Computational Thinking & Aesthetic Doing

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Computational Thinking & Aesthetic Doing

Angesichts der sicht- und spürbaren Auswirkungen neuer Technologien auf unseren jeweiligen Lebensalltag, benötigen wir einen neuen gemeinsamen Wortschatz und experimentelle Ansätze. Dieser Forschungsbereich an der KHM kombiniert kritische und kreative Ansätze, um auch das Innere algorithmischer Systeme sichtbar zu machen, sie zu hinterfragen, neu zu denken und ggf. auch Widerstand zu leisten. Der Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von Macht und Ideologie im Maschinellen Lernen.

Gemeinsam programmieren wir, wir basteln, lesen, denken nach, machen Kunst, wir forschen, lösen zusammen Probleme, erstellen Zines und essen Snacks. Egal, wie viel Erfahrung du mit Code hast. Wir freuen uns, wenn du zu uns kommst!


Was ist „Computational Thinking & Aesthetic Doing”? Mit „Computational Thinking” meinen wir nicht, dass Computer denken könnten, sondern die kritische Auseinandersetzung mit der Logik des Computing. 

Unsere Herausforderung besteht darin, die im Laufe der Geschichte in soziotechnische Systeme eingebauten Annahmen zu hinterfragen, um den Möglichkeitsraum des Computational Thinking zu erweitern. Dazu müssen wir Gegenhistorien algorithmischer Systeme finden, künstlerische Experimente durchführen, die bestehenden Methoden und Werkzeuge untersuchen, bzw. offenlegen, und verkörperte Praktiken mit/ohne Technologie pflegen, die alternative Zukunftsvisionen eröffnen. 

„Ästhetisches Handeln” bedeutet, etwas zu schaffen und sich im Prozess zu befinden, Handeln als Aktion und als Aktivismus, Ästhetik als Politik und Form. Wie begrenzen beispielsweise computergestützte Formen unsere Sprache und Denken? Wir nutzen Code als künstlerisches Material, um über technische Systeme verschiedener Größenordnungen nachzudenken: von einer einzelnen Codezeile über Maschinelle Lernmodelle mit Milliarden von Parametern bis hin zu den Infrastrukturen bis hin zu den Infrastrukturen, die diese unterstützen. Je stärker Begriffe wie „Sprache” und „Verständnis” sich in Richtung Interaktionen mit und zwischen Maschinen verschieben, desto mehr müssen wir Ansätze entwickeln, um mit algorithmischen Systemen unter diesen neuen Bedingungen zu arbeiten, als Teil einer Community, die gemeinsam nutzbare, zugängliche Instrumente und Ressourcen hervorbringt. Wir glauben, dass künstlerische Forschung und Praxis im Bereich des kritischen, kreativen Codens konkrete Interventionen mit direkter gesellschaftlicher und politischer Wirkung herbeiführen kann. 

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