Welche Wirkung entfalten Text, Stimme und Körpersprache im Zusammenspiel und vor Publikum? Wie erreichen (meine) Texte und Inhalte mein Gegenüber? Ein Seminar über Sprache, Performance und authentische Präsenz vor Anderen und Sprechen als künstlerische Praxis.
In diesem Seminar untersuchen wir, wie Texte und Inhalte so gesprochen werden können, dass sie ein Publikum erreichen – auf der Bühne, vor dem Mikrofon, vor der Kamera oder im öffentlichen Raum. Ausgangspunkt sind eigene oder fremde Texte, literarische Miniaturen, performative Skizzen, Drehbuchszenen, künstlerische Statements, improvisierte Reden oder andere Formen des gesprochenen Wortes. Im Zentrum steht die Frage, wie Inhalt, Stimme, Körpersprache im digitalen oder realen Raum vor Publikum zusammenwirken – und wie sich die Sprechenden für solche Situationen eine bewusste, authentische Sprechhaltung erarbeiten können.
Das Seminar verbindet praktische Übungen mit Reflexion, Textarbeit, Experiment und Feedback. Wir arbeiten an Atmung, Stimme, Körperhaltung, Präsenz und Sprechausdruck; zugleich analysieren wir Texte auf Struktur, Rhythmus, Sinnabschnitte, Wirkungsabsicht und emotionale Bewegung.
Es geht nicht um eine normierte Vorstellung von „richtigem“ Sprechen, sondern darum, Stimme, Sprechen und Körpersprache als gestalterisches Material zu begreifen. Die Teilnehmenden erproben auf Basis ihrer Bedarfe unterschiedliche Auftritts- und Sprechsituationen, entwickeln kurze Präsentationen oder performative Sequenzen und reflektieren deren Wirkung. Ziel ist es, eine Form von Präsenz zu entwickeln, die der eigenen künstlerischen, literarischen, performativen oder medialen Arbeit entspricht.
Gast: Najima El Moussaoui ist Journalistin, Moderatorin, ausgebildete Fernsehredakteurin und studierte Soziologin. Sie arbeitet an der Schnittstelle von Medien, Film, öffentlicher Kommunikation und gesellschaftlichem Diskurs. Sie moderiert auf Bühnen und entwickelt filmische Stoffe zu gesellschaftspolitischen Themen. Zuvor war sie als Redakteurin für ntv und die Deutsche Welle sowie als Autorin für den WDR und für Produktionsfirmen tätig. In ihrer Arbeit verbindet sie journalistisches Textverständnis, dramaturgisches Denken, Kamera- und Bühnenerfahrung sowie eine besondere Sensibilität für Sprache, Wirkung und Publikum. Inhaltlich liegt ihr Fokus auf Demokratie, Diversität und der Wirkung gesellschaftlicher Narrative.