, kulturellen, ökologischen und politischen Gegenwart wie Zukunft ernst nehmen”, schreibt das Festival in seiner Programmankündigung.
„Flying Tigers“ (2026, 105 Min.) ist ein Film über Erinnerung, Krieg und Infrastruktur: Ihre Alzheimer-Erkrankung fördert ein Erinnerungsfragment aus dem Gedächtnis einer alten Frau in Indien zutage, aufgezeichnet von ihrer Tochter, der Filmemacherin Madhusree Dutta. Sie folgt der Spur, die ihre Mutter hinterlassen hat, zurück in die Zeit des Zweiten Weltkriegs. Im nordöstlichen Bundesstaat Assam errichtete die US-Armee 1942 die erste Luftbrücke der Militärgeschichte über den Himalaya zur Unterstützung der chinesischen Stadt Kunming, ausgeführt von der Airforce-Spezialeinheit Flying Tiger. Die Errichtung der gewaltigen Infrastruktur zerstörte das ökologische Gleichgewicht des Dschungels und trieb die echten Tiger bis in die Teeplantagen von Assam, wo die Mutter der Regisseurin aufwuchs. Im Verlauf ihrer Recherchen entdecken Madhusree Dutta und die chinesische Medientheoretikerin Mi You, deren Freundschaft nur in einem Drittland wie Deutschland entstehen konnte, einen gemeinsamen historischen Moment zwischen den Nachbarländern mit geschlossenen Grenzen. Zu ihnen stößt Purav Goswami, Autor aus Assam, mit seiner künstlerischen Erforschung von Landschaft, Boden und Gelände.
Für ihr Filmprojekt „Flying Tigers“ arbeitete Madhusree Dutta mit der Medientheoretikerin You Mi zusammen. You Mi promovierte 2019 an der Kunsthochschule für Medien Köln und wurde 2021 als Professorin für Kunst und Ökonomien an die Universität Kassel berufen. Ihre Forschungsinteressen umfassen den Neuen und Historischen Materialismus, die performative Philosophie sowie die Geschichte, politische Theorie und Philosophie Eurasiens. Monika Rinck, die seit 2023 als Professorin für Literarisches Schreiben an der KHM lehrt, schrieb den Text „Song of Infrastructure“ für die Filmmusik des Cellisten und Komponisten Bo Wiget.
„Flying Tigers“, Deutschland/Indien, 2026, 105 Min.
Bengalisch, Miya, Englisch, Mandarin, Deutsch und Polnisch mit englischen und deutschen Untertiteln
Die indische Filmemacherin Madhusree Dutta spürt einem historischen Fragment nach, aufgetaucht durch die Alzheimer-Erkrankung ihrer Mutter. Zusammen mit der chinesischen Medientheoretikerin Mi You und Purav Goswami, Autor aus Assam, begibt sie sich auf eine Reise voller Wendungen. Zum treibenden Beat des Song of Infrastructure erforschen sie das Ende der Distanz.
Regie und Buch: Madhusree Dutta; Bildgestaltung: Riju Das, Isabelle Casez, Guligo Jia Yanan; Sound Recording: Ahbilit Chetiya, Pascal Capitolin, Junyi He; Montage: Federico Neri; Dramaturgie: Merle Kröger, Bina Paul; Herstellungsleitung: Tarshia Dutta, Xiaodong Guo und Mina Chen; Produzentinnen: Alex Gerbaulet, Merle Kröger; Executive Producer: Meike Martens; Redaktion: Kathrin Brinkmann; Förderung: BKM, Medienboard Berlin Brandenburg; Produktion: pong film in Koproduktion mit TCG Studios und ZDF/ARTE
Madhusree Dutta ist Filmemacherin, Autorin und Kulturproduzentin. Sie lebt in Indien und Deutschland.
Ihr Interessensgebiet ist das Hybride in öffentlichen und privaten Kulturen sowie dokumentarische und archivarische Praxis. Dutta ist Gründerin und Direktorin
(1998–2016) des Majlis, eines Zentrums für interdisziplinäre künstlerische Praxis in Mumbai, sowie Direktorin (2018–2021) der Akademie der Künste der Welt in Köln. „Flying Tigers” ist ihr erster Dokumentarfilm seit fast zwanzig Jahren.
Weltpremiere:
Montag, 16.02., 15 Uhr, Kino Betonhalle@Silent Green
Wiederholungen:
Dienstag, 17.02., 14 Uhr, Cinema Paris
Mittwoch, 18.02., 20 Uhr, CinemaxX 5
Samstag, 21.02., 17:30 Uhr, Cinema Paris
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