Grimme-Preis 2018: Vier KHM-Absolvent/innen unter den Preisträgern

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Die Verleihung der Grimme-Preise 2018 findet am 13. April im Theater Marl statt, 3sat sendet die Aufzeichnung am gleichen Abend um 22:25 Uhr.

Die Absolventen Rosa Hannah Ziegler, Tilman Roth, Philipp Käßbohrer und Matthias Murmann werden für ihre herausragende Fernsehpraxis ausgezeichnet.

Am 13. April verleiht das Grimme-Institut zum 54. Mal einen der begehrtesten Fernsehpreise. Eine unabhängige Jury hat hunderte Stunden Fernsehproduktionen gesichtet und wird am kommenden Freitag 15 Grimme-Preise in den Kategorien Kinder & Jugend, Fiktion, Information & Kultur sowie Unterhaltung vergeben. 
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Der Grimme-Preis gilt als die bedeutendste Auszeichnung für Fernsehproduktionen im deutschsprachigen Raum. Ausgezeichnet werden Sendungen, die die spezifischen Möglichkeiten des Mediums auf hervorragende Weise nutzen und innovative und qualitative Anstöße geben. Aus den zahlreichen Einreichungen wurden über 70 Produktionen nominiert und der Jury zur Beratung und Entscheidung übergeben.

Im Wettbewerb "Information & Kultur" erhält die KHM-Absolventin Rosa Hannah Ziegler für ihre Leistungen als Regisseurin und Autorin des Dokumentarfilms "Du warst mein Leben" im Rahmen der Serie „Ab 18!“ (ZDF/3sat) einen Grimme-Preis. 

Im Wettbewerb „Kinder & Jugend“ verleiht die Jury einen Grimme-Preis an den KHM-Absolventen Tilmann Roth für seine Leistungen als Drehbuchautor der 24-teiligen fiktionalen Serie „5vor12“ (BR).

Im Wettbewerb "Unterhaltung" wird das Team der Bildundtonfabrik bereits zum vierten Mal für einen Beitrag aus dem „Neo Magazin Royale“ (ZDF/ZDFneo) mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Für „Eier aus Stahl - Max Giesinger und die deutsche Industriemusik“ erhalten Philipp Käßbohrer und Matthias Murmann für ihre Leistungen als Produzenten einen Grimme-Preis Spezial. Ihr Beitrag zählt laut Jury „zu den raren Unterhaltungshöhepunkten des Jahres 2017“.

Redaktion — Ute Dilger

Philipp Käßbohrer, geboren 1983 in Biberach, absolvierte eine Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton beim SWR. Anschließend studierte er an der Kunsthochschule für Medien Köln von 2007 bis 2014. 2012 gründete er zusammen mit Matthias Murmann die bildundtonfabrik (btf) in Köln. Dort ist er als Produzent, Creative Producer, Autor und Regisseur tätig. 

Matthias Murmann, geboren 1984 in Aachen, absolvierte eine Ausbildung als Mediengestalter Bild und Ton und studierte anschließend an der Kunsthochschule für Medien Köln von 2007 bis 2014. 2012 gründete er mit Philipp Käßbohrer die bildundtonfabrik (btf) in Köln, wo er als Produzent und Creative Producer arbeitet.

Aus der Jurybegründung: Das Ideenfeuerwerk geht bei der Umsetzung der Befunde in die Praxis weiter: Der als Experiment gebastelte neue Song, dessen Text von Schimpansen (bei der GEMA als Textdichter gemeldet) aus Tweets bekannter Youtuber, Werbeslogans, Kalendersprüchen und Songzeilen aktueller Popsongs gezogen wurde, heißt natürlich „Menschen Leben Tanzen Welt“. Unterhaltung auf diesem Niveau schaffen in Deutschland derzeit nur wenige – und deshalb war die Jury der Meinung: Ja, Jan Böhmermann hat schon wieder einen Grimme-Preis verdient.
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Tillmann Roth wurde 1975 in München geboren und lebt mit seiner Familie in Berlin. Seit seinem Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln von 1998 bis 2003 und der Autorenschule Hamburg arbeitet er als hauptberuflicher Autor für Kinofilme und TV-Serien. „5vor12“ entwickelte er gemeinsam mit Marcus Roth und ist seine erste verfilmte Serienproduktion.


Aus der Jurybegründung: Die Drehbücher von Marcus und Tillmann Roth sind präzise recherchiert, lassen den Darstellern aber genügend Spielraum für spontane Ausbrüche. Die Regie von Christof Pilsl und Niklas Weise wiederum weiß diese Emotionalität des Augenblicks ebenso einzufangen wie die Größe der Natur, vor der die straffällig gewordenen Jugendlichen nur umso stärker auf sich selbst zurückgeworfen scheinen. Spannung, die sich aus der Entwicklung der Charaktere speist, und bewegende Momente als Andockstellen sind bei "5vor12" gekonnt ausbalanciert. 
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Rosa Hannah Ziegler, geboren 1982 in Hamburg, studierte von 2003 bis 2009 an der Kunsthochschule für Medien Köln. Für den Dokumentarfilm “Cigaretta mon Amour - Portrait meines Vaters” gewann sie den Deutschen Kurzfilmpreis in Gold. Ihr Dokumentarfilm "Familienleben" feierte 2018 Premiere auf der Berlinale im Panorama.


Aus der Jurybegründung: In seiner Nüchternheit ist Rosa Hannah Ziegler ein großartiges dokumentarisches Protokoll gelungen, das von Beziehungsverlust, Einsamkeit, Überlebenswillen, persönlichem Mut und biografisch vorgezeichnetem Scheitern mit unglaublich starker Kraft erzählt. Weitere Informationen

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