Samstag, 18. Juli

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Rundgang 2026: Filmprogramm Samstag, 18. Juli, 14 Uhr


Samstag, 18. Juli 2026, 14 Uhr
Aula, Filzengraben 2, 50676 Köln

Moderation: Prof. Alejandro Bachmann
Eintritt frei

„Trojan Boats“

Ahmad A. Albaki (Regie & Buch)

Spielfilm, 2025, 17 Min., Deutsch mit engl. UT
Im Berliner Bezirk Neukölln artet eine Demonstration gegen das umstrittene „Trojanische Gesetz“ in Chaos aus. Es kommt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Gruppen von White Supremacists.

„S’Tuntschi vo Juf“
Jon Grandpierre (Regie und Buch), Yakob El Deeb (Bildgestaltung & Buch)
Spielfilm, 2026, 30 Min., Schweizerdeutsch mit engl. UT

In den Bündner Bergen steht ein Haus. Die Mutter ist tot, die Tochter kommt, dann die Enkelin. Sie wollen entrümpeln – doch im Haus spüren sie die Präsenz heimlicher Weggefährten der Toten. Neben einem schweigsamen Jäger und einem aufdringlichen Fußpfleger scheint noch eine ganz andere Gestalt ihren Platz im Leben der Frau gefunden zu haben, die uns ihre Geschichte aus dem Himmel erzählt: Der „Tuntschi vo Juf“, die zum Leben erwachte Puppe aus der Bergsage vom „Sennentuntschi“.

„Das Monument bewegt sich“
Marja Suna Vormann (Regie & Buch)

Dokumentarfilm, 2026, 19 Min., Deutsch, Spanisch mit engl. UT​​​​​​​

„Como a los Nazis les va a pasar, a donde vayan los iremos a buscar.“ Eine Erinnerung an die Stimmen der Familien im Gerichtssaal bringt die Filmemacherin zu verschiedenen Orten des Gedenkens an die 30.000 Verschwundenen der letzten Militärdiktatur in Argentinien. Schritte bewegen sich zwischen dem Parque de la Memoria, einem Gerichtssaal, der Plaza de Mayo und einer Küche in Buenos Aires. Mit Leila und den Stimmen der Familienangehörigen beginnt sich das Monument zu bewegen.      


„El mismo sol, otra luz“

Ivonne Sheen Mogollón (Regie & Buch)

Experimentalfilm, 2025, 26 Min., Spanisch mit engl. UT
Eine vielschichtige Reflexion entfaltet sich, als sich eine Filmemacherin die Frage stellt: Wie gelangten Filmkunst und Fotografie auf die Mondinsel im Titicaca-See? Nach ihrer Übersiedlung nach Deutschland begegnet sie den Bildern, die sie dort aufgenommen hat, und die Verbindung zwischen Bergbau und Bildschaffung weckt Assoziationen, die über eine lineare Zeitwahrnehmung hinausgehen.

Rundgang 2026: Filmprogramm Samstag, 18. Juli, 16 Uhr


Samstag, 18. Juli 2026, 16 Uhr
Aula, Filzengraben 2, 50676 Köln

Moderation: Prof. Marcel Kolvenbach
Eintritt frei

„Off the Path“
Shihao Du und Tongtong Li (Idee & Realisation)

Animation, 2026, 7 Min., ohne Dialog
Die 3D-Animation und Rauminstallation ist von dem klassischen medizinischen Text „Zhou Hou Bei Ji Fang“ inspiriert. Das Werk folgt drei tierähnlichen Figuren – einem Fisch, einem Schwein und einem Huhn –, die mithilfe eines alten Rezepts in einen direkten Dialog mit dem Leben selbst treten. Auf ihrer Suche nach Heilung kommen sie allmählich vom Kurs ab und entfernen sich immer weiter von dem erhofften Ergebnis.

„Elbows in Shatters“
Danila Lipatov (Regie & Kamera), Karen Zimmermann (Produktion & Montage)
Dokumentarfilm, 2025, 76 Min., Russisch mit engl. UT

Eine Nacht in Dushanbe. Aus dem Dunkel fragt eine Stimme: „Was bedeutet das: Zusammensein?“ In losen Beobachtungen erkundet Danila Lipatov die Hauptstadt Tadschikistans. Er sucht nach Verbindungen zu seinen Verwandten, die bis zu ihrer Flucht in den 1990er-Jahren hier gelebt haben. Rund um das Jugendkulturzentrum Bactria lernt er eine Gruppe Menschen kennen, mit denen er ins Gespräch kommt. Gegenwart wird umarmt, Geschichte gestreift. Tableaus einer temporären Gemeinschaft. (Duisburger Filmwoche 2025)

