
Stellungnahme der Hochschulleitung der KHM zum Studierenden-Weihnachtsmarkt am 6. Dezember 2025
Am Samstag, den 6.12.2025, fand im Sozialen Raum des AStA der KHM ein non-profit Weihnachtsmarkt im Zeichen der Solidarität mit von Krieg und Gewalt betroffenen Gebieten statt („Palästina, Sudan, Kongo Weihnachtsmarkt“).
Der Weihnachtsmarkt wurde vom AStA in Zusammenarbeit mit der Initiative Palästina Solidarität Köln organisiert. Kollaborative Spendenevents dieser Art wurden von Studierenden auch in der Vergangenheit durchgeführt. So lenkte beispielsweise ein Solidaritäts-Flohmarkt, den der AStA im Mai dieses Jahres in Zusammenarbeit mit der Initiative Sikilikafrika organisierte, Aufmerksamkeit auf die Situation im Kongo. In den letzten drei Jahren organisierten Studierende der KHM außerdem drei Benefiz-Abendveranstaltungen für die Ukraine sowie eine Veranstaltung in Solidarität mit der „Woman Life Freedom“-Bewegung im Iran.
Am Freitag, den 12.12.2025, wurde der Instagram-Post der Gesellschaft für kritische Bildung (GfkB) veröffentlicht, in dem die Veranstaltung als antisemitisch dargestellt wurde. Zudem wurde behauptet, es habe einen handgreiflichen Vorfall gegeben. Die Hochschulleitung und der Senat der KHM haben sich umgehend mit dem AStA zu den Vorwürfen ausgetauscht und den Bericht der vor Ort anwesenden Sicherheitsfirma eingeholt. Zudem wurden Studierende, die vor Ort anwesend waren, zu dem Vorfall befragt.
Nach dem Stand aller der Hochschulleitung zugänglichen Informationen stellt sich die Situation wie folgt dar: Zwei Personen haben den Weihnachtsmarkt, der öffentlich zugänglich war, betreten und ohne das Einverständnis der Anwesenden Foto- und Videoaufnahmen gemacht. Trotz Aufforderung, dies zu unterlassen, wurde weiter gefilmt. Mit Unterstützung der durch die KHM beauftragten Sicherheitsfirma, die deeskalierend auf die Situation einzuwirken versuchte, wurden die Personen mehrmals aufgefordert, die Räumlichkeiten zu verlassen. Da sie dieser Aufforderung nicht nachkamen, wurden sie schließlich von der Sicherheitsfirma und einem Studierenden nach draußen begleitet. Es kam laut Augenzeugen nicht zu Handgreiflichkeiten.
Die betreffenden Räumlichkeiten stehen unter studentischer Selbstverwaltung und sind als Ort des kontinuierlichen Austauschs konzipiert. Bei Veranstaltungen etc. in diesen Räumen gibt es keinerlei Raum für Antisemitismus oder irgendeine andere Form der Diskriminierung. Dies steht im Einklang mit dem Selbstverständnis der KHM, das auch im Statement zum Nahostkonflikt zum Ausdruck kommt (siehe Statement unter Aktuelles hier).
Die KHM positioniert sich klar gegen Antisemitismus, Diskriminierung und Rassismus.