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IFFF 2026: Athina Tsangari & Silvia Federici

Athina Rachel Tsangari

Die griechische Filmregisseurin und Produzentin Athina Rachel Tsangari spricht mit Silvia Federici über Commoning & Allmende. Die Diskusssionsveranstaltung findet im Rahmen des Internationalen Frauen Film Fest Dortmund+Köln 2026 statt.

Samstag, 25. April, 15 Uhr
Orangerie Theater
Volksgartenstraße 25, 50677 Köln
Eintritt frei

„There can be no commons without community.“ – Aktuelle Widerstandsbewegungen gegen den zerstörerischen Turbokapitalismus sind für die Silvia Federici, Autorin und emeritierte Professorin für Philosophie und Women Studies, Teil eines andauernden Aufstands gegen die Einhegungen von gemeinschaftlichem Land und gesellschaftlichen Beziehungen. In Europa begann die Landprivatisierung im späten 15. Jahrhundert, zeitgleich mit der kolonialen Expansion. In ihrem bahnbrechenden Werk „Caliban und die Hexe“ untersucht Federici die Geschichte der Frauen vom Übergang des Feudalismus zum Kapitalismus. Weil sie stark von Vertreibung und Umweltzerstörung betroffen sind, spielen Frauen auch heute eine zentrale Rolle in den Kämpfen um die Commons. Wie erschaffen wir neue Formen von Kooperation, die unsere natürliche Mitwelt einschließt? Commoning, so Federici, ist ein unverzichtbarer Teil unseres Lebens, den keine Gewalt zerstören kann, weil er als Bedingung unserer Existenz ständig neu erschaffen wird. Auch Athina Rachel Tsangari hat in ihren Filmen die Commons thematisch aufgegriffen („Harvest“ 2024), und auch in ihrer praktischen Filmarbeit stets gemeinschaftlich in Kollektiven gearbeitet. 

Das Gespräch wird auf Englisch geführt. Silvia Federici wird digital dazu geschaltet.


Der Eintritt ist frei.


Athina Rachel Tsangari (1966) gilt als zentrale Protagonistin des jungen griechischen Kinos. Sie studierte Vergleichende Literaturwissenschaft, Philosophie und Theater an der Aristotle University in Thessaloniki. Zudem absolvierte sie ein Masterstudium in Performance Studies an der New York University und ein Filmstudium an der University of Texas. Den Einstieg ins Kino fand sie durch eine Rolle in Richard Linklaters legendärem Film „Slackers“. „The Slow Business of Going“ war ihr Abschlussfilm. Sie produzierte Filme wie Richard Linklaters „Before Midnight“ oder Yorgos Lanthimos’ „Dogtooth“. Letzterer war Produzent ihres gefeierten Spielfilms „Attenberg“, der den Spielfilmpreis 2010 beim IFFF in Dortmund gewann.


Silvia Federici (1942) ist feministische Aktivistin, Autorin und war bis 2005 an der Hofstra University in Hempstead Professorin für politische Philosophie und International Studies. 1967 zog sie zum PhD-Studium in Philosophie von Italien in die USA. 1972 war sie Gründungsmitglied des International Feminist Collective, mit dem sie die internationale Kampagne „Wages for Housework" („Lohn für Hausarbeit") initiierte. Sie forschte in Nigeria und lehrte an der University of Port Harcourt. Jahrzehntelang arbeitete sie zusammen mit einer Vielzahl internationaler feministischer Organisationen wie Women in Nigeria und Ni una menos in Lateinamerika. Sie war Mitglied des Midnight Notes Collective. In ihrem bekanntesten Werk „Caliban und die Hexe – Frauen, der Körper und die ursprüngliche Akkumulation“ (2004) griff Silvia Federici die Positionen von Karl Marx und Michel Foucault kritisch auf und dachte sie feministisch weiter. Sie veröffentlichte zahlreiche Bücher und Essays zu marxistischen und feministischen Theorien, zum weltweiten Widerstand gegen die kapitalistische Globalisierung und über die Macht von Gemeinschaften. Sie lebt und arbeitet in New York City.

Redaktion — Ute Dilger
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