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KHM-Heimspiel zeigt "OECONOMIA"

Still aus "OECONOMIA" von Carmen Losmann

Die Filmreihe präsentiert den zweiten langen Dokumentarfilm der KHM-Absolventin Carmen Losmann. Im Anschluss führt Prof. Dietrich Leder das Gespräch mit der Regisseurin und dem Bildgestalter Dirk Lütter, der ebenfalls an der KHM studiert hat.

Freitag, 2. Juli, 21:30 Uhr (Einlass ab 20:30 Uhr)
Open-Air-Kino im Innenhof des Museums für Angewandte Kunst Köln (MAKK)
An der Rechtschule, 50667 Köln, Eintritt 8 Euro
Moderation: Prof. Dietrich Leder

Die Filmreihe "Heimspiel" präsentiert den neuen Dokumentarfilm der KHM-Absolventin Carmen Losmann "OECONOMIA" und ist auch in diesem Jahr coronabedingt zu Gast im Open-Air-Kino im Innenhof des Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK). Nach der Vorführung des Films spricht Prof. Dietrich Leder mit der anwesenden Regisseurin und Autorin Carmen Losmann und dem Bildgestalter Dirk Lütter sowie mit Christiane Büchner, die den Film dramaturgisch betreut hat.


Im Rahmen des Filmabends wird auch Prof. Dietrich Leder als Initiator und langjähriger Moderator der Filmreihe "Heimspiel" (früher "Best of KHM") mit einer kurzen Ansprache gewürdigt. Nach 27 Jahren Tätigkeit an der KHM hat sich der Medienwissenschaftler und Journalist bereits im März diesen Jahres aus der Lehre verabschiedet. Dietrich Leder wurde 1994 zum Professor für Fernsehkultur und Dokumentarfilm in die Fächergruppe Film/Fernsehen berufen. Er war nicht nur lange Jahre Sprecher der Fächergruppe und Prorektor der KHM, sondern hat die Erweiterung des interdisziplinären Studiums der KHM durch die Studienschwerpunkte Kamera/Bildgestaltung (2010) und Literarisches Schreiben (2017) maßgeblich konzipiert und vorangetrieben. In den drei Jahrzehnten betreute er über 500 Projekte von Studierenden in den Bereichen Dokumentarfilm, Spielfilm, Fernsehformate, Animation und Literatur, darunter über 200 Diplome. Viele der von ihm betreuten Studierenden sind heute bekannte Autor*innen, Regisseur*innen und Produzenten für Kino und Fernsehen. In der Reihe "Heimspiel" wurden und werden ihre neuesten Arbeiten regelmäßig gezeigt und diskutiert.


"OECONOMIA" feierte seine Uraufführung bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2020 und startete im Oktober letzten Jahres in den deutschen Kinos. Für den Filmpreis 2021 in der Kategorie Dokumentarfilm steht er in der Vorauswahl. Der episodische Dokumentarfilm legt die Spielregeln des Kapitalismus offen und macht den systembedingten Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum, Verschuldung und Vermögenskonzentration sichtbar.
Der Film wurde produziert von der Kölner Produktionskooperative Petrolio Film, die Carmen Losmann gemeinsam mit Mareike Wegener und Hannes Lang, ebenfalls Absolvent*innen der KHM, 2012 gegründet hat.


"Dieser Film bietet einen spannenden und letztlich erschreckenden Blick in die Mechanismen des globalen Kapitalmarktes, den Regularien der nationalen und globalen Wirtschaftssysteme, die spätestens auch seit der großen Weltfinanzkrise immer undurchsichtiger geworden sind. Die Autorin und Regisseurin Carmen Losmann versucht, mit einfachen Fragen an Wirtschaftsfachleute, an Spitzen von Banken und Investitionsunternehmungen Antworten zu bekommen. Aber, auf einfache Fragen auch Antworten zu bekommen, ist schwieriger als gedacht. Das geht von Verweigerung zu erbetenen Interviews, zum Verweis von Spitzenfunktionären zu kleineren Chargen, zur Abwiegelung auf Telefonate, die selbstverständlich nicht mitgeschnitten werden dürfen, und auch zur Nichtzulassung der Film-Teams. Dennoch: Carmen Losmann baut logisch konsequent und auch für Laien verständlich ein Gebäude aus Fragen und Antworten, gespickt mit erklärenden Grafiken und Zahlenwerken auf. Erstaunlich dabei ist, wie selbst die sogenannten Fachkräfte im System um gewisse Antworten ringen müssten oder keine zu geben wissen. (...)" (Begründung der Jury der FBW bei der Vergabe des Prädikats "besonders wertvoll")