Rundgang 2026: Filmprogramm Samstag, 18. Juli, 18 Uhr


Samstag, 18. Juli 2026, 18 Uhr
Aula, Filzengraben 2, 50676 Köln
Moderation: Prof. Alejandro Bachmann
Eintritt frei

استحبس (Estahbes) If Only the Year had 364 Days"
Almourad Aldeeb (Regie & Buch), Ayham Khalifeh (Bildgestaltung), Mustafa Kur (Performance)
Dokumentarfilm, 2026, 80 Min., Arabisch mit engl. UT

Im Jahr 2013 wurde eine Gruppe von Freunden in der Abteilung 215, einem der berüchtigtsten Gefängnisse des syrischen Militärgeheimdienstes, in Damaskus inhaftiert. „Estahbes“ ist eine persönliche Reise zwischen Syrien und dem Exil. Der Film ist ein Versuch, Erinnerungen wachzurufen und sich mit einer Vergangenheit der Haft und einer Gegenwart des Zeugnisgebens auseinanderzusetzen – in Gedenken an sieben Freunde, die unter Folter starben.

Rundgang 2026: Filmprogramm Samstag, 18. Juli, 20 Uhr


Samstag, 18. Juli 2026, 20 Uhr
Filmforum im Museum Ludwig
Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln

Moderation: Prof. Marcel Kolvenbach
​​​​​​​Eintritt frei

„synchron schwimmen“
Nadine Schwitter (Regie & Buch)
Spielfilm, 2026, 23 Min., Deutsch mit engl. UT

Oma, Mutter und Enkelin stranden auf dem Parkplatz eines Thermal Hotels. Wegen eines Wasserschadens sitzen sie überraschend im Wagen fest bis der Pannendienst sie aus der furchtbaren Enge befreit.

„Keine Stadt, kein Dorf“
Ekaterina Reinbold (Regie & Buch), Daphne Klein (Bildgestaltung)
Spielfilm, 2026, 23 Min., Deutsch, Russisch mit dt. UT

Zhenya kommt mit ihrer Familie in einem Vereinshaus zusammen, um den Geburtstag ihres Großvaters zu feiern. Sie möchte den Anlass nutzen, um sich ihrer Mutter wieder anzunähern. Im Verlauf des Tages entstehen intensive Gespräche, es gibt kleine Reibereien und lang überfällige Aussprachen. Nach und nach öffnen sich die Familienmitglieder und sprechen über verdrängte Erinnerungen, das zurückgelassene Leben in Kasachstan und den schwierigen Neubeginn in Deutschland. Zwischen all diesen Stimmen findet Zhenya einen Zugang zu ihrer eigenen Geschichte – und vielleicht auch zu ihrer Mutter.

„You don't look nothing alike“
Eva Świątkowski (Regie & Buch)
Dokumentarfilm, 2025, 26 Min., Deutsch mit engl. UT

Auf dem Land des Stiefvaters suchen und finden Stiefvater und -tochter unterschiedliche Geschichten und Erkenntnisse. Dêrsim, seit Jahrhunderten ein Zufluchtsort für Kurd*innen und Alevit*innen, wurde 1935 im Zuge staatlicher Homogenisierungsprozesse in der Türkei in Tunceli umbenannt. Mit der Rückkehr an ein Zuhause, das durch hegemoniale Gewalt fast zerstört wurde, werden Erinnerungen wieder wachgerufen, die sich mit den kollektiven Geschichten vor Ort und in der Diaspora in Deutschland verzweigen. Dabei stellen sich Fragen nach Zugehörigkeit und Identität sowie danach, wie Solidarität in der Gegenwart aussehen kann.


„M.“
Adrian Witzel (Regie & Buch)

Spielfilm, 2026, 27 Min., Deutsch mit engl. UT
Ein Haus trägt das Leben mehrerer Familiengenerationen in sich. M. kehrt als erwachsene Frau zurück, um sich an ihre verstorbene Mutter zu erinnern. Sie findet Bilder ihrer Kindheit, vom Loslassen und von der Brutalität des Erwachsenwerdens. Als Kind ist M. in einem Zwiespalt, sie vermischt Wahrheit und Erfundenes, Vergangenheit mit Gegenwart und Zukunft. Aus Angst, einen Menschen zu verlieren, erschafft M. einen neuen.

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