„OECONOMIA“ von Carmen Losmann
Dokumentarfilm, 2020, 89 Min., HD, Farbe

Das Team: Regie und Buch: Carmen Losmann; Bildgestaltung: Dirk Lütter; Sounddesign und Komponist: Peter Rösner; Montage: Henk Drees, Carmen Losmann; Dramaturgische Beratung: Christiane Büchner; Recherche: Lea Hartlaub, Tessa Langhans; Komponist: Peter Rösner; Produktionsleitung: Anne Lessnick; Produzent*innen: Hannes Lang, Mareike Wegener; Produktion: PETROLIO FILM; Koproduktion: ZDF/3sat; Redaktion: Daniel Schössler; Förderung: Gerd-Ruge-Stipendium, Film- und Medienstiftung NRW, Kuratorium junger deutscher Film, BKM, DFFF; Deutscher Verleih: Neue Visionen; Weltvertrieb: Deckert Distribution; Uraufführung: Internationale Filmfestspiele Berlin 2020; Kinostart: 15. Oktober 2020

Carmen Losmann (Regie und Buch)  wurde 1978 in Crailsheim geboren. Nach einem Studium in England (Bachelor of Arts Marketing) studierte sie von 2003 bis 2008 an der Kunsthochschule für Medien Köln mit Schwerpunkt Dokumentarfilm. Ihr Debütfilm "WORK HARD PLAY HARD" (2011) setzt sich mit den Wirkungen des modernen Human Resource Managements auseinander und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Grimme-Preis 2014. Für die Entwicklung des Dokumentarfilms "OECONOMIA" erhielt sie 2012 das Gerd-Ruge-Projektstipendium.


Dirk Lütter (Bildgestaltung) wurde 1970 in Neuß geboren, studierte von 2002 bis 2006 Regie an der Kunsthochschule für Medien Köln, Drehbuch an der dffb und Kamera an der SFOF Berlin. Neben seiner Tätigkeit als Regisseur arbeitet er seit 2000 als Kameramann bei zahlreichen Filmen.


Mareike Wegener (Produktion) wurde 1983 in Borken geboren. Studium an der New School in New York, der European Graduate School in der Schweiz und von 2003 bis 2008 an der KHM. Abschluss mit dem Künstlerporträt "Al Hansen – The Matchstick Traveller". Seit 2008 als freie Autorin, Regisseurin und Cutterin tätig. Ihr erster abendfüllender Dokumentarfilm "Mark Lombardi – Kunst und Konspiration" wird 2009 mit dem Gerd-Ruge-Stipendium ausgezeichnet. 


Hannes Lang (Produktion) wurde 1981 in Brixen geboren. Von 2004 bis 2008 Studium an der KHM. Seit 2008 als freier Kameramann und Regisseur tätig. Sein erster abendfüllender Kinofilm "Peak – über allen Gipfeln" wird 2011 mit dem Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts ausgezeichnet. Für seinen zweiten Kinofilm "I want to see the manager" erhält er 2011 das Gerd-Ruge-Stipendium.


Für die Veranstaltung müssen Karten vorab online erworben werden. Der Kartenverkauf startet in den nächsten Tagen über die Kölner Plattform „Rausgegangen.de". Sobald der Kartenverkauf startet, finden Sie den Direktlink hier!
Redaktion — Ute Dilger
Trailer zu "OECONOMIA" von Carmen Losmann
